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Gretsch Kaffeekanne 1382 Blaublüten

Menge


Bestellnummer: 78690

Preis: 70,00 Euro

Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation – Gretsch Kaffeekanne 1382 Blaublüten

Volumen 1,45 l. Gewicht 710 g.

Ein Jahrhundertgeschirr:

Hermann Gretsch war einer der überragenden Gestalter des 20. Jahrhunderts. Theodor Heuss, selbst seit 1913 Mitglied und zeitweise gar Geschäftsführer des Deutschen Werkbundes (und 1949–1959 erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland), beschrieb den aus Augsburg stammenden Architekten so: Gretsch sei weder Puritaner noch Asket, er wisse auch um Schmuck, Spiel und Überschwang, doch sei sein Sinn auf das Beständige gerichtet, die bleibende Grundform, die den Alltag nicht mit Pathos, ewiger Feierlichkeit oder dekorativer Unruhe verwirre. Die Form Arzberg 1382 entstand 1931, wurde bereits kurz nach ihrer Entstehung mit hochkarätigen Preisen ausgezeichnet (Goldene Medaille der VI. Triennale in Mailand 1936, Goldene Medaille der Pariser Weltausstellung 1937) – und hat inzwischen drei Generationen begleitet. Wir bieten den Klassiker seit mehr als zehn Jahren an, undekoriert und seit einiger Zeit auch dekoriert.

Das Gretsch Kaffeeservice. Hier: mit Blaublütendekor.

Blaublüten, ein Arzberger Verlagsdekor des Gestalters Max Richter, wird seit 1935 produziert. Das noch von Gretsch autorisierte Fonddekor zeigt blaue Blütenranken auf weißem Grund und wird – mit Ausnahme der feinen blauen Umrißlinien – nicht von Hand gemalt (was es nachgerade unerschwinglich machen würde), sondern mittels Schiebedruck aufgebracht. Bei dieser recht aufwendigen Technik wird das Dekorbild in einer Siebdruckerei auf Spezialpapier gedruckt, mit einer feinen Lackschicht überzogen, ausgeschnitten, kurz in Wasser gelegt und dann vom Papier auf den zu dekorierenden Artikel übertragen bzw. „geschoben“, angerakelt und dann gebrannt.

Industrieform.

In den fast drei Jahrzehnten von 1907 - dem Gründungsjahr des Deutschen Werkbundes - bis 1933 gab es in Deutschland bemerkenswert ernsthafte und insgesamt erstaunlich wirksame Anstrengungen, gegenüber der industriellen Massenproduktion kulturelle Ansprüche geltend zu machen. Gestaltung als »Zivilisationsarbeit«, nicht als Zuckergießerei, Design als Kultur- und nicht als Verkaufsargument. Das, was später als »deutsche Industrieform«, als die speziell »deutsche Industriekultur« und noch später als »deutsches Design« bezeichnet wurde, hat hier seine Grundlage.
Eines von vielen Beispielen dafür bieten die Einflüsse, die Werkbund-Gestalter in den 30er Jahren auf die in der keramischen Industrie sich mächtig ausdehnende Serienfertigung ausübten. Damals - »zeitgemäß« waren die üppigen Formen des Art déco - entstanden Tafelservice, die in aller Welt stilbildend wirkten und heute allesamt als »Phänomen« gelten: Das »Hallesche Service« von Marguerite Friedländer (Burg Giebichenstein), das »Urbino« von Trude Petri in Berlin und das folgende, das unter den großen Entwürfen der 30er Jahre allein deshalb eine Sonderstellung einnimmt, weil es - anders als die anderen - tatsächlich seit fast siebzig Jahren ununterbrochen im bayerischen Arzberg von der dort ansässigen, gleichnamigen Porzellanfabrik hergestellt und vertrieben wird: Das »Gretsch-Service« oder auch »Arzberg 1382«.

Hinweis:

Die undekorierten und dekorierten Teile sind spülmaschinenbeständig sowie mikrowellengeeignet.

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