Kleine Klosterglocke mit Ständer
und Klöppelhalter aus gedrechseltem
Nußbaum und Bronzeklöppel,
fertig montiert. Handgeschmiedete
Zierschraube aus Bronze als Krone.
Durchmesser 17,5 cm. Gesamthöhe
22,5 cm, Gesamtgewicht 4 kg.
Schwebender Klang.
Puristisch gedacht und gemacht,
scheint die kleine Klosterglocke auf
einem handgedrechselten Ständer
aus Nußbaum gleichsam zu schweben.
Der bronzene Klöppel zum Anschlagen
ruht in einer eigenen Fassung, gleichfalls aus Nußbaum. Die Klangeigenschaften des Holzes unterstützen
diejenigen der Glocke fein.
Klingende Bronze. Glocken aus Maria Laach in der Eifel.
Ursprünglichste Faszination wohnt dem Handwerk der Glockengießer
inne, die sich aus ihrem Umgang mit Feuer und kochender
Bronze ebenso speist wie aus ihren geheimen Künsten, Klang und
Form der Glocke vorauszuberechnen. Erfahrung und Geschick des
Gießers bestimmen darüber, mit welchem Klang die Menschen
zum Kirchgang gerufen werden, und das oftmals für Jahrhunderte.
So nimmt es nicht wunder, daß es unmöglich erscheint, hier
auf engstem Raum Mythos und Handwerk auch nur ansatzweise
auszukosten.
Die hier vorgestellten Glocken entstammen einer der wenigen
Glockengießereien Deutschlands und noch dazu der einzigen Klosterglockengießerei
der Welt: aus Maria Laach, dem uralten Benediktinerkloster
zwischen Mosel und Rhein, unweit von Andernach
gelegen. Br. Michael hat dort schon für viele Kirchen auf der ganzen
Welt Geläute hergestellt. Unsere Glocken sind zwar wesentlich
kleiner (sie wiegen 3,5 bzw. 8,5 kg), doch außer im Gewicht unterscheiden
sie sich hinsichtlich Formgestaltung, Material und Guß
in nichts von ihren großen Geschwistern. Sie haben überhaupt
nichts gemein mit billigen Messingimitaten, sondern sind vollwertige
Musikinstrumente mit dem ihnen charakteristischen, sehr
langen, obertonreichen Nachklang. Doch mehr noch, Glocken faszinieren
synästhetisch: die changierende, kühle Bronze, die Geometrie
ihrer Gestalt, ihr Gewicht und die fein verlaufende Wandstärke,
all das sind neben ihrem Klang Eigenschaften, an denen
man sich nicht so schnell sattsieht und -fühlt.
Für jede einzelne Glocke muß anhand einer zuvor berechneten
Profilschablone aus Holz eine Lehmform hergestellt werden, in
welche die flüssige, 1.080 °C heiße Bronze aus 78 Teilen Kupfer
und 22 Teilen Zinn gegossen wird. Damit die Form nicht birst,
muß sie im Erdboden eingegraben werden. Nach dem tagelangen
Auskühlen kann die Form ausgegraben und zerschlagen werden.
Endlich tritt die Glocke zutage: ein Unikat, dessen reiner Klang
nun erweisen muß, ob die Gießer alles recht gemacht haben.
Hinweis:
Alle Glocken werden auf Ihre Bestellung
hin von Br. Michael und seinen
Mitarbeitern in Maria Laach angefertigt
und von dort direkt zu Ihnen
gesandt. Lieferzeit: 4 bis 6 Wochen.
Haben Sie besondere Wünsche hinsichtlich
der Glockenzier (Inschriften,
Bildnisse, die auf die Glocke
aufgebracht werden), so lassen Sie
sich bitte von unserer Sonderbestellabteilung
ein Angebot fertigen.