Kurze, überaus wärmende Weste aus Merinolammfell mit angeschnittenem Stehkragen, ohne Nähte im Halsbereich. Vorn legt sich die nach außen umgeschlagene Schnittkante wie ein schmaler Schalkragen an. Formgebende seitliche Abnäher. Alle Schnittkanten nach außen umgelegt. Innen in Taillenhöhe ein Haken aus Metall und eine Öse zum Schließen der Weste. Merinolammfell wie gewachsen. Rückenlänge bei Größe 38 = 60 cm.
Pracht- und Erbstücke: aus Deutschland. Von Merinoschafen. In Westfalen geschneidert.
Das Lammfell wird bei diesen Kleidungsstücken wie gewachsen verarbeitet. Es stammt von Merinoschafen aus Deutschland. Diese haben eine starke und feste Haut, die dabei gleichzeitig sehr weich und griffig ist. Ihre Wolle ist sehr fein, dicht und weich und natürlich sehr warm. Die Fellseite wird nach der Gerbung auf eine Haarlänge von 10 mm heruntergeschoren, weil nur die Unterwolle des Vlieses die besonders dichte und seidige Struktur hat, die ein Bekleidungsfell haben muß. Wir lassen ausschließlich großteilige Lederstücke verarbeiten, was die Zahl der Nähte auf ein Mindestmaß senkt. Geschneidert werden die soliden Damen- und Herrenjacken im westfälischen Sauerland, in einem Betrieb, der seit Generationen Jagdfunktionskleidung herstellt. Die Verarbeitung ist perfekt: Die wenigen Nähte sind die einzigen Stellen, an denen sich in jahrzehntelangem Gebrauch Verschleiß einstellen könnte. Sie sind deshalb besonders sorgfältig gearbeitet, also doppelt genäht („übersteppt“), versäubert und mit Bändern verstärkt. Mithin: nichts, was man besser machen könnte. Pulswärmer, Fäustlinge und Mütze werden aus dem gleichen Lammfell und im gleichen Betrieb gemacht.