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Nach dem ersten Frost Schlehen und Mispeln ernten

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Durch Frosteinwirkung werden Schlehen schmackhafter
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Die Früchte müssen einzeln gepflückt werden
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Überreife Schlehen beginnen am Strauch zu trocknen
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Der Stein ist im Verhältnis zum Fruchtfleisch relativ groß
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Schlehen können unter anderem zu Likör oder Wein verarbeitet werden
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Im Herbst beginnt die Reifezeit der Mispeln
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Reife Mispeln möglichst bald verbrauchen
Die Früchte können roh verzehrt oder verarbeitet werden
Die Erntezeit für Schlehen und Mispeln beginnt in der Regel Ende Oktober und kann sich über viele Wochen, oft bis in den Dezember, hinziehen. Wichtig ist, daß die Früchte vor dem Pflücken dem Frost ausgesetzt waren, denn nur so können sie ihren vollen Geschmack entwickeln.
Anleitung für die Schlehenernte und -verarbeitung
  • Obwohl sich Schlehen oft schon im September blau verfärben, sind sie zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht genießbar; erst dann ernten, wenn die Früchte Frost ausgesetzt waren. Schlehen sind reif, wenn auch die Schale am Stielansatz blau ist und sie sich leicht abpflücken lassen – wichtiger ist aber die Frosteinwirkung, die einen Enzymprozeß in Gang setzt, in dessen Verlauf die Schlehen einen Teil der (in hohem Maße) enthaltenen Gerbsäure verlieren und Süße entwickeln. Diese spezielle Kombination ergibt den süßherben, typischen Schlehengeschmack.
  • Muß die Ernte aus irgendeinem Grund vor den ersten Frösten erfolgen, die gepflückten Früchte einige Tage in die Gefriertruhe geben.
  • Die Früchte einzeln von den Zweigen pflücken; ein Abschlagen führt oft zu Verletzungen der Rinde und damit zu einer Beeinträchtigung des Pflanzenwuchses. Aufgrund der starken Bedornung und des dichten Wuchses von Schlehensträuchern für die Ernte eine feste (alte) Jacke mit möglichst glatter Oberfläche und dornenfeste Handschuhe anziehen. Ein Spazierstock mit gebogenem Griff leistet gute Dienste beim Herunter- und Heranziehen der Zweige.
  • Die Früchte in einem Korb sammeln und zu Hause möglichst bald verarbeiten. Gelagerte Früchte werden schnell weich und runzelig.
  • Rohe Schlehen nur in geringen Mengen verzehren. Die Inhaltsstoffe der Früchte wirken adstringierend und abführend, so daß es zu Magen- und Darmverstimmungen kommen kann.  Die Kerne enthalten zudem Blausäure.
  • Bei der Verarbeitung beachten, daß das Verhältnis von Fruchtfleisch zu Stein eher ungünstig ist – vor allem bei den „wilden“ Schlehen. Schlehenliebhaber sollten daher über die Pflanzung einer großfrüchtigen Auslese nachdenken. Deren Früchte sind insgesamt größer, der Fleischanteil höher und der Ertrag regelmäßiger als bei wildwachsenden Sträuchern.
  • Für Marmelade, Gelee oder Saft die Schlehen am besten in Kombination mit anderen Früchten verwenden; sie sind exzellenter Aromaträger und bereichern jede Mischung ungemein.
    • Sehr schmackhafte und ungewöhnliche Marmeladen können durch die Verwendung von Schlehenmark hergestellt werden: Die Schlehen dazu in Wasser köcheln, durch ein Sieb streichen und mit anderen Komponenten mischen. Eine gute Kombination ist zum Beispiel Hokkaidokürbis, Apfel und Schlehenmark – aromatisiert mit Zitronenthymian.
    • Im Gelee harmonieren Schlehen hervorragend mit Quitten; einen köstlichen Saft ergibt die Mischung aus Schlehen und Brombeeren.
  • Pur können Schlehen zu Likör oder Brand verarbeitet werden.
  • Schlehen eignen sich auch als pikante Beilage zu Fleischgerichten, speziell zu Wild. Dazu entsteinte Schlehen mit Zucker, Gewürznelken, Essig und Zimt aufkochen und wie ein Chutney zum Essen reichen.
Anleitung für die Mispelernte und -verarbeitung
  • Die plattrunden Mispelfrüchte reifen im Spätherbst heran; die Ernte kann in der Regel ab Ende Oktober beginnen, wenn die Fruchtfarbe von Braungrün in Rostbraun umschlägt. Da die Früchte auch nach dem Laubfall noch relativ fest am Baum hängen, kann die Ernte über einen langen Zeitraum erfolgen.
  • Möglichst erst nach einigen Frostnächten ernten; durch die Minusgrade bekommen die Früchte erst das volle herb-süßliche, fruchtige und nußartige Aroma, und das harte Fruchtfleisch wird weich. Die Frosteinwirkung führt auch dazu, daß der durch die hohen Gehalte an Gerbstoffen (Phenole, Pektine) bedingte adstringierende Geschmack abgebaut wird.
  • Alternativ die Mispeln noch hart pflücken und sie dann 10 bis 14 Tage lagern.
  • Reife Mispeln möglichst bald verbrauchen. Sie sind auch bei niedrigen Temperaturen nur eine Woche lagerbar; ohne Kühlung sogar nur zwei bis drei Tage. Zu lange liegende Mispeln verlieren einen großen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und ihres Aromas.
  • Zum Rohverzehr das Fruchtfleisch einfach aus der Schale löffeln. Mispeln enthalten viele Mineralien, Vitamin C sowie Pektin.
  • Mispeln eignen sich zudem für zahlreiche Arten der Weiterverarbeitung: für Kompott, Marmelade, Gelee, Saft oder Mus. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts haben sie eine hervorragende Gelierfähigkeit. Besonders gut harmonieren Mispeln mit Äpfeln, zum Beispiel in einem Apfel-Mispel-Kuchen oder Apfel-Mispel-Likör.
Es wird benötigt:

Werkzeug und Zubehör: geeignete Erntebehältnisse, dornenfeste Kleidung, dornenfeste Handschuhe, gegebenenfalls eine Leiter.

Werkzeug und Zubehör für die Schlehen- und Mispelernte

Laub sammeln und kompostieren

Laub sammeln

Herbstliches Fallaub ist ein natürlicher Winterschutz für Pflanzen und Boden, da es eine schützende, wärmende und dazu durch Zersetzung nährende Schicht bildet. Zwischen Stauden und Sträuchern sollte es daher liegen gelassen, von Rasenflächen oder Gehwegen aber entfernt und kompostiert werden. Fallaub nicht zu lange auf dem Rasen liegen lassen, sondern regelmäßig entfernen. Unter dem Laub würden die Gräser durch Lichtmangel vergilben und aufgrund von Sauerstoffmangel faulen. Das Laub am besten unter Bäume und Sträucher ziehen und dort als schützende Mulchschicht verteilen oder auf den Kompost geben. Laub sammeln und kompostieren

Neue Heimat. Nisthilfen im Garten

Sowohl zur Belebung des Gartens als auch zur daraus resultierenden Verbesserung des Ökosystems sind Nisthilfen das Mittel der Wahl. Damit lassen sich Nützlinge ansiedeln, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln überflüssig machen und zugleich erhellende Beobachtungen erlauben. Artenschutz und Naturerlebnis lassen sich auf diese Weise sehr leicht verbinden. Da die Tiere individuelle Formate bevorzugen, kann man schon durch die Wahl der Nisthilfe relativ gezielt bestimmte Arten fördern.
Nisthilfen