Väterchen Staat oder: moderner Paternalismus.

Hausnachrichten SK 2015 Paternalismus Marionette

Daß ein Staat Regeln für das Miteinander seiner Bürger setzt und ihre Einhaltung überwacht, ist eine seiner Kernaufgaben. Welche Regeln es sind, darüber entschieden einst fürstliche Landesväter, die dabei vornehmlich ihre unmündigen Landeskinder auf den rechten Weg zu bringen vorgaben – mit Vorschriften und Gesetzen als Gängelband. Dann kam die Zeit der Revolutionen. Staaten sollten fortan moderne Gebilde sein, in denen freie Bürger über ihre eigenen Geschicke bestimmen, und sie sollten Werkzeuge zur Erfüllung dieses Anspruchs zur Verfügung stellen.
Väterchen Staat oder: moderner Paternalismus

Beflügelte Kindheit: die Reise des Nils Holgersson.

Hausnachrichten SK 2015 Nils Holgersson Die Andere Bibliothek

Die wirklichen Reisen finden im Kopf statt, heißt es. Sie führen an besondere Orte, etwa bei Herman Melville, dem Autor des „Moby Dick“: „It is not down on any map; true places never are.“ Wovon hier nun berichtet wird, ist auf Karten genau verzeichnet – und gerade darin liegt vielleicht die Überraschung, denn die Reise erfolgt auf dem Rücken von Wildgänsen und setzt daher schon einmal als dramaturgische Wendung voraus, daß ein zum Gnom geschrumpfter 14jähriger sie antritt: ohne Kindersitz und Anschnallgurt – viel Platz für Phantastisches also.

 

Die Reise des Nils Holgersson

Aufbruch ins Ungewisse. Vom Reisen.

Peilkompass Meridian Pro

Reisen bildet, so sagt man. Es öffnet sogar Horizonte, realiter und im übertragenen Sinn. Weniger gilt dies jedoch für seine organisierte Ausprägung, die Stefan Zweig im Essay „Reisen oder Gereist-Werden“ schon 1926 treffend beschreibt: „Mathematische Organisation hat ihnen allen (den Reisenden, Anm. d. Red.) die Reise schon vorgedacht, vorbereitet, sie brauchen nicht zu suchen, zu rechnen mehr; (…) die Museen, die Sehenswürdigkeiten stehen sperrbereit bei der Ankunft geöffnet (…). Die Zeit ist vorgerechnet für jeden Blick, die Straße gewählt nach bester Erfahrung: wie bequem dies alles!“
Vom Reisen

Dada, Handwerk und Notensatz: Vogelstimmen.

Hausnachrichten SK 2015 Mascha Lohe Vogelstimmen Handwerk Francois Morel

Was war da, bevor ­Dada da war? Die Antwort könnte lau­ten: die Vögel und die Orni­thologen, die ihren Gesang lautpoetisch mit Worten zu beschreiben versuchten. In alten Natur­führern findet man diese kleinen Sprachkunstwerke noch; dort äußert sich der Haussperling mit „tschilp“ oder „tscherittitit“, das Rebhuhn gurrt „girreck“, der Gelbspötter singt „dede­roid“ oder „tetedwi“ – und wenn es ganz ausführlich wird, ähneln die Beschreibungen dem „Fümms bö wö tää zää Uu“ der Schwitterschen Ursonate. Solche Sprachbeschreibungen waren vor Erfindung der Klang­aufzeichnung die einzige Möglichkeit, Vogellaute ...
Dada, Handwerk und Notensatz: Vogelstimmen

Wie man sich ­bettet: ­Daunen.

Hausnachrichten Daunen Feder

Dort, wo sich der Mensch während des Schlafs warmhalten muß, greift er zu einer Bettdecke. Aus welchem Material ihre Füllung besteht, hängt dabei von den persön­lichen Vorlieben und dem indi­viduellen Wärmebedürfnis ab. Ganz klassisch sind Federbetten: Ob als Plumeau oder Kassettendecke konfektioniert, wärmen ihre Daunen mehr als jedes andere Füllmaterial. Auch hinsichtlich Weichheit und Leichtigkeit bleiben sie unübertroffen – wenn es die richtigen sind, denn es eignen sich nur die Daunen und Federn von Wasservögeln wie Enten oder Gänsen als Füllmaterial für Federbetten.
Wie man sich bettet: Daunen

Schule praxisnah. Das Projekt „Tomatenadel“.

Tomaten besonders wohlschmeckend

Kurz „Tomatenadel“ nennt sich ein bemerkenswertes Projekt, das die engagierte Biologielehrerin ­Adelheid Coirazza an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln-Porz 1997 ins Leben gerufen und bis zu ihrer Pensionierung im Sommer 2014 betreut hat. Gemeinsam mit ihren Schülern sammelte die erfahrene Hobbygärtnerin Tomatensaatgut aus aller Herren Länder und zog daraus Pflänzchen. Der Großteil der Samen stammt von historischen Sorten, die älteste von ihnen mit dem Namen ‘Poma Amoris Minora Lutea’ wurde bereits Mitte des 16. Jahrhunderts beschrieben.
Das Projekt "Tomatenadel"

Weiberwalz. Gläserne Dokumente einer Reise.

Weiberwalz Teaser

Einmal um den Globus reisen – während die meisten Menschen diesen Traum bloß hegen, haben ihn sich die Glasmacherinnen Franca Tasch und Louise Lang erfüllt. Besser noch, sie beließen es nicht bei der bloßen Reise, sondern machten sich zur Walz rund um die Welt auf. „Weiber­walz“ nannten sie ihr Vorhaben, und wie jeder Wandergeselle weiß: Wer über den Horizont ­hinausgeht, bereichert seinen Blick. „Auf unserer Reise wollen wir zeigen, daß Frauen durchaus professionelle und leidenschaftliche Glasmacher sind, die über den Tellerrand ihrer eigenen Region hinaus­schauen“, erzählten uns ...
Weiberwalz. Gläserne Dokumente einer Reise.

Gartentage bei Manufactum in Waltrop. Am 24. und 25. April 2015

Gartentage Waltrop 2014

Freitag, 24. April, 11–19 Uhr · Samstag, 25. April, 10–18 Uhr
Am Freitag, 24. April, und am Samstag, 25. April, veranstalten wir auf dem Gelände der Zeche Waltrop die traditionellen Manufactum Gartentage. Es erwarten Sie wie gewohnt Verkaufsstände mit Tomaten-, Kräuter- und Gewürzpflanzen, mit Stauden und Obstgehölzen. Sie können das Gartenzubehör und die Gartenwerkzeuge – die niederländische Werkzeugschmiede Sneeboer etwa ist mit einem eigenen Stand vertreten – aus unserem Sortiment in Augenschein nehmen.
Manufactum Gartentage


» Hier können Sie die Hausnachrichten Sommer 2015 als pdfPDF-Dokument herunterladen.

 


 

V.i.S.d.P.: Manfred Ritter und Dr. Christopher Heinemann.
Manufactum GmbH & Co. KG, Hiberniastraße 5, 45731 Waltrop
Redaktion: Franziska Baumgärtner, Markus Althaus, Ines Holz, Barbara Römer, Wolfgang Thoeben
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