Gehäuse Messing poliert, Abdeckung
Mineralglas. Meßbereich 890 bis
1.050 hPa. Ø 16,5 cm, Tiefe 8,5 cm.
Gewicht 710 g.
Das Barometer ist – seinem
Einsatzort auf Schiffen gemäß – auf
eine Höhe von Normalnull eingestellt.
Es kann jedoch auch auf andere Höhen
eingestellt werden. Der Hersteller ist
Ihnen dabei gern behilflich.
Präzisionsbarometer von Fischer. Eigenstabil und temperaturkompensiert.
Eines der besten heute verfügbaren
Aneroidbarometer ist dieses Präzisionsgerät
aus der 1945 vom Flugbau-Ingenieur
Kurt Fischer im erzgebirgischen
Drebach gegründeten Fischer
Feingerätebau GmbH. Es wird vom
NWS für den Einsatz auf Schiffen empfohlen
und kommt weltweit bei zahlreichen
Wetterdiensten und marinen Einheiten
zum Einsatz.
Von seinen handelsüblichen Artgenossen
unterscheidet es sich in mehreren
Punkten. Während jene – meist mit einer
oder zwei Dosen aus Neusilber
ausgestattet – Meßwerte mit einer Genauigkeit
von ± 3 bis 5 hPa liefern, ist
seine Meßgenauigkeit mit ± 0,7 hPa
wesentlich höher. Dies liegt vor allem
am eigenstabilen Fünffach-Aneroid-Dosensatz aus einer korrosionsbeständigen
Kupfer-Beryllium-Legierung, die
sich durch ihre bemerkenswerte elastische
Beschaffenheit bei der Druckmessung
bewährt hat. Der Dosenhub wird
mittels Trieb und Segment mit feinster
Verzahnung und hochpolierten Lagerstellen
auf die Zeigerachse übertragen.
Zudem wird der Temperatureinfluß im
gesamten Meßbereich und im Temperaturbereich
von -30 °C bis +40 °C über
ein Bimetall kompensiert. Die Nadelspitze
ist doppelt ausgeformt, wodurch
Parallaxenfehler beim Ablesen
vermieden werden. Das Zifferblatt
schließlich zeigt – dem weltweiten Einsatz
entsprechend – zwei Skalen, die
bei uns übliche Teilung in Hektopascal
und eine Teilung in Zoll Quecksilber
(= inch of mercury, kurz InHG).
Die Elemente im Blick. Wetterbeobachtung.
Der Kapitän, der sein Barometer im
Auge hat, hat sein Schiff im Auge – so
sagt eine nautische Weisheit. Mit
Recht, denn die Kenntnis der Wetterentwicklung
auf hoher See, wo man
den Elementen ausgeliefert ist, wie an
kaum einem anderen Ort, ist geradezu
lebenswichtig. Die lokale Wetterbeobachtung
hat dementsprechend nicht
nur auf stationären Wetterschiffen (deren
letztes, die im Nordatlantik stationierte
MS Polarfront, Anfang 2010 den
Dienst einstellte) eine lange Tradition.
Seither sind es Freiwillige – organisiert
im „Voluntary Observing Program“ des
US-amerikanischen National Weather
Service (NWS) – die ergänzend zu den
von Wettersatelliten, Wetterbojen und
Langstreckenflugzeugen erhobenen
Daten aktuelle Wettermeldungen von
ihren Schiffen weitergeben.
Besonders geeignet sind dazu Aneroidbarometer,
also Barometer, die bei der
Messung ohne Flüssigkeiten auskommen
– ein Prinzip, das bereits der Philosoph
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646
bis 1716) und der Mathematiker und
Physiker Jakob Bernoulli (1655–1705)
diskutierten, das jedoch erst 1844 erstmals
umgesetzt wurde, als der Franzose
Lucien Vidie (1805–1866) die bis
heute zum Einsatz kommenden Hohlkörper
entwickelte, die sogenannten
Vidie-Dosen.