Gutes aus Klöstern 2012/2013

Eingelegte Himbeeren Müsliriegel mit Honig Kreuzfahrerwasser EDT Manschettenknöpfe Mokume Gane Laacher Meditationsglocke

Mit dieser 13. Ausgabe unseres Kataloges „Gutes aus Klöstern“ möchten wir Ihnen nicht nur viele vertraute und einige neue klösterliche Produkte präsentieren, sondern darüber hinaus unsere zweite Ausgabe eines kleinen Magazins der klösterlichen Kultur.

 

Die Beiträge, die sich auch als Themen unten auf dieser Seite wiederfinden, sollen helfen, das landläufige Bild vom Kloster aus seiner vielfach nostalgischen Überzeichnung zu befreien. Klöster haben mehr anzubieten als Wellness für Leib und Seele, sie sind spiritueller Lebensraum, praktizierte Solidargemeinschaft. Ihre Kulturleistungen über die Jahrhunderte sind enorm – sei es etwa in Hinblick auf die Wertschätzung menschlicher Arbeit oder auf die Entwicklung von Wein- und Gartenbau, Landwirtschaft, Heilkunde, Architektur, Bildung, Musik und Schriftkunde.

Klostermodelle. Gnadenthal und Plankstetten

Kloster Gnadenthal

Schlaglichtartig und beispielhaft schauen wir uns zwei ganz unterschiedliche Orte klösterlichen Lebens und Wirkens in Deutschland an, deren Genius aus dem hohen Mittelalter herrührt und bis heute lebendig ist, mit anderen Worten: zukunftsfähige Gegenwart, Geistesgegenwärtigkeit. Da ist zum einen Gnadenthal im Taunus, ein Kloster mit ganz besonderer Struktur, das mit seinem Dorf verschmolzen ist. Und zum anderen ist da die alte Benediktinerabtei Plankstetten im Sulztal, von der entscheidende Impulse für den modernen biologischen Landbau ausgegangen sind. Klostermodelle

Klingende Bronze. Glocken aus Maria Laach in der Eifel

Laacher Tischglocke

Ursprünglichste Faszination wohnt dem Handwerk der Glockengießer inne, die sich aus ihrem Umgang mit Feuer und kochender Bronze ebenso speist wie aus ihren geheimen Künsten, Klang und Form der Glocke vorauszuberechnen. Erfahrung und Geschick des Gießers bestimmen darüber, mit welchem Klang die Menschen zum Kirchgang gerufen werden. So nimmt es nicht wunder, daß es unmöglich erscheint, hier auf engstem Raum Mythos und Handwerk auch nur ansatzweise auszukosten. Die hier vorgestellten Glocken entstammen einer der wenigen Glockengießereien Deutschlands und noch dazu der einzigen Klosterglockengießerei der Welt: aus Maria Laach. Glocken

Aus Königsmünster in Meschede. Knäcke- und Früchtebrot

Knäckebrot natur

Knäckebrot ist eines der vielen kulinarischen Beispiele, da man aus der Not eine Tugend gemacht hat. Denn ursprünglich ging es darum, ein Brot mit möglichst langer Haltbarkeit zu backen. Pater Werner backt es puristisch und in zwei verfeinerten Varianten, die praktisch keinen Brotbelag mehr benötigen. Knusprige Printen (ihr Geheimnis liegt in kleinen Kandisstückchen) empfehlen sich zum Beispiel auch als Wanderproviant, da sie nahrhaft und würzig sind und nicht brechen. Knäcke- und Früchtebrot

Terroir. Kloster Neustift

Kloster-Neustift

Am Kloster Neustift beginnen die Weinberge auf 600 m und klettern bis fast 900 m hinauf. Hier herrscht ein Klima, das für die fruchtbetonten Weißweinsorten wie geschaffen ist. Sie fühlen sich hier sehr wohl, denn sie mögen es grundsätzlich nicht zu heiß und brauchen das Wechselspiel zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten. Dadurch entwickeln sich die Aromen besonders gut, und die anregende Säure bleibt auch erhalten. Komplex ist die Abstimmung Sorte und Lage. Denn kaum ändern sich Ausrichtung, Hangneigung oder Höhenlage eines Weinberges, verändert sich das Mikroklima so sehr, daß nur durch einen Sortenwechsel die Potentiale dieser Kleinstlagen optimal genutzt werden können.
Terroir

Ordensschwestern

In der Kirche des Benediktinerinnenklosters Bouzy-la-Forêt.

„Es gibt Tage, an denen war ich vielleicht überhaupt nicht fromm, aber dafür nett zu 250 Menschen“, beendet Sr. Georgia die Ausführungen zu ihrer Berufungsgeschichte und ihres Lebens als Ordensfrau der Missions-Benediktinerinnen in Wessobrunn. Nun ist es seit einigen Tagen bekannt: das Kloster wird in der nächsten Zeit verkauft werden. Die Welt der Nonnen, ist sie eine aussterbende? Und wieviel haben wir bisher mitbekommen, bekommen wir heute mit von dem so oft verborgenen Leben der Schwestern, von ihrer Entschiedenheit, Hingabe und Passion? Es ist auffällig, daß gerade in letzter Zeit einige Publikationen genau auf diese Frage Antworten gesucht haben.
Ordensschwestern

Gregorianischer Choral. Mit Ohr, Hand, Herz und Mund

Neumen

Die Musik des Abendlandes singt und klingt seit mehr als 1.400 Jahren und hat die Kulturräume Europas mit ihren von Vielfalt und Fülle geprägten Werken und durch ihre Entwicklung zur Mehrstimmigkeit bereichert. Sie beginnt also nicht etwa – wie in vereinfachten Darstellungen oft zu finden – bei Bach und Monteverdi. Ihre Quellen und Wurzeln liegen in den einstimmigen, lateinischen Kultgesängen des Christentums, die nach dem Papst Gregor dem Großen unter der Gattungsbezeichnung „Gregorianischer Choral“ gefaßt sind.
Gregorianischer Choral

Der Klostergarten von St. Severin

Kloster Magenwohlkräuter

"In einem Klostergarten geht es um den Einklang mit der Schöpfung, man lernt die Pflanzen als empfindliche Wesen kennen", berichtet Abt Klaus aus der ökumenischen Zisterzienserabtei St. Severin in Kaufbeuren. Der Umzug des Klosters vor zwei Jahren bedeute für die Gemeinschaft, auch den zugehörigen Klostergarten lassen zu müssen – einen Biotop-Wildkräutergarten, in dessen Bestand sich viele seltene Kräuter aus aller Welt befanden. Am neuen Standort ergab sich jedoch die Möglichkeit der Anlage eines Zwölffelder-Klostergartens wie er aus mittelalterlichen Klosterplänen bekannt ist.
Klostergarten St. Severin

Gedanken über den Klostergarten. Benediktinerabtei Beuron

Kloster Beuron

"Ich mag Sträucher und Bäume sehr gerne", berichtet Br. Felix OSB, Gärtnermeister der Benediktinerabtei Beuron. "Sie sind wie gute treue Freunde, die jahrelang am selben Ort stehen und einen zu grüßen scheinen, wenn man ihnen begegnet. Sie strahlen Ruhe und Beständigkeit aus und sind doch immer unterwegs zum nächsten Stadium des Wachsens und Reifens. Die Pflanzen wachsen in der Regel nach oben, dem Licht oder dem Himmel zu. Gleichzeitig verankern sie sich immer mehr in der Erde. Das richtige Verhältnis zum Himmel und zur Erde ist eine Voraussetzung für Beständigkeit und Wachstum."
Klostergarten

Damaszenerstahl. Die Schmiede der Abtei Königsmünster

Gürtelschließe Damaszener Stahl

Das Schmieden in Damaszener- oder Damasttechnik, also das Verschweißen unzähliger Lagen Stahl zu einem besonders haltbaren und zugleich elastischen Werkstück, ist die Vollendung aller Schmiedekunst. Pater Abraham, der die Schmiede der Abtei Königsmünster in Meschede leitet, hat sich seit einiger Zeit dieser Kunst verschrieben. Auf der folgenden Seite erfahren Sie mehr über die erstaunlichen Möglichkeiten des Materials und seine Wandlung zum Schmuckstück oder Brieföffner. Damaszenerstahl

Klösterliche Arbeit. Von Ursprung und Praxis

Klösterliche Arbeit

Es waren die Klöster, die im Abendland die Wertschätzung der Arbeit wesentlich verändert haben. In der griechischen Antike galt sie – vom Landbau bis zum Kunsthandwerk – als niedrigste Stufe menschlicher Tätigkeit, als mit der Würde freier Männer unvereinbar. Im Alten Testament war sie den Menschen als Buße auferlegt, im Schweiße deines Angesichtes sollte er sein Brot essen. Das Neue Testament erst gab der Arbeit einen selbstverständlichen Platz im Leben, ganz Selbstzweck oder zum Götzen werden aber soll und darf sie nicht.
Klösterliche Arbeit

Klosterarchitektur. Der Kreuzgang

Abtei Novy Dvur

Zwischen den Klöstern klassischer Bauweise im Abendland und solchen aus dem östlich-orthodoxen Kulturkreis gibt es einen klaren und jedem sofort ins Auge fallenden architektonischen Unterschied: den Kreuzgang. An den Kreuzgang sind alle wichtigen Bauteile und Räume des Klosters wie Kirche, Speisesaal, Kapitelsaal und die Wohnräume der Mönche angeschlossen. Im Osten hingegen findet man die Kirche im Zentrum der Anlage, so daß es einen Kreuzgang gleichsam als Hauptverkehrsader des Klosters nicht gibt. Zwei grundlegend unterschiedliche Konzepte also...
Kreuzgang

Vom Fuße des Mont Ventoux. Provenzalische Olivenöle

Provenzalisches Olivenöl

Öl, Wein und Brot sind urmenschliche Nahrungsmittel und haben im Christentum eine reiche symbolische Bedeutung. So kommt es nicht von ungefähr, daß die Benediktiner in der provenzalischen Abtei St. Madeleine in Le Barroux sich gerade der Herstellung dieser drei Lebensmittel widmen und – als einziges Kloster in Frankreich – eine Ölmühle betreiben. Drei verschiedene Öle sind es, die sie erzeugen und denen sie provenzalische Namen gegeben haben, um die geschmackliche Verschiedenheit anzudeuten. 
Provenzalische Olivenöle

Klosterneuburger Gewürztraminergipfel 2011

Einladung zur Weinverkostung

Fünf Leiter klösterlicher Weingüter aus Österreich, Südtirol und Ungarn, allesamt Weinenthusiasten, fanden sich im Januar 2011 in der Vinothek Klosterneuburg ein, um einige Stunden mit einem ihrer Lieblingsweine zu verbringen: mit dem Gewürztraminer. Nicht so sehr auf „wissenschaftliche“ Erkenntnisse hatten sie es abgesehen oder gar auf die Vergabe von „Punkten“, sondern auf die vielen Facetten, die sich zwischen Terroir und persönlichem, emotionalem Geschmacksempfinden einstellen können. Momentaufnahmen aus Degustation und Gespräch finden Sie auf der folgenden Seite.
Klosterneuburger Gewürztraminergipfel 2011

Klosteralltag. Zwischen Aktion und Kontemplation

Klosteralltag

Zwei Pole sind es, die Spannung und Dynamik des Klosterlebens aufbauen: das tätige und das beschauliche Leben, „vita activa“ und „vita contemplativa“. Diese beiden Begriffe der antiken Philosophie sind existentielle Begriffe des menschlichen Lebens und von daher nicht auf den Raum des Klosters beschränkt. Schaut man sich die vielen klösterlichen Produkte in diesem “Katalog” an, so mag der Gedanke naheliegend erscheinen, daß in diesen Klöstern die Aktivität einen großen Stellenwert einnehmen müsse. Andererseits sind es doch gerade die sogenannten „beschaulichen“, „kontemplativen“ Orden, die einen Großteil dieser Waren herstellen. Klosteralltag

Kartäuser. Das Kreuz steht, während die Welt sich dreht

Élixir Végétal

Während die Welt sich dreht, verbringt der Kartäuser sein Leben in seinem Kloster. Und das ist schon so seit der Gründung des Ordens durch den hl. Bruno von Köln, der im 12. Jahrhundert auf der Suche nach immer mehr Einsamkeit und Innerlichkeit in den französischen Voralpen seinen Ort fand: das Gebirgsmassiv der Chartreuse, von dem der Orden seinen Namen erhielt und wo die große Kartause steht, die Grande Chartreuse, das Mutterkloster. Daß einer der kleinsten Orden zur größten Klosterlikörbrennerei überhaupt gekommen ist, verdankt sich nicht einer alten Klosterapotheke oder geheimen Forschungen, sondern zunächst einmal: dem Zufall. Kartäuser

Musik und Architektur

Musik und Architektur

Das deutsche orthodoxe Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im Weserbergland ist im letzten Jahr zwanzig Jahre alt geworden, doch die Klosterkirche muß noch gebaut werden. Die Pläne dazu hat Archimandrit Johannes seit langem erstellt, auf ihrer Grundlage erläutert er die geistigen Grundlagen orthodoxer Architektur. Indem die Maßverhältnisse des Tempels den reinen Naturintervallen entsprechen, wird er selbst harmonischer Raumklang. So ist die Vierung von den Proportionen der Oktave, der Doppeloktave und der Quinte beherrscht, den musikalischen Symbolen für Ganzheit, Kosmos, überhimmlische Welt und geistiges Königtum.
Musik und Architektur

Dreifaltigkeitskloster Buchhagen

Das heilige Dreifaltigkeitskloster Buchhagen

Vor zwanzig Jahren wurde im beschaulichen Buchhagen der Grundstein des orthodoxen Dreifaltigkeitsklosters gelegt. Abt Johannes gelang es damit, seinen Traum von einem deutschen orthodoxen Kloster zu verwirklichen. Jahre zuvor war er auf dem Athos in den Überlieferungsstrom der byzantinischen Kloster- und Weltkultur eingetaucht und wagte, dies alles nach Deutschland zu verschiffen – aber nicht als ein exotisches Museum, sondern als lebendiges Kloster, das sich dem ältesten christlichen Kulturerbe verpflichtet weiß. In Handarbeit stellen die vier Mönche Johanniskraut-Hautöl und einen Kirschlikör her.
Kloster Buchhagen

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