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Küchensofa der Polsterei Sinn

In der 1967 im westfälischen Stemwede gegründeten Polsterei Sinn hat man sich bereits vor einem Vierteljahrhundert entschieden, auf Klasse statt auf Masse zu setzen und sich auf den Bau von Individual-
möbeln zu konzentrieren, die im konstruktiven Aufbau ebenso wie im Materialaufwand kaum zu übertreffen sind. Die Entscheidung, sich auf einem Möbelmarkt, der sich zunehmend auf bereits nach wenigen Jahren unmodische „Saisonware“ konzentriert, auf das oberste Qualitätssegment zu fokussieren, hat sich für diese Polsterei als goldrichtig erwiesen. Längst verzeichnet Sinn einen wachsenden Kundenstamm – und bei der Anschaffung eines Sitzmöbels erwarten diese Kunden die Gewähr, ihr Möbel jahrzehntelang nutzen zu können.

Küchensofa

Zugleich genießt die Polsterei einen ausgezeichneten Ruf bei Auftraggebern, die individuell gestaltete und auf intensive Nutzung ausgelegte Polstermöbel benötigen. Immerhin faßt der Bereich der „Polstermöbel“ nicht ausschließlich haushaltstypische Objekte wie Sessel und Sofa – auf Polsterware sitzt man auch über den Wolken und auf hoher See, und gerade im Schiff- und Flugzeugbau werden höchste Qualitätsansprüche gestellt.

Küchensofa





So hat schließlich das Festhalten am traditionell ausgeführten Hand-
werk – und eben auch: die fort-
laufende Weitergabe der alten handwerklichen Techniken an eine junge Mitarbeitergeneration – das Unternehmen dauerhaft auf solide Füße gestellt.

Küchensofa in vier Farben. Als Zwei- oder Dreisitzer.

Gestell aus Buchenholz mit in 4 Stufen von senkrecht bis waagerecht neigbaren Rastklappenarmlehnen. Füße aus Eichenholz. Kunststoffgleiter sind montiert; 4 Filzgleiter (z.B. für die Nutzung auf Parkettböden) liegen bei. Handwerkliche Federung mit Wellenfedern, Filz, einem Zylinderfederkern aus verkupfertem und gewachstem Stahldraht. 2 Lagen Kaltschaum auf Federleinen und latexierter Kokosfaser. Bezug aus leicht zu reinigender, vierfach gezwirnter Schurwolle mit einem geringen (weil notwendigen) Anteil an Polyamid (4%).

  • Zweisitzer. Höhe 94 cm, Breite 150 cm, Tiefe 82 cm. Sitzhöhe ca. 49 cm. Gewicht 45 kg.
  • Dreisitzer. Höhe 94 cm, Breite 180 cm, Tiefe 82 cm. Sitzhöhe ca. 49 cm. Gewicht 50 kg.


ab 2.580,00 

 

Küchensofa
Trenner

Von innen nach außen.

Das Polsterhandwerk ist ein Handwerk, das seine eigentliche Leistung unter Bezügen verbirgt. Seine wahre Qualität zeigt ein Sessel oder ein Sofa eben erst dann, wenn man seine Innenkonstruktion genauer betrachtet. Unser Küchensofa kann da als Beispiel dienen: Seine Basis ist ein klassisches, vom Stellmacher geliefertes Innengestell aus Buchenholz mit gedübelten Eckverbindungen, das zum Schutz von Polsterung und Bezug an den Kanten abgerundet ist. Die Standfüße sind aus massivem, geöltem Eichenholz; sie stehen zum Schutz des Bodens auf Kunststoffgleitern (für Parkettböden und andere empfindliche Untergründe werden zusätzlich Filzgleiter beigelegt). Statisch ist ein solches Möbel also für eine Zukunft als Antiquität gerüstet.

Küchensofa
Küchensofa Zweisitzer

Noch größer aber ist der Aufwand, der bei der Polsterung betrieben wird: Als Unterfederung dienen Wellenfedern aus gehärtetem Stahl, die mit einer Filzlage zur Geräuschdämmung abgedeckt sind. Darauf ruht der eigentliche Zylinder-Federkern aus verkupfertem Federstahldraht. Die Stärke der Federn nimmt von innen nach außen zu, wobei die Anzahl der aufwendig von Hand miteinander verbundenen Federn bei Sinn die Anzahl derer in herkömmlichen Federkernmöbeln um ein mehrfaches übersteigt: So werden für das 150 cm breite Küchensofa insgesamt 286 Federn verarbeitet.

Küchensofa

Jede einzelne Feder wird ofenthermisch vergütet und durch einen Wachsüberzug in der Geräuschbildung gedämpft. Auf Holzaufbau und Federung folgt eine Abdeckung mit Federleinen, bevor anschließend der Polsterträger aus Gummikokos (latexierte und vulkanisierte Kokosfaser) aufgebracht wird.

Zwei Lagen Kaltschaum und eine Lage Watte bilden die oberste Schicht des Polsters. Die Kriterien für den Bezug: Selbst bei intensivster Nutzung muß er lange haltbar, besonders strapazierbar und zugleich leicht zu reinigen sein. Daher greift Sinn für das Küchen-
sofa zu einem Material, das ebendiese Eigenschaften mitbringt und auch für Polsterungen im Schiff- und Flugzeugbau eingesetzt wird: einem in Süddeutsch-
land gewebten Bezugstoff aus vierfach verzwirnten Merino-Schurwollgarnen.

Thronen oder versinken.

Möbel im allgemeinen und Sitzmöbel im besonderen haben ihre Moden und erlebten über die Jahrhunderte hinweg ihre eigene Stilgeschichte. Aber nicht nur optisch, sondern auch ganz handgreiflich sitztechnisch gibt es Moden. Als Gesellschaftsmöbel für den repräsentativen „Salon“ waren Sessel und Sofa so ausgelegt, daß man – gravitätisch und mit geradem Rücken darauf thronend – Gäste standesgemäß empfangen konnte. Die Sessel und Sofas der „Wohnlandschaften“ späterer Zeit aber, als man das Wohnzimmer eher als Fernsehraum für den privaten Rückzug nach Feierabend verstand, neigten dazu, ihre Be-Sitzer in sich aufzusaugen und sie in einer fluffig-weichen Wolke versinken zu lassen. So betrachtet, ist das nachstehende Sofa sitztechnisch zweifelsohne eher den Gesellschaftsmöbeln als den Wohnlandschaften zuzurechnen. Und doch ist es alles andere als ein Möbelstück, das gesellschaftlichen Rang oder gar übertriebene Würde ausdrücken wollte. Man thront auf ihm aus einem einfachen Grund: Es ist traditionell ein Küchensofa.

So ostfriesisch wie Tee mit Kandis.

Im Norden ist diese Art von Sofa am häufigsten, und so ist es auch nicht überraschend, daß das klassische Küchensofa in seiner Gestalt so zurückhaltend auftritt, wie es für das skandinavische Möbeldesign – womit an dieser Stelle nicht Namen tragende Stühle, Tische oder Zahnputzbecher gemeint sind – von jeher typisch war. Auch hierzulande ist es vor allem im Norden populär, und in Ostfriesland trifft man es so oft an, daß es im Jargon der Möbelschreiner und Polsterer schlicht „Ostfriesensofa“ heißt. Der Grund: Hier war seit alters die Küche der Ort des Geschehens, wenn man sich zu Tee mit Kluntjes und Kuchen traf – vorzugsweise auf einem gepolsterten Möbelstück, das in Sitzhöhe und -haltung auf Küchentisch und Teetasse abgestimmt war.

Daß es darüber hinaus heute längst nicht nur in der Küche, sondern auch in der „guten Stube“ und in Konferenzräumen zu finden ist, hat mit seinen unübersehbar ästhetischen Vorzügen zu tun – und wohl auch damit, daß seine Armlehnen (in diesem Fall solide Rastklappenarmlehnen) stufenweise bis zur Waagerechten heruntergeklappt werden können. Wiewohl eigentlich ein Sitzmöbel, läßt sich das „Ostfriesensofa“ solcherart durchaus auch für ein Nickerchen nutzen, zu dem sich selbst großgewachsene Menschen bequem niederlassen können: Denn neben dem Zweisitzer bieten wir das Küchensofa auch als 180 cm breiten Dreisitzer an; beide Ausführungen sind mit dem in vier Farbvarianten erhältlichen Bezug aus robuster Schurwolle ausgestattet.

Küchensofa Zweisitzer

Das Sofa als Zwei- und Dreisitzer