Ungewöhnlich vom Scheitel bis zur Sohle.
Viberg Boot aus Kanada.
Horween liefert das Shell-Cordovan-Leder für diesen einzigartigen Boot von Viberg in British Columbia. An den sichtbaren Wischspuren erkennt man den handwerklichen Farbauftrag, den dieses außer- gewöhnliche Leder nach der vegetabilen Gerbung in Chicago erfahren hat.
Der flexibel genähte Arbeitsschuh wird bei der in den 1930er Jahren gegründeten Firma Viberg gefertigt – auf hartnäckig handwerkliche Art. Nur die besten Materialien, wie hier das Shell-Cordovan-Pferdeleder, kommen in Frage. Die ausgeprägt profilierte, robuste und rutschfeste Gummilaufsohle wird aus dem englischen Leicestershire nach Britisch Columbia importiert, sie kommt von Dainite, wo man seit 1894 Sohlen herstellt.
Wie für flexibelgenähte Arbeitsschuhe der 1930er Jahre üblich, ist die Schaftkonstruktion wie folgt aufgebaut: Zur Verstärkung der Metallösen reicht die Zunge bis in die vordere Schnürung und unterlegt und stabilisiert so den ungefütterten Schaft. Die Zunge bildet unterhalb der Ösen eine Staub- und Wasserschutzfalte, nur aus diesem Grund ist sie aus geschmeidigerem Rindleder gearbeitet. Oberleder Shell Cordovan, vegetabil gegerbt von Horween in Chicago.
Schaft ungefüttert, vorderer Schuhbereich mit Kalbleder gefüttert. Brandsohle Rindleder. Absatz aus Lederschichten aufgebaut und mit Stahlnägeln versehen. Gummilaufsohle von Dainite. US Größen 6-12 in halben Größen, 13. » Viberg Shell Cordovan Boot ... 798,00 Euro
Gediegener Halbschuh.
Damen-Fullbrogue Kalbleder.
Die Form des Fullbrogue geht auf die früheren Gebrauchsschuhe des Landadels in England zurück. Die namengebenden Löcher (engl. brogueings) dienten einst dazu, das schnelle Trocknen des feuchten Schuhs zu gewährleisten. Heute sind sie nur noch dekoratives Element – und ein Erkennungszeichen für diese Art von Schuh.
Charakteristisch sind auch der mehrteilige Schaftschnitt und die aufgesetzten Flügel- und Hinterkappen. Dieses Modell ist, zumal für einen Damenschuh, sehr solide.
Wie ein klassischer Herrenschuh wird es im Goodyear-Verfahren rahmengenäht – auf einem schmaleren Damenleisten. Beim ersten Tragen wird der Schuh sich unter Umständen noch etwas unnachgiebig am Fuß anfühlen, das ändert sich aber mit der Zeit des Eintragens.
Oberleder anilingefärbtes Kalbleder (Stärke 1,3–1,5 mm). Futterleder Kalbleder, vegetabil gegerbt und ungefärbt. Brandsohle Rindleder. Laufsohle in Eichenlohe gegerbtes Rindleder. Der Absatz ist aus Leder aufgebaut und mit Messingnägeln gearbeitet. Ausballung aus Kork.
Der Schuh wird mit Schuhwachs handpoliert. Englische Größen 3,5–8 in halben Größen. In Blauschwarz und Mittelbraun. » Damen-Fullbrogue Kalbleder ... 228,00 Euro
Wolverine Damenhalbschuh.
Rahmengenäht. Oberleder Rindleder chromgegerbt. Futterleder chromgegerbtes Kalbleder. Absatz mehrschichtig aus Leder aufgebaut, mit Gummi als unterster Schicht. Brandsohle und Zwischensohle aus grubengegerbtem Leder. Ausballung aus Kork. Laufsohle aus grubengegerbtem Leder. Aufgesetzte Flügel (Wingtips). Metallösen.
Bestes Leder. Höchste Qualität.
Hergestellt wird der klassische Wingtip mit derselben Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail wie damals, ein solch sorgfältiger Einsatz alterprobter Techniken wird in den USA gerne als „Old World Standard“ bezeichnet. Das alles andere als alltägliche Oberleder kommt aus Chicago, von der berühmten Gerberei Horween, wo seit 1913 das Chromexcel®-Leder nach der gleichen Formel gegerbt wird, nur wenige Komponenten erfuhren eine „Modernisierung“. Der Gerbprozeß für das Rindleder braucht mindestens 89 Stufen – mit 28 Arbeitstagen und viel Handarbeit. Aber nicht nur das Leder, auch die Verarbeitung ist von höchster Qualität.
Gediegener Antritt. Klare Form.
Wolverine-Schuhe gibt es als Marke seit dem Jahr 1914. Anläßlich eines Firmenjubiläums werden nun die „1,000 Mile Shoes“ wiederaufgelegt – auch in dieser Damenvariante aus den 1930er Jahren. Der für ein langes Leben rahmengenähte, robuste und zugleich elegante Damenschuh tritt mit dem Stolz eines sofortigen Klassikers auf. Das Schuhwerk der 1883 in Rockford, Michigan, von preußischen Immigranten mit Gerber- und Schuhmacherhintergrund gegründeten G.A. Krause Company machte sich einst einen Namen als „1.000-Meilen-Schuhe“. Getragen wurde es, so die Werbung der damaligen Zeit, „von den Männern, die Amerika bauten“. Der Name Wolverine bezeichnet übrigens eine amerikanische Raubtierart.
» Wolverine Damenhalbschuh ... 399,00 Euro
Sitzt immer. Der Chelseaboot.
Für Damen und Herren.
Chelseaboots gibt es in etlichen Varianten, konstituierend für den Schuh sind neben der überknöchelhohen Form die seitlichen Gummi- einsätze: das Merkmal schlechthin für einen Chelsea, dadurch erhält der Schuh seine Elastizität und seine Bequemlichkeit, selbst nach stundenlangem Tragen sitzt er angenehm. Dies und der sehr gute Schluß an der Fessel sind dafür verantwortlich, daß sich dieser Schuhtyp längst als Klassiker etabliert hat. Ein durch und durch englischer Schuh.
Erfunden hat den Chelsea in den 1830er Jahren J. S. Hall, der Schuhmacher von Queen Victoria, und noch populärer haben ihn in den 1960er Jahren die Beatles gemacht, die allerdings einen spitzeren Chelsea mit geschwungenem Absatz bevorzugten.
Englische Größen 3,5–8 in halben Größen.
» Damen-Chelseaboot ... 258,00 Euro
Englische Größen 6–12 in halben Größen.
» Herren-Chelseaboot ... 278,00 Euro
Dinkelacker Hoher Schnürschuh Pferdeleder.
Für Herren.
Der Form nach ist dies ein Alltagsschuh: halbhoch, dem Fuß sicheren Halt gebend; und in der robusteren zwiegenähten Machart mit profilierter Gummi-Laufsohle belastbar und strapazierfähig.
Sehr selten und alles andere als alltäglich ist dage- gen das Leder, aus dem dieser Schuh gemacht ist – Shell Cordovan, das berühmte Leder, das aus ganz bestimmten kleineren Hautpartien (nämlich nur den Kruppen) einer speziellen Rasse von Kaltblütern entsteht.
Dinkelacker bezieht es von der Gerberei Horween in Chicago, die seit 1905 auf Pferdeleder spezialisiert ist und darauf heute ein Quasimonopol hat.
Das Leder ist von einer überragenden Qualität und sehr haltbar, seine Faserstruktur dicht und fest. Dem hohen Fettgehalt ist die gleichzeitige Weichheit und Anschmiegsamkeit des Leders geschuldet – wenn Sie ihm ein wenig Zeit des Einlaufens gönnen, wird der Schuh bald sitzen wie „angegossen“.
Der Farbauftrag – das „Oxblood“, ein tiefes Bordeauxrot, gilt als die klassische Farbe für Shell Cordovan – erfolgt von Hand; den feinen, schimmernden Glanz erhält das Leder, während es mit einer Glastrommel geschliffen wird. Diesen Schuh bekommen Sie nur bei Manufactum.
Zwiegenäht. Oberleder Pferdeleder, vegetabil gegerbt. Futterleder chromgegerbtes Kalbleder. Schmale Polsterung am Schaft. Brandsohle und Zwischensohle aus grubengegerbtem Leder (Lederstärke je 4–5 mm). Ausballung aus Kork. Robuste Gummi-Laufsohle. Englische Größen 6–12 in halben Größen.
» Dinkelacker Hoher Schnürschuh Pferdeleder ... 849,00 Euro
Halbhoch. Hochsolide. Dinkelacker hoher Schnürschuh Zwiegenäht. Für Herren.
Ein typischer Norweger, erkennbar an der markanten Naht auf dem Deckblatt und an der Spitze des Schuhs: Ursprünglich ein Arbeitsschuh der Fischer, entwickelte sich diese derbere Variante des Derby zum Straßen-, Freizeit- (und Anzug)schuh.
Dinkelacker bietet ihn in einer sehr robusten Version als halbhohen Schuh an, durch seine abriebfeste, wasserdichte Vibram®-Gummisohle ist er für Wald
und Asphalt geeignet. Eine Besonderheit ist die Doppelsohle mit Zopfrahmen: Der Schuh ist handeingestochen und handgedoppelt, zwischen der Doppel- und der Einstechnaht werden beim Nähen jeweils zwei Lederbänder mit eingeflochten. Bei dieser speziellen zwiegenähten Art der Verarbeitung läuft im Gegensatz zum üblichen Verfahren (von Absatz zu Absatz) die Naht ringsum.
Das natürliche Kalbleder, ein Rauhleder, das nur durch Bürstvorgänge und Wachs geglättet (nubukiert) wurde, entwickelt keine Patina, sondern eine Struktur, die sich durch Bürsten wieder entfernen läßt. Mit dunkelbrauner, nur leicht deckender Schuhcreme läßt sich das Leder wieder auf Glanz polieren.
Oberleder Kalbleder, chromge- gerbt und anilin- gefärbt (Lederstärke 1,2–1,4 mm). Futterleder chromgegerbtes Kalbleder (Lederstärke 0,7 bis 0,9 mm). Brandsohle und Zwischensohle aus gruben- gegerbtem Leder ( Lederstärke je 4–5 mm), Vibram®-Laufsohle aus Gummi. Ausballung Kork, Gelenkstütze Metall. Mit zwei Schnürhakenpaaren. Polsterung am Schaft. Englische Größen 6–12 in halben Größen.
» Dinkelacker hoher Schnürschuh ... 649,00 Euro
Vieles, was heute als Schuh auf den Markt kommt, ist nach Meinung mancher Fachleute ein bis zur Untauglichkeit verkommenes Massenkonsumgut – gemessen an den schuhmacherischen Selbstverständlichkeiten, die noch bis vor einer Generation galten. Diese Qualitätsmerkmale aus Zeiten, in denen der Leibschuster das Schuhwerk mit Leisten, Ahle und Klopfstein paßgenau an den Fuß schnitt, sind bis heute das Maß der Dinge.
Die Brandsohle.
Für die wichtige, im Wortsinn „fundamentale“ und von den Schustern als die „Seele des Schuhs“ bezeichnete Brandsohle im Innern des Schuhs – heute nicht selten entweder gar nicht vorhanden oder aus Pappe – ist Leder unübertroffen. Im Regelfall lassen wir Rindleder verarbeiten, es wird gerade von Füßen, die etwas zum Schwitzen neigen, gut vertragen. Trotz seiner Vorzüge wird es wegen seines höheren Preises von vielen Herstellern heute nicht mehr verwendet.
Die Laufsohle.
Das Leder für den Bodenbau von hochwertigen Schuhen, die lange halten sollen, muß dick, relativ hart, fest, aber auch biegsam sein. Es muß wasserabweisend und mit einem sehr geringen Saugvermögen ausgestattet sein. Eine vegetabile Gerbung macht das Lederfasergefüge abriebfester und haltbarer. Das beste Material für die Herstellung der Laufsohle ist nach wie vor altgrubengegerbtes Leder.
Die Zwischensohle.
Bei derberen, stark beanspruchten Schuhen wird zwischen Brand- und Laufsohle eine weitere Zwischensohle eingearbeitet. Auch sie ist (soweit vorhanden) bei unseren Schuhen aus Leder (oder aber – wie bei Trabert und Red Wing – aus Naturlatex). Die Laufsohle. Das Leder für den Bodenbau muß dick, relativ hart, aber auch biegsam sein, außerdem wasserabweisend und mit einem sehr geringen Saugvermögen ausgestattet. Daher gilt für unsere Schuhe: Die Laufsohlen sind aus grubengegerbtem oder altgrubengegerbtem Leder von Rendenbach. Bei Wander- und Arbeitsschuhen sind sie aus Gummi oder reinem Latex.
Die Ausballung.
Alle unsere Schuhe haben eine Kork-, Latex- oder Wollfilzausballung, in der sich der Fuß in kurzer Zeit ein eigenes, individuelles Bett formt. Die Gelenkfeder. Sie stabilisiert den Schuh außerhalb des eigentlichen Abrollbereiches und wirkt stoßdämpfend. Bei uns besteht sie entweder aus einem massiven Eschen- bzw. Buchenholzkeil oder aus Stahl.
Das Futterleder.
Dem Futterleder kommt eine besondere Bedeutung zu, da es die Hauptmenge der Fußfeuchtigkeit aufnehmen muß. Es ist in der Regel ein chrom- oder gemischt gegerbtes Rind- oder Kalbleder; vegetabil gegerbte Leder als Futterleder zu verarbeiten ist heute nur noch die Ausnahme – bei uns aber eher die Regel.
Die Verarbeitung.
Die Teile eines Schuhs kann man grundsätzlich auf dreierlei Weise miteinander verbinden: Man kann sie mit Holznägeln vernageln, vernähen – im klassischen Rahmennahtverfahren, im Goodyear-Verfahren oder mit der Zwienaht – sowie verkleben (wobei letzteres die heute vorherrschende Methode, bei uns jedoch nur die Ausnahme ist).
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