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Gärtnern ohne Torf

Lebensraum-Moor

Den Lebensraum Moor schützen. Gärtnern ohne Torf.

Gefährdete Naturlandschaft. Jedes Stück Torf war einst ein Stück Moor. Er bildet sich nämlich nur dort, wo durch eine ständige Übersättigung mit Wasser und dem damit einhergehenden Sauerstoffmangel die Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile nicht vollständig ablaufen kann. Dieser Prozeß läuft sehr langsam ab; eine Torfschicht wächst pro Jahr nur um etwa einen Millimeter.

Mit der Entnahme eines Kubikmeters Torf wird also das Ergebnis einer etwa 1.000 Jahre währenden Entwicklung unwiederbringlich zerstört – und der einzigartige Lebensraum Moor bedroht, der von hoch-
spezialisierten Tier- und Pflanzengesellschaften gekennzeichnet ist, z.B. zahlreichen Orchideen- und Libellenarten. Moore stellen zudem eine enorme CO2-Senke dar, denn bei der Torfentstehung werden große Mengen davon langfristig gebunden. Trotz ihres nur geringen Flächenanteils weltweit speichern die Moorgebiete etwa doppelt soviel Kohlenstoff wie alle Waldregionen in Summe. Und nicht zuletzt sind Moore Wasserfilter und -speicher mit positiver Wirkung auf das örtliche Klima.

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Pflanztöpfe Holzfaser

Müllvermeidung. Holzfaser statt Plastik.
Im Erwerbsgartenbau stellen große Mengen von Kunststofftöpfen und -platten ein (ernst-) zunehmendes Abfallproblem dar. Oder es verlagert sich in die Zuständigkeit des Kunden – der mit jeder Pflanze auch einen Plastiktopf kauft –, sich um die sachgerechte Entsorgung zu kümmern. (Man schaue sich nur im Frühjahr die Abfallbehälter auf Friedhöfen an ...)

Daher ist die Suche nach Alternativen angeraten: nach Gefäßen aus organischem Material, die für die Zeit der Anzucht ausreichend stabil sind und später mit ausgepflanzt werden können, da sie von der Pflanze durchwurzelt werden und im Boden verrotten. Daß die Pflanze mitsamt Topf gesetzt werden kann, ist auch aus einem zweiten Grund von Vorteil: So kommt es nicht zum „Pflanzschock“, einer Wachstumsstockung aufgrund des Wechsels vom Topf ins Beet.

Pflanztopf Holzfaser 60 Stück

Anzuchtgefäße aus Holzfaser erfüllen diese Ansprüche und zersetzen sich im Boden rückstandsfrei.

Wir bekommen sie aus den Vogesen – das verwendete Holz stammt aus den dortigen Wäldern und fällt an beim regelmäßigen Auslichten der heranwachsender Schonungen. Aus dem zerkleinerten Holz wird eine fließfähige Masse hergestellt und in Formen gegossen. Der anschließende Trocknungsprozeß im Ofen gewährleistet die Keimfreiheit der Gefäße.

Packung à 30 Stück. Höhe 8 cm, Ø oben 8 cm. Gewicht 5 g.

5,80 

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Aussaatplatte Holzfaser.

Die bewurzelten Pflanzen können mitsamt des Töpfchens ausgepflanzt werden, jede Platte kann in 15 Einzeltöpfchen auseinandergebrochen werden.

Packung à 4 Platten. H 5 x L 25,5 x B 15 cm.
Gewicht 40 g.

5,40 

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Alternativen zu Torf.


Obwohl es inzwischen „funktionierende“ Alternativen gibt, sträubt sich der konventionelle Gartenbau noch beharrlich – und für den Hobbygärtner ist es oft schwer, diese in guter Qualität zu bekommen:

Substratmischungen aus Kokos- und Holzfasern, Humus oder Kompost stehen zur Verfügung, und Anzuchtutensilien gibt es aus gepreßten Holz- und Kokosfasern. Um den Boden im Garten zu verbessern und die biologische Aktivität zu fördern, ist Kompost ohnehin das am besten geeignete Material, und auch die Auswahl der Pflanzen (heimische, dem jeweiligen Standort angepaßte) trägt dazu bei, den Einsatz von Torferden zu vermeiden.

 

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Quelltopf Kokosfaser

Quelltöpfe für Jungpflanzen.
Im Erwerbsgartenbau werden sie vor allem bei der Stecklingsvermehrung eingesetzt; der bewurzelte Steckling kann mitsamt Quelltopf verpflanzt werden und hat beste Voraussetzungen für ein gutes Anwachsen. Quelltöpfe sind auch geeignet für die Einzelkornaussaat von großsamigen Pflanzen wie Gurke, Erbse oder Wicken.


Quelltopf Kokosfaser.

In ein flaches Gefäß mit Wasser gesetzt, quellen die „Tabletten“ zu einem substratgefüllten Pflanztopf auf; ein Netz aus Baumwollgaze hält sie in Form. Kokossubstrat, Baumwollgaze. Kokossubstrat, Baumwollgaze. Höhe trocken ca. 8 mm, Höhe aufgequollen ca. 3 cm,
Ø 4 cm. 20 Stück.

4,00 

Torf: ein endlicher Stoff.
In Deutschland findet der Torfabbau in einem industriellen Tempo statt, das zu einer Erschöpfung der Abbaustätten in spätestens 10 Jahren führen wird. Zusätzlich wird schon jetzt ein großer Teil des jährlichen Verbrauchs (9 Mio. Kubikmeter) aus dem Baltikum eingeführt – und die Zerstörung der Moore dort fortgesetzt. Torf wird für Medizin und Kosmetik gebraucht, vorwiegend aber als Kultursubstrat im Gartenbau.

Hier macht man sich seine enorme Wasserspeicherfähigkeit, das hohe Luftporenvolumen und die „Sterilität“ bezüglich Unkrautsamen zunutze. Dem gegenüber stehen allerdings auch problematische Eigenschaften: Torf senkt den pH-Wert des Bodens, ist sehr nährstoffarm (was ihn allerdings als Aussaatsubstrat empfiehlt), ist zur dauerhaften Bodenverbesserung im Garten ungeeignet, da er in kurzer Zeit nahezu völlig abgebaut wird, und er ist nur schwer wiederbenetzbar: Einmal ausgetrockneter Torf läßt sich kaum wieder durchfeuchten und stellt den Pflanzen kein Wasser mehr zur Verfügung.

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