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Geschmiedet. Woran man ein gutes Werkzeug erkennt

Werkzeugherstellung
Gutes Werkzeug erkennen

Bei einem guten Werkzeug ist der Kopf in der Regel aus einem Stück Metall funktionsgerecht geschmiedet – und nicht etwa nur in die passende Form gestanzt. Denn nur beim Schmieden kann auf das Werkstück in allen Einzelheiten eingegangen und das Material an jenen Stellen verdichtet und verstärkt werden, wo dies aus funktionellen Gründen erforderlich ist. Gestanztes und geschweißtes Blech ist dagegen, schon allein aufgrund seiner einheitlichen Dicke, weniger belastbar, da es an den stark beanspruchten Stellen nicht die notwendige Verstärkung bieten kann und Schweißnähte das Material schwächen können.

Trenner

Für den Werkzeugkopf: Kohlenstoff- oder Edelstahl.

Für viele Werkzeuge ist die Verwendung eines Stahls mit hohem Kohlenstoffanteil die beste Wahl, denn gehärtet und angelassen ist Kohlenstoffstahl sehr stabil, zugleich überaus elastisch und kann zu schärfsten Klingen und Kanten gearbeitet werden – ein unschätzbarer Vorteil, wenn Hacken, Jäter und Schneidwerkzeuge häufig in Gebrauch sind. Gartenwerkzeuge aus Edelstahl haben andere Vorteile: Sie sind rostfrei, sehr pflegeleicht und somit praktisch unverwüstlich. Zudem sind die Funktionsteile extrem stabil – Spaten und Gabeln aus Edelstahl sind daher für die Arbeit in sehr schwerem, steinigem Boden besonders gut geeignet. Durch die geringere Flexibilität lassen sie aber – zumindest im Vergleich zu Werkzeugen aus Kohlenstoffstahl – eine gewisse „Mitarbeit“ vermissen.

Für Stiele und Griffe: taugliche Hölzer.

Werkzeugstiele aus Holz sollen zwei Bedingungen erfüllen: Haltbar müssen sie sein und recht biegsam, um Stöße abfedern zu können; hart, aber nicht so hart, daß sie beim Kontakt des Werkzeugs mit schwerem Boden oder auf Stein brechen. Für langstielige Geräte ist daher Eschenholz die beste Wahl, weil es zäh, dabei aber sehr elastisch ist. Hickory, das Holz der nordamerikanischen Walnuß, wiegt schwerer als das der Esche, ist aber ebenso geschmeidig und stabil. Man wählt es deshalb in der Hauptsache für die Stiele von Äxten und Beilen.
In Japan wird traditionell leichtgewichtiges Arbeitsgerät bevorzugt – weshalb Stiele und Griffe dort häufig aus dem besonders leichten Holz der Scheinkastanie oder des Blauglockenbaums gefertigt werden und somit kaum eigenes Gewicht mit sich bringen. Neben der Art des Holzes ist ein möglichst makelloser Wuchs ohne Äste und andere Unregelmäßigkeiten ein weiteres Kriterium für gute Werkzeugstiele. An solchen Stellen würde der Stiel bei Belastung früher oder später reißen oder gleich brechen. Ebenso wichtig ist der Verlauf der Jahresringe im Holz. Er sollte – vor allem bei langen Stielen – möglichst senkrecht sein, um so die Bruchgefahr auf ein Minimum zu senken und jene mitschwingende Stabilität zu gewährleisten, die einen guten Werkzeugstiel auszeichnet.

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Stabile Verbindungen.

Die am stärksten beanspruchte Stelle bei Werkzeugen ist das Verbindungsstück zwischen Kopf und Schaft. Metallbänder oder sogenannte Tüllen bewirken, daß sich das weichere Holz gegen den härteren Stahl bewegen kann und durch eine gewisse Flexibilität die Bruchgefahr reduziert wird. Durchgeschmiedete, möglichst lange Tüllen und Bänder gewährleisten eine hohe Stabilität, Niete sorgen für eine sichere Befestigung.
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