Gestanzter Karton, Treibriemen Gummi, Achsen aus Holz, Sonne aus Kunststoff mit LED. Höhe 30 cm, 29 cm Ø. Gewicht 520 g. Ab 14 Jahre.
Der Lauf der Gestirne.
Dieses stabile Gerät steht in der Tradition der mechanischen Kurbel-Planetarien, die seit dem 18. Jahrhundert als Orreries (eines der ersten wurde für den vierten Earl of Orrery gefertigt) in England, aber auch in Deutschland gebaut wurden. Die wenigen erhaltenen Exemplare sind heute wohlgehütete Museumskostbarkeiten. Eine Umdrehung der Kurbel läßt im Modell eine Woche verstreichen und bewirkt sechs verschiedene Bewegungen gleichzeitig. Die inneren Planeten Merkur und Venus drehen sich um die Sonne, der Mond um die Erde und diese um sich selbst. Da sie auf ihrer schräg stehenden Achse immer astronomisch korrekt ausgerichtet bleibt, ist selbst der Wechsel der Jahreszeiten nachvollziehbar.
Mond- und Sonnenfinsternis erleben.
Die mit einer hellen LED ausgestattete Sonne macht im abgedunkelten Raum das Entstehen der Mondphasen und der Finsternisse sowie die Sichelphasen der Venus sichtbar.
Das Planetarium ist Nikolaus Kopernikus gewidmet, der 1514 seine Theorien von der Bewegung der Planeten auf Kreisbahnen um die Sonne veröffentlichte. Eine Vorstellung, die sich – auch wenn Kepler die Kreisbahnen später als Ellipsen identifizierte – grundsätzlich als richtig erwiesen hat. Einige Stunden Bauzeit sind einzuplanen, bevor die leichtgängige Kurbel das Modell über Treibriemen, Umlenkrollen, die zentrale Welle und Rillenräder in Schwung bringt. Dann zeigt sich jedoch eindrucksvoll, daß kein virtuelles Astronomieprogramm die unmittelbare Anschauung dieses realen dreidimensionalen Modells aus ein paar Gramm Pappe ersetzen kann. Aus Deutschland.
Zwischen Himmel und Erde.
Ist der November kalt und wolkenarm, kann man mit einem milden Frühling rechnen. Die Sonne steht schon tief, mittags nur noch 20° über dem Horizont. An astronomischen Phänomenen läßt sich am 1. Dezember beobachten, wie sich gegen 17 Uhr der schmale, unbeleuchtete Mond vor die noch zu zwei Dritteln beleuchtete Venus schiebt. Nach etwa anderthalb Stunden kommt die Venus dann wieder zum Vorschein. Am 22. Dezember tritt abends gegen 18.42 Uhr der Saturnmond Titan vor den Saturn, allerdings ist sein Schatten dort nur schwer zu sehen. Dieser Transit ist etwa um 0.35 Uhr zu Ende. Anregende und lehrreiche Stunden sowie die beste Veranschaulichung der Vorgänge in unserem Sonnensystem bietet dieses Planetarium, dessen Aufbau zwar nicht eben an einem Abend bewerkstelligt ist, dafür von einem schönen Erfolgserlebnis („Es funktioniert!“) sowie ungeahnten Erkenntnissen („Ach, so funktioniert das!“) gekrönt wird.