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Kübelpflanzen im Winterquartier kontrollieren und pflegen

Kuebelpflanzen im Winterquartier kontrollieren und pflegen

Die Kübel- und Topfpflanzen, die zur frostfreien Überwinterung eingeräumt wurden, müssen im Winterquartier regelmäßig daraufhin kontrolliert werden, ob Krankheiten oder Schädlinge eingeschleppt wurden, die sich nun im Haus massiv vermehren und benachbarte Pflanzen befallen können. Auch muß gelegentlich gegossen werden.

Anleitung

  • Wenn möglich, die Pflanzen im Winterquartier einmal wöchentlich kontrollieren. Eingeschleppte Schädlinge oder Krankheiten können sich – wenn sie unbemerkt bleiben – rasch vermehren und weitere Pflanzen befallen, wenn nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
  • Alle Pflanzenteile auf einen Befall hin überprüfen; dabei insbesondere auch die Blattunterseiten inspizieren, da sich die meisten Schädlinge dort aufhalten (zum Beispiel Weiße Fliege, Blattläuse oder Thripse).
  • Blattläuse befallen vor allem junge, weiche Pflanzenteile wie die Triebspitzen. Sind diese stark verlaust, am besten ganz abschneiden und entsorgen.
  • Einzelne Läuse können von Hand entfernt werden; bei einem stärkeren Befall die Pflanze mit einem harten Wasserstrahl (zum Beispiel in der Dusche) abbrausen oder mit einer Schmierseifelösung (in Wasser gelöste Neutralseife ohne Zusätze) besprühen. Vorher den Wurzelballen mit Folie oder einem anderen Material abdecken, um zu vermeiden, daß die Erde stark vernäßt oder aus dem Topf gespült wird oder daß die Tiere hineinfallen und dort überdauern.
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Regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrollieren, zum Beispiel Blattläuse

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... Schildläuse

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... oder Woll- und Schmierläuse

  • Kleinere Pflanzen können sehr einfach und gründlich von Schädlingen „gereinigt“ werden, indem sie kopfüber in eine Schmierseifelösung getaucht werden. Dazu einen Eimer passender Größe mit lauwarmem Wasser füllen und etwas Schmierseife darin auflösen. Zwei Stäbe (oder auch längere Kochlöffel), die länger sind als der Eimerquerschnitt, quer über den Rand legen. Den Topf samt Ballen mit einer stabilen Folie umwickeln oder so in eine Tüte stecken, daß keine Erde herausfallen kann. Die Pflanze kopfüber zwischen die beiden Stäbe hängen; der oberirdische Pflanzenteil sollte komplett ins Wasser eintauchen, während der Topf umgekehrt auf den Stäben „steht“ und trocken bleibt. Dafür sorgen, daß die Triebe bei dieser Prozedur nicht abknicken. Die Pflanze für einige Stunden in der Lösung belassen und anschließend mit klarem Wasser abspülen.
  • Gegen Weiße Fliege sogenannte Gelbtafeln (gelbe Kunststofftafeln, die mit einem Leim bestrichen sind) aufhängen oder in den Topf stecken; bei einem Thripsbefall helfen Blautafeln. Die Tafeln sind in verschiedenen Größen im Fachhandel erhältlich. Bei starkem Befall hilft ebenfalls ein Abbrausen oder Tauchen der Pflanzen.
  • Bei einer Bekämpfung mit Spritzmitteln möglichst nur biologische Mittel verwenden, zum Beispiel Neem-Präparate. Gegen einen hartnäckigen, schwierig zu bekämpfenden Schädlingsbefall hilft auch der Einsatz von Nützlingen. Diese können im guten Fachhandel bestellt und nach Anleitung ausgebracht werden.
  • Alle abgefallenen und welken Blätter entfernen. Sie ermöglichen die Verbreitung des Grauschimmelpilzes (Botrytis).
  • Vor jedem Gießen den Feuchtegrad der Topferde mit den Fingern prüfen. Der Wurzelballen darf nicht naß sein, aber auch nicht ganz austrocknen. Bei Bedarf etwas gießen. Pflanzen, die (ohne Laub) dunkel überwintert werden, benötigen fast kein Wasser; bei ihnen besonders sorgfältig darauf achten, daß der Wurzelballen nicht durch zu viel Gießen vernäßt.
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Pflanzen, die hell überwintern, gelegentlich gießen

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Gegen Blattläuse hilft häufig schon ein Absprühen mit Seifenlauge

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Mit Gelbtafeln können Weiße Fliegen bekämpft werden

Es wird benötigt:

Werkzeug: kleinere Gießkannen für den Innenbereich, Sprühflasche oder Sprühgerät zum Ausbringen von Seifenlösung oder anderen Pflanzenschutzmitteln. Zubehör: Folie, Tüte oder anderes Material zum Umwickeln des Topfes (damit keine Erde herausfällt oder zu viel Wasser eindringt), gegebenenfalls Eimer und Stäbe passender Länge zum Tauchen kleinerer Pflanzen, Schmierseife, Neem-Präparate oder andere Pflanzenschutzmittel, gegebenenfalls Gelb- und/oder Blautafeln, gegebenenfalls Nützlinge, Gefäß zum Aufsammeln abgefallener Blätter.