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Filzhausschuhe. Die Vereinigung von Komfort und Langlebigkeit

Ob man die alten Römer erkundet, einen Blick auf den Orient wirft oder die Geschichte Japans erforscht: Hausschuhe kannten sie alle. Und völlig gleichgültig, ob er dem heutigen Hüttenschuh ähnlich oder als Schlupfschuh konzipiert war: Weich und bequem mußte der in den Privaträumen getragene Hausschuh in allen Kulturen sein. So ist es nur zu verständlich, daß mit der Zeit auch Filzhausschuhe die Welt des Privaten eroberten – die Vorzüge des Materials erkannten Menschen jedenfalls sehr früh.


Das Filzen. Eine bewährte Technik.
Die Filztechnik hatte sich schon lange bewährt: Das Walken von Wolle zu Filz ging dem Spinnen und Weben als einfachere Technik voraus.
Die ältesten gesicherten Funde stammen aus dem heutigen Westchina: In einem Gräberfeld der bronzezeitlichen Siedlung Käwrigul, am Südrand des Tianshan-Gebirges gelegen, entdeckten Archäologen zwar keine Filzhausschuhe – dafür aber Kopfbedeckungen aus Filz, die auf das Jahr 1.800 vor Christus datiert werden können.


Bislang ungesicherte Funde aus der jungsteinzeitlichen Siedlung Çatalhöyük (in der heutigen Türkei) deuten darauf hin, daß die Herstellung von Filz sogar schon sehr viel früher begann, etwa in der Zeit um 6.000 vor Christus.

 

Ermöglicht wird das Filzen durch die Schuppenstruktur der verwendeten tierischen Naturfasern, wie Rinderhaare und Schafwolle. Unter dem Einfluß von Wärme und Feuchtigkeit, Druck und Reibung haken die Fasern an ihren Schuppen ineinander, verschränken sich und bilden schließlich ein schier unauflösliches Geflecht, in dem die Fasern wirr und chaotisch ineinander verschränkt sind – verfilzt eben.


Filzhausschuhe. Am besten aus echtem Filz.
Die Fasern eines verfilzten Gewebes sind nur schwer voneinander zu trennen, wodurch Filz besonders langlebig ist und sich als das ideale Material für Hausschuhe empfiehlt.


Echter Filz ist heute selten. Unechter Filz findet sich – abgesehen von dem aus Parteipolitik, Verwaltung und Verbänden – hingegen reichlich: ein Abfallprodukt aus Polyacryl-Vliesen und anderen billigen synthetischen Materialien. Echte Walkfilze bestehen dagegen nur aus Rinderhaaren und Schafwolle, echte Wollfilze nur aus reiner Wolle.


Ein Quadratmeter echter Schafwollfilz kostet in bester Qualität mehr als das Zwanzigfache der synthetischen Billigware. Dies sorgt natürlich für einen hohen Preis der Fertigware – zumal wenn die Filzhausschuhe so sorgfältig und aufwendig gearbeitet sind wie bei unseren Herstellern Haflinger, Haunold und Gottstein.


Filzhausschuhe. Komfort mit klimatisierendem Effekt.
Auf den ersten Blick sind Filz und Filzersatz kaum zu unterscheiden. Sie enthüllen sich erst in der Feuerprobe: Echter Filz brennt nicht, sondern schmort nur kurz. Und schließlich – und das ist das wichtigste – beweist echter Filz seine Qualität beim Tragen.


Denn echte Filzhausschuhe besitzen ausgezeichnete klimatisierende Eigenschaften. Der Fuß schwitzt und brennt nicht und kühlt auf kalten Böden nicht ab – Filzhausschuhe sind also nicht ausschließlich an kalten Wintertagen, sondern ebensogut bei wärmeren Temperaturen höchst funktional.


Filzhausschuhe von Haflinger sind aus reinem Wollfilz gefertigt; ein anatomisch geformtes Kork-Latex-Fußbett sorgt für guten Halt.
Bei Haunold besteht der gesamte Hausschuh, also auch die Sohle, aus Wollfilz. Er hat kein ausgearbeitetes Fußbett, doch das formt sich Ihr Fuß in kurzer Zeit selbst – als Maßbett.


Die Filzhausschuhe aus dem Hause Gottstein werden für uns aus der Wolle alter Schafrassen rundgefilzt: ohne störende Nähte und mit einer dünnen Laufsohle aus Wildleder. Zudem fertigt Gottstein ausschließlich für Manufactum Filzhausschuhe aus echtem Kamelhaar: leicht, weich und wunderbar warmhaltend.

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