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Komposthaufen kontrollieren und feucht halten

Komposthaufen kontrollieren und feucht halten

Während niederschlagsfreier Hitzeperioden im Sommer kann es vorkommen, daß der im Frühjahr frisch aufgesetzte Kompost zu trocken wird. Erkennbar ist das an einer rissigen Oberfläche und bröckeligen Struktur des Materials sowie dem Auftreten von Ameisen. Um zu verhindern, daß sich die für die Zersetzungsprozesse wichtigen Regen- und Kompostwürmer zurückziehen und die Rotte zum Stillstand kommt, müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Ursachen für zu trockenen Kompost

  • Durch die anfängliche Erhitzung und spätere Abkühlung des Materials ist Wasser verdunstet. Fällt nicht genug Niederschlag, um den Verlust auszugleichen, wird das Material trockener.
  • Der Kompost wurde falsch angelegt: zu wenig feuchtes und/oder zu viel trockenes, verholztes Material verwendet.
  • Der Komposthaufen wird nicht ausreichend beschattet.

Abhilfe bei zu trockenem Kompost

  • Die fehlende Feuchte künstlich zuführen und den Kompost durchdringend mit einer Brause wässern. Der Rotteprozeß kommt schneller wieder in Gang, wenn dem Gießwasser etwas flüssiger, organischer Blumendünger oder ein sogenannter Kompostbeschleuniger (zum Beispiel „Humofix“) beigegeben wird.
  • Den Kompost umsetzen, gut durchmischen und mit feuchten Materialien wie Rasenschnitt, Obst- oder Gemüseabfällen anreichern.
  • Den Kompost abdecken bzw. schattieren. Dazu eignet sich eine flächendeckende Schicht aus Grasschnitt oder eine luft- und wasserdurchlässige (Mulch-)Folie. Am besten ist es, den Kompost früher im Jahr mit wüchsigen, nährstoffliebenden Pflanzen wie Kürbis oder Kapuzinerkresse zu bepflanzen, die ihn mit ihren Blättern beschatten.
Kompost befeuchten

Zu trockenen Kompost mit einer Gießkanne befeuchten

Kürbis auf Komposthaufen pflanzen


Zur Beschattung den Kompost mit Kürbis bepflanzen

Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: Schaufel, Gießkanne mit Brause, gegebenenfalls organischer Flüssigdünger, gegebenenfalls luft- und wasserdurchlässige Folie zur Abdeckung des Kompostes.

Werkzeug für die Kompostpflege

Weitere Utensilien für die Kompostpflege

Für einen guten Untergrund. Kompostierung

Ein guter Boden ist die Grundlage jeder gärtnerischen Aktivität. Wie wertvoll diese relativ dünne, humushaltige Oberbodenschicht ist, kommt schon in der fast ehrfürchtigen Bezeichnung „Mutterboden“ zum Ausdruck. Zu Recht, denn sie ist die Voraussetzung für die Ansiedlung jeglicher Vegetation: natürlich entstandener wie auch durch Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft kultivierter. Kompost ist einer der ältesten Dünger und Bodenverbesserer: Er wird aus organischen Reststoffen des Haushalts und des Gartens hergestellt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung des Bodens und zur Ernährung der Pflanzen. Kompostierung