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Holunderblüten ernten

Holunderblueten ernten

Je nach Standort blüht der Schwarze Holunder von Ende Mai bis Anfang Juli. Die weißen Blütendolden duften stark nach Muskatwein und Honig und werden traditionell zu Sirup oder Gelee verarbeitet, für Holunderblütentee getrocknet oder in Pfannkuchenteig ausgebacken.

Anleitung

Holunderblüten ernten
  • Die Blüten ernten, wenn ihr Wirkstoffgehalt und Aroma am höchsten ist. Der optimale Zeitpunkt ist – während einer Periode mit trockenem, sonnigem Wetter – am Vormittag, wenn der Morgentau verdampft ist. Während länger andauernder Hitzeperioden verlieren die Blüten ihren intensiven Geschmack; sobald es regnet, verrieseln sie.
  • Nicht von Sträuchern am Straßenrand ernten.
  • Nur ganze Dolden mit vollständig geöffneten Blüten ernten; am besten nicht pflücken, sondern abschneiden. Als Sammelgefäß einen Korb verwenden, damit die Blüten locker und luftig liegen.
    Auf keinen Fall in einer Plastiktüte sammeln;
    dort würden die empfindlichen Holunderblüten schnell verderben.
  • Vor der Verwendung die (kompletten) Dolden ausklopfen bzw. schütteln, um sie von Schmutz oder kleinen Insekten zu befreien. Dann in möglichst kaltem Wasser schwenken, auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und auf einem Kuchengitter an einem luftigen, schattigen Platz trocknen.
  • Die (Einzel-)Blüten sind trocken, wenn sie sich leicht von den Stielen lösen. Dann von den Doldenstengeln abrebeln und in ein dunkles, dicht verschließendes Gefäß füllen, damit sie lichtgeschützt aufbewahrt werden und die ätherischen Öle nicht verfliegen können.

Zusätzliche Hinweise

  • Die Blüte des Schwarzen Holunder ist der phänologische Anzeiger für den Frühsommer. Im Garten bedeutet das zum Beispiel, daß – solange der Holunder blüht – noch die letzten schnellwachsenden Sommerblumen wie Ringelblume, Jungfer im Grünen, Wicke oder Bechermalve ausgesät werden können.
  • Holunderblüten sind sehr gesund; sie enthalten ätherische Öle, schweißtreibende Glykoside und zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Ein Teeaufguß aus getrockneten Holunderblüten hilft die Beschwerden bei Atemwegsinfekten, trockenem Reizhusten und fieberhaften Erkältungen zu lindern, den Stoffwechsel zu aktivieren und sanft zu entwässern. Zudem können Holunderblüten den Kreislauf stärken, bei Schlafproblemen helfen und bei Blähungen Linderung bringen.
Holunderblüten ernten

Körbe aus Weide oder Draht sind am besten zur Ernte geeignet

Holunderblüten trocknen

Die Blüten in einem luftigen Gefäß trocknen

Holunderblüten verarbeiten

Holunderblüten können zu Tee und Sirup verarbeitet oder auch in Teig gebacken werden

Zubereitung von Holunderblütentee
Zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Holunderblüten (etwa 4 Gramm) in eine Tasse geben und mit siedendem Wasser übergießen, einen Deckel auflegen und fünf Minuten ziehen lassen. Die Tropfen, die sich innen am Deckel niederschlagen, unbedingt in den Tee laufen lassen, da hierin besonders viele Wirkstoffe enthalten sind, die sich sonst in der Luft verflüchtigt hätten. Den Tee durchseihen und zügig trinken. Holunderblütentee muß immer tassenweise frisch zubereitet werden, da die Wirkstoffe sehr schnell verlorengehen.
Holunderblüten verarbeiten
Zubereitung von Holunderblütensirup
  • 30 frische Holunderblütendolden (vormittags frisch gepflückt und ganz aufgeblüht)
  • 1,5 kg Zucker
  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 30 g Zitronensäure
Anleitung
  • 2 Liter Wasser mit dem Zucker aufkochen und gerade so lange weitererhitzen, bis ein dickflüssiger Sirup entstanden ist. Anschließend die Zitronensäure einrühren und die Flüssigkeit auf Handwärme abkühlen lassen.
  • Inzwischen die Holunderblüten vorbereiten. Zunächst ausschütteln und eventuell vorhandene Insekten entfernen, dann sorgfältig die Stengel entfernen bzw. die Einzelblütchen von den Doldenstengeln abstreifen. (Es lohnt sich, gewissenhaft zu arbeiten, um das frische, duftige Blütenaroma nicht mit den bitteren Tanninen der Stengel zu beeinträchtigen.)
  • Die Blüten zusammen mit den in dünne Scheiben geschnittenen Zitronen in einen großen Topf schichten und mit dem lauwarmen Sirup übergießen. Diesen Ansatz drei Tage an einem kühlen, dunklen Platz ziehen lassen.
  • Anschließend den Sirup filtern (mit einem Sieb und Musselintuch) und in mit kochendem Wasser ausgespülte, saubere Flaschen abfüllen.

Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: Schere mit schmalen, spitzen Klingen oder scharfes Messer, Erntekorb, Küchenpapier und Kuchengitter, getönte, dichtschließende Aufbewahrungsgläser, gegebenenfalls Zubehör für die weitere Verarbeitung zu Sirup, Gelee oder anderem.