Warenkorb

Klare Linien, schlichte Formen. Alltägliches aus Japan

Japanische Alltagsgegenstände üben auf uns Europäer oft eine ganz eigene Faszination aus. In ihrer zurückhaltenden Gestalt sind sie zumeist ganz auf ihre Funktion, auf ihren Zweck reduziert. Und doch gelingt in ihnen dieser Minimalismus in einer Art und Weise, die für den Nutzer – und für den Gegenstand selbst – zugleich einen ästhetischen Gewinn bedeutet. Handwerkliche Traditionen folgen in Japan noch häufiger als bei uns strengen Regeln, die Teil einer Jahrhunderte währenden Geschichte sind – und die lebendig zu erhalten Aufgabe einer nicht eben größer werdenden Gruppe von Produzenten ist. Bei Manufactum haben Gebrauchsartikel aus Japan von jeher einen festen Platz im Sortiment.

Trenner
80164 Santoku

Santoku Hocho: drei Tugenden
Der japanische Name „Santoku“ (drei Tugenden) deutet bereits auf seine guten Eigenschaften beim Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse hin. Es ist das japanische Universal-Küchenmesser, das auch europäischen Kochgewohnheiten entgegenkommt.

Charakteristisch für ein Santoku ist die in einer Linie mit dem Griff verlaufende stumpfe Oberkante des Messers. Die breite Klinge steht weit unter den Griff hinaus und bietet ausreichend Platz für die Finger. Für die Schneide wird ein Kohlenstoffstahl der Kategorie Shiro 3 (= „weißer Papierstahl“, 0,8–1% Kohlenstoff) verwendet. Das Messer wird von drei Schleifmeistern aus Sakai komplett handgeschliffen.

Santoku

Von der TonTenKan-Gruppe aus Sakai. Dreilagen-Stahl, nicht rostfrei. Maschinell gewalzt, von Hand gehämmert und ausgeschmiedet. Auf beiden Seiten angeschliffen. Die Klingenzeichen sind eingeschlagen.
Klingenlänge ca. 17 cm, Klingendicke ca. 2,7 mm, Gesamtlänge ca. 32 cm. Gewicht ca. 120 g.

Trenner

Längere Klinge. Das Kenyo.

„Kenyo“ bedeutet soviel wie „sowohl als auch“. Es handelt sich hierbei um ein Messer, das zum Schneiden von Gemüse, Fleisch und Fisch ebenso dienlich ist wie zum Filetieren. Seine Form ist der des Sashimi-Messers ähnlich; wie dieses hat es eine lange, schmale Klinge, ist aber beidseitig angeschliffen und daher beim Schneiden einfacher zu führen.

Kenyo

Es wird, was heute auch in Japan eine Besonderheit ist, in Handarbeit von einem Meisterschmied gefertigt: vom Ausschmieden, Richten und Schleifen bis zur Montage des Messergriffs. Das dreilagige Material wird „ausgereckt“, also sehr dünn ausgeschmiedet. Abschließend wird die Klinge in mehreren Arbeitsgängen beidseitig an- und feingeschliffen, abgezogen (im „Honbazuke-Abzug“, einem besonders scharfen Abzug) und poliert. Balance und Schärfe dieses Messers sind ein herausragendes Erlebnis.

Von Meister Shiro Kamo aus Takefu. Dreilagen-Stahl, nicht rostfrei. Maschinell gewalzt, von Hand gehämmert und ausgeschmiedet. Beidseitig angeschliffen. Die Klingenzeichen sind mit Nadel und Hammer in Handarbeit eingraviert.

Klingenlänge ca. 22,5 cm, Klingendicke ca. 3 mm, Gesamtlänge ca. 36 cm. Gewicht ca. 110 g.

260,00 

Trenner
Japanisches Teegeschirr

Die Teezeremonie, wie sie traditionell in Japan zelebriert wird, hat eine jahrhundertealte Geschichte. Ihre Regeln sind vielfältig. Dem, der daran teilnimmt, weisen sie einen Weg – sadō, den Weg des Tees –, und sie werden geradezu als meditativ wahrgenommen. Denn darum geht es beim rituellen Genuß des heißen Getränks: Ruhe zu finden, den Alltag zu verlassen und einen Moment der Achtsamkeit zu üben. Unser Teegeschirr kann, ganz unzeremoniell, diesem Zweck genauso dienen. Es kommt von der südlichsten der japanischen Inseln, aus der Stadt Arita, deren Geschichte seit dem frühen 17. Jahrhundert mit dem Werkstoff Porzellan verbunden ist.

Arita-Porzellan.

Heute sind von den vielen Werkstätten, die es in der Stadt gegeben hat, etwa 150 noch in Betrieb: kleine Unternehmen zumeist, die mit wenigen Mitarbeitern alte Traditionen pflegen und Herstellungstechniken am Leben erhalten, die andernorts kaum noch ausgeübt werden. Schlichtes Zeugnis davon gibt unser Geschirr, Kännchen und Becher, die beide in ihrer Gestalt sehr zurückgenommen sind. Drei Farben stehen zur Auswahl.

 

Japanisches Teekännchen.

Die kleine japanische Teekanne faßt zwei bis drei Tassen. Teesieb innen. Kannenkörper und Deckel Porzellan, matt glasiert. Volumen 550 ml.
Höhe 12 cm, Ø 11 cm. Gewicht 400 g.

ab 59,00 

Japanischer Teebecher.

Der Becher folgt in seiner Gestaltung dem Teekännchen. Es ist sozusagen die europäisierte Version der in Japan typischen Teeschale. Aus Porzellan, matt glasiert. Volumen 300 ml.
Höhe 8,5 cm, Ø 9 cm. Gewicht 210 g.

ab 26,50 

Trenner

Vom Quadrat zum Kubik. Japanische Porzellangefäße.

Raum ist ein knappes Gut in Japan, und so erstrecken sich viele Wohnhäuser dort nicht in die Breite, sondern streben, um Grundfläche zu sparen, stets in die Höhe. Dieses Prinzip ins Innere eines Gebäudes (oder einer kleinen Küche) zu übertragen, helfen die folgenden Utensilien – sie müssen nicht nebeneinander plaziert werden (sie dürfen das aber durchaus), sondern können zu einem stabilen, in der Kubikmeterzahl variierenden Stapel geordnet und aufbewahrt werden.

 

Stapelbares Porzellan
Stapelbares Porzellan

Die Porzellanmasse wird in Gipsformen gegossen. Nach einer Ruhephase, die für das Aushärten und Trocknen der Masse nötig ist, wird jeder Gegenstand einzeln – und von Hand – aus der Form gelöst, entgratet und behutsam auf seine Qualität geprüft.

Ist das Gefäß gelungen, sind die Böden und Ränder gleichmäßig glatt? Am Ende dieses Prozesses werden alle Gegenstände noch mit einer transparenten Glasur überzogen.


Wir beziehen sie von einem Hersteller in Arita, der Porzellanstadt auf der südlichsten der japanischen Inseln, deren Geschichte seit dem frühen 17. Jahrhundert mit dem Werkstoff eng verknüpft ist.

Weißes Hartporzellan. Reinigung in der Spülmaschine möglich. In Deutschland bekommen Sie diese japanischen Küchenutensilien nur bei Manufactum.

Trenner
Trenner
53828 Ryoba Säge

Japanische Sägen (Nokogiri).

Welche Aufmerksamkeit in Japan der Säge als Handwerkzeug gewidmet wird, drückt sich in der Vielzahl funktionell differenzierter Typen, einer überaus aufwendigen Schneidgeometrie sowie einer sorgsamen Gestaltung des Griffs aus.
Japanische Holzsägen arbeiten auf Zug und sind deshalb leichter zu kontrollieren, und weil das Sägeblatt so auch nur auf Zug beansprucht wird, kann es dünner ausgeführt werden. Die austausch-, aber nicht nachschärfbaren Blätter aus Kohlenstoffstahl haben gehärtete Zahnspitzen, die rasiermesserscharf geschliffen sind. Die Zähne sind leicht geschränkt und ermöglichen so minimale Schnittverluste und glatte, ausrißfreie Schnittflächen. Die Sägen sind mithin nicht nur etwas für Liebhaber, sondern extrem taugliche Werkzeuge, die man nicht mehr missen möchte, wenn man einmal mit ihnen gearbeitet hat.

Die gebräuchlichste und vielseitigste japanische Säge. Das Blatt ist zweiseitig gezahnt: Dreieckszahnung (für Schnitte längs zur Faser) auf einer und Trapezzahnung (für Schnitte quer zur Faser) auf der anderen Seite.

Blattlänge 24 cm, Blattstärke 0,5 mm. Gesamtlänge 58 cm. Gewicht 200 g.

66,00 

Trenner
Trenner

Zwei Teile. Japanische Werkzeugbox.

Eine kleine Werkzeugkiste aus Japan, die sich durch die Herstellung als Tiefziehteil mit ihren runden Ecken und Kanten deutlich von europäischen Modellen unterscheidet. Ihr Korpus besteht aus zwei Edelstahlschalen, die dank mehrerer Sicken und Falzen gleichzeitig stabil und leicht sind.

Werkzeugbox Edelstahl

Das verbindende Scharnier ist aus dem Deckel gearbeitet und mit dem Unterteil verbunden.

Im Gebrauch erweist sich die Box als von handlicher Größe, ist aber dennoch groß genug, das im Hausgebrauch übliche Werkzeug vorzuhalten. Zudem überzeugt sie auch unter ästhetischen Gesichts-
punkten, so daß sie selbst in Wohnräumen nicht fehl am Platz wirkt. Aus Japan.

Höhe 11,5 cm, Breite 37,5 cm, Tiefe 17,5 cm. Gewicht 980 g. Lieferung ohne Inhalt.

159,00 

Trenner

Textile Spezialitäten. Aus Japan.

Die folgenden Hand- und Duschtücher fertigt Uchino, ein japanischer Hersteller von Badtextilien, der sich unter anderem auf die Verarbeitung von Naturmaterialien spezialisiert hat. Die Erfahrung aus über 70 Jahren zeigt sich sowohl in den außergewöhnlichen textiltechnischen Besonderheiten als auch in der Verarbeitung. Beispielsweise verwendet man bei Uchino zum Färben mineralische Färbemittel wie etwa Kohle oder Färbemittel auf pflanzlicher Basis wie bei den Tupfenhandtüchern auf dieser Seite.

69010 Japanisches Duschtuch gemustert

Modernes Gewebe,
traditionelles Muster.

Uchino fertigt diese leichten Tücher – wie auch die beiden nachfolgen- den – aus einem Doppelgewebe: Ein weißes Frottiergewebe findet sich auf der einen Seite, die andere Seite besteht aus einem ebenfalls weißen, leinwandbindigen Gewebe, das entweder mit einem blau-weißen Rautenmuster oder mit schmalen, blauen Streifen bedruckt ist.

Beide Muster, Rauten wie Streifen, gehören von jeher zu den typischen japanischen Mustern, die für die Stoffe der traditionellen Kimonos verwendet werden.

100% Baumwolle. Garnfeinheit in der Kette Nm 60/2, im Schuß und in der Schlingenkette Nm 30.

Trenner
Japanisches-Duschtuch

Handtücher. Mit Kohle gefärbt.

Für europäische Abtrocken-
gewohnheiten außergewöhnlich sind diesse japanischen Frottier-
tücher. Die anteiligen Viskose-
fasern (13%) wurden mit Kohle eingefärbt, wodurch das Gewebe seine besondere Optik erhält:

Bei den hellen Tüchern entsteht ein grau-weiß melierter Farbton, bei den dunklen ein schwarz-grau melierter. Neben der Färbung hat die Kohle auch einen überaus praktischen Effekt:

Sie wirkt geruchsabsorbierend und antibakteriell – ideale Eigenschaften, die diese Handtücher für den Einsatz im Bad prädestinieren.

Mit dem Materialgewicht von 510 g/qm sind die Frottiertücher von einer recht schweren Qualität und haben zudem einen weichen, voluminösen Griff. In Japan ist es übrigens gar nicht so ungewöhnlich, Textilien aus mit Kohle gefärbten Fasern zu fertigen. Unser Hersteller in Tokio hat darin seit mehreren Jahrzehnten Erfahrung.

87% Baumwolle, 13% Viskose. Garnfeinheit in der Grundkette Nm 40/2, im Schuß Nm 20, in der Schlingenkette Nm 15 und Nm 30/2.

Trenner
27259 Japanisches Duschtuch

Ein Tuch mit zwei Gesichtern.

Aus Japan kommt dieses – für europäische Abtrockengewohn- heiten – ganz außergewöhnliche Tuch. Das Doppelgewebe aus einerseits etwas gröberem leinwandbindigem Gewebe und andererseits feinem Frottier- gewebe, über eine Bindekette verbunden, enthält Kohle. Die eingesetzte Viskosefaser ist damit gefärbt: Das wirkt antibakteriell und geruchsabsorbierend.


Aus mit Kohle gefärbter Faser Textilien herzustellen ist in Japan nicht so ungewöhnlich; der Hersteller in Tokio hat darin seit Jahrzehnten Erfahrung.

86% Baumwolle, 14% Viskose. Garnfeinheit in Kette und Schuß Nm 70/2, Schlingenkette Nm 50.