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Die Honigbienen

Bienensterben

Mit sechs Beinen, vier Flügeln und fünf Augen durch die Welt.

Wildtiere sich gefügig und nutzbar zu machen, sie zu domestizieren, also an seßhafte Lebensweise zu binden, das war ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Nur bei einem Tier hat es nicht in derselben Weise funktioniert wie bei Rindern, Ziegen oder Schafen: bei der Honigbiene. Sie ist ein Wildtier geblieben, gleichwohl der Mensch ihre verblüffenden Verhaltensweisen und phänomenale Arbeitsleistung seit Jahrtausenden nutzt.

Ein Bienenvolk an den häuslichen Bereich anzugliedern ist dabei zunächst nicht die Schwierigkeit. Worum es bei der Bienenhaltung dann aber geht, ist das Sehen- und Spürenlernen der Natur mit den Augen der Bienen. Und da zeigt sich schon die große Herausforderung, denn die Biene hat nicht nur zwei insektentypische Facettenaugen, sondern darüber hinaus drei weitere, sogenannte Punktaugen und auch sonst feinste Sinnesorgane.  Damit kann sie sich perfekt orientieren, in der Landschaft ebenso wie im stockfinsteren Bienenstock inmitten einer Enge von zigtausend Einzeltieren.

Für den Menschen eine unvorstellbare Lebensweise. Erst recht ist es ein Wunder, wie bei einem solchen Betrieb zusätzlich noch der Nachwuchs nach einem festen Zeitplan aufgezogen wird, ganze Bautrupps am Werk sind und andere damit beschäftigt, die Nektarmengen, die von außen hereingetragen werden, in Honig umzuwandeln und für Mensch und Biene genußfertig und jahrelang haltbar einzulagern. Zudem bewirtschaftet ein Bienenvolk durch Bestäubung ein Gebiet von nahezu 50 Quadratkilometern und schafft damit eine wichtige Grundlage zu unserer Ernährung.

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Honig. Aus der Toskana.

Imkerin Donatella Baldi, Inhaberin der Azienda Agricola Sapori Mediterranei in der Kommune Pisa, betreibt drei Imkereien, zwei ortsfeste und eine Wanderimkerei, die ihre Bienenstöcke abhängig von Saison und gewünschtem Honig an unterschiedlichen Orten aufstellt. Alle drei arbeiten ausschließlich mit Naturmaterialien und Stöcken, die von den Bienen selbst gebaut wurden. Die unverwechselbaren Honige sind Ausdruck ihrer Ursprungsregion, eines bestimmten Landstrichs oder sogar eines einzelnen Naturraums.

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Imker und Bienen: Man muß das Gewusel mögen.

Wer sich mit Bienen beschäftigen möchte, der muß das Gewusel mögen. Dann sind handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil, vor allem aber Neugierde und die Bereitschaft, in diesem Metier niemals auszulernen. Denn sobald man ein Bienenvolk sein eigen nennt, übernehmen die Bienen die Führung. Grundsätzlich benötigen sie uns nicht, aber wenn wir von ihnen profitieren möchten, dann verlangen sie bestmögliche Unterstützung in ihrer spezifischen Lebensweise. Wer sich darauf einläßt, mit Bienen durch das Jahr zu gehen, der wird reich belohnt mit den mannigfaltigsten Erfahrungen: Die zarten, aber wehrhaften Tiere zeigen ihm ohne Worte, aber durch ihr Verhalten Stimmungen und Bedürfnisse an.

Er sieht plötzlich Pflanzen und Blüten, die er zuvor gar nicht kannte, gewinnt ein neues Gespür für das Wetter und das Kleinklima seines Ortes. Vor allem aber lernt er Geduld und zugleich situationsbedingtes, entschiedenes Handeln. Und Dankbarkeit, wenn nach der Honigernte, einer ordentlichen Plackerei, der Lohn für das Eingehen auf die Bedürfnisse des Bienenvolkes genossen werden kann. Mit der rechten Haltung findet er Zugang zum Bienenleben und damit Vertrauen in die Natur, Achtsamkeit und Freude.

Mescheder goldener Honig

Vom Bienenleben landauf und stadteinwärts.

Nachdem die einheimische Imkerei lange Jahre ein Altherrenclub auf absteigendem Ast war, ist seit fünf, sechs Jahren Bewegung hineingekommen: Die Imkerschaft hat die 100.000er Marke wieder überschritten und sich verjüngt. Neben dem Land wurden die Städte als gute Bienenquartiere entdeckt, was die hohe Anpassungsfähigkeit der Bienenvölker an die Umwelt beweist. Über den Eigenbedarf hinausgehende Honigmengen zu vermarkten ist bei der traditionell kleinstrukturierten Imkerei hierzulande kein Problem. Doch die Motive der neuen Hinwendung zur Honigbiene gehen über wirtschaftliche Erwägungen weit hinaus, sind stark ökologischsozial geprägt und auch mit dem Regionalitäts- und Selbstversorgungsgedanken verbunden. Und letztlich verbinden Bienen auch Menschen, denn als Imker hat man immer etwas über seine Schützlinge zu erzählen …

 

Flüssiges Gold. Mescheder goldener Honig.

von Tier und Mensch, daß er mit Gold aufgewogen werden sollte. Er hat auch schon immer als Grundlage für goldschimmernde Getränke gedient, für den Met natürlich, der aber, im Vergleich zum hier präsentierten Tropfen, ein Wein ist. In der sauerländischen Benediktinerabtei zu Meschede fand sich vor einiger Zeit eine kleine, beinahe vergessene Menge Honig aus der Klosterimkerei, und diese wurde zu einem köstlichen Likör veredelt, der ebenso rar wie überraschend ist. Wie es gelungen ist, einen derart vollaromatischen, süffigen Honiglikör mit einem langen, warmen und pfeffrigen Nachklang herzustellen, bleibt das Geheimnis der Klosterküche.

Likör. Alkoholgehalt 32,3 Vol.-%. 0,5-l-Flasche.

 

35,00 

Grundpreis: 70,00 €/1l

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Bienenfreundlicher Garten. Unterschlupf und Nahrung für Insekten

Die Bedeutung der Bienen für die menschliche Nahrungswirtschaft ist immens: Der überwiegende Teil von Obst, Gemüse und Futtermitteln entsteht nur, weil jemand die Bestäubungsleistung übernimmt. In Asien werden dafür zunehmend Menschen eingesetzt; der Erfolg dieser Bemühungen hält sich in Grenzen. In den meisten Teilen der Welt ist nach wie vor die Honigbiene dafür zuständig, und deshalb geht vom noch immer nur ansatzweise geklärten Bienensterben eine besondere Gefährdung unserer Nahrungsversorgung aus.
Bienenfreundlicher Garten

 

Die Bienenkiste. Imkern in der Stadt

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher „Beuten“, in denen man ein Bienenvolk halten kann. Die Bienenkiste ist eine Variante, die auf der Basis einer historischen Beute vom Hamburger Stadtimker Erhard Maria Klein gemeinsam mit Thomas Radetzki in Zusammenarbeit mit Mellifera e.V. entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um eine Holzkiste vom Format 100 x 43,5 x 21 cm (L/B/H), die auf ihrer Bodenseite geöffnet werden kann. Etwa drei Viertel des Innenraums bilden den Brutraum für das Bienenvolk; das letzte Viertel kann durch einen Trennschied davon abgegrenzt werden. Bienenhaltung

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