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Hecke schneiden

Hecke schneiden

Dichte, grüne Hecken sind eine ideale Grundstücksbegrenzung. Sie schaffen ein günstiges Kleinklima, dienen als Sicht- und Windschutz, dämpfen Straßenlärm und filtern verschmutzte Luft und Staub.

Anleitung

Hecke schneiden
  • Für laubabwerfende Hecken, die nur einmal im Jahr geschnitten werden sollen, ist jetzt der beste Zeitpunkt für den Schnitt. Zum einen kann man nun sicher sein, daß alle Vogelnester verlassen sind; zum anderen sind die Pflanzen jetzt so wüchsig, daß die Hecke schnell wieder „blickdicht“ zuwächst. (Ein zweiter Schnitt kann bei Bedarf im Februar oder März erfolgen.)
  • Nur mit einer scharfen Schere mit sauberen, nicht mit Pflanzensaft verklebten Schneidblättern arbeiten. Die Arbeit geht damit leichter von der Hand, und die Wundflächen für die Pflanze sind bei glatten, sauberen Schnitten so klein wie möglich.
  • Nicht ins alte Holz schneiden, sondern nur bis zur Basis des Neuaustriebs. Eine gespannte Schnur hilft, die Übersicht über die gewünschte Form zu behalten.
  • Die Schnittarbeiten am besten bei bedecktem Himmel durchführen; starke Sonneneinstrahlung und große Hitze können zur Schwächung oder Schädigung der Pflanzen führen.

Die drei üblichen Varianten für die Form einer Hecke

Hecke in Bogenform
  • Die Kastenform (mit rechteckigem Querschnitt): Diese Form sollte nur bei schattenverträglichen Arten wie Hainbuche, Eibe oder Rotbuche Anwendung finden. An die unteren Bereiche kommt in der Regel deutlich weniger Licht als an die oberen, dies könnte bei diesbezüglich empfindlichen Gehölzen zu einem Verkahlen führen.
  • Die Bogenform (mit oben halbrundem Querschnitt): Diese Form bietet sich für ausladend wachsende Sträucher wie Kirschlorbeer, Liguster oder Berberitze an. Sie verzeiht kleinere Fehler in der Schnittausführung, die bei einer Form mit akkuraten Kanten viel eher ins Auge fallen würden. Die Hecke sollte sich nach unten etwas verbreitern, damit eine gleichmäßige Belichtung aller Bereiche sichergestellt ist.
  • Die Trapezform (mit trapezförmigem Querschnitt): Sie ist universell für alle Hecken einsetzbar. Da sich der Querschnitt nach unten verbreitert, bekommen auch die bodennahen Triebe genügend Licht, so daß die Hecke bis zum Boden dicht und grün ist.

Es wird benötigt:

Werkzeug: Heckenschere mit scharfen, sauberen Blättern.
Zubehör: gut sitzende, eher dünne Arbeitshandschuhe, gegebenenfalls Schnur, um die gewünschte Form zu markieren, Leiter bei hohen Hecken, (großes) Sammelgefäß für Schnittgut.

Gartenscheren. Eine für jeden Zweck

Für jede Schneidarbeit gibt es ein spezielles Gerät. Einfacher wird also die Auswahl, wenn man sich zunächst die Frage stellt, was geschnitten werden soll – eine Blumenschere eignet sich schließlich nicht zum Schnitt von Ästen und rückte man umgekehrt den Blumen im Garten mit einer Astschere zu Leibe, würde das die Pflanze nur schädigen. Je nach Verwendungszweck unterscheiden sich Gartenscheren hauptsächlich in der Größe ihrer Blätter und Griffe. Eine Heckenschere, mit der man beim Rückschnitt eher in der Fläche arbeitet, hat z.B. lange Blätter, im Verhältnis dazu aber recht kurze Griffe.
Gartenscheren