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Edition Klangschritte

Eine Projektpartnerschaft mit dem Haus für Gregorianik in München.
Neues entsteht zwar oft aus einem augenblicklichen Einfall, doch muß dieser auch auf fruchtbaren Boden fallen, was wiederum eine längere Vorbereitungszeit bedingt, einen Gärungsprozeß oder ein Schwangergehen mit einer Idee. Leichter formuliert: Meist hat die Substanz der Idee schon länger in der Luft gelegen und weht einem dann mit plötzlicher Vehemenz wieder zu. So ging es uns jedenfalls, als wir im Frühsommer 2012 ein neues musikalisches Projekt ins Leben riefen: Die „Edition Klangschritte“.

Editiion Klangschritte

Konkret stand die Überlegung im Raum, mit dem Haus für Gregorianik und dessen Leiter, Frater Gregor Baumhof, eine Partnerschaft einzugehen und diese einzigartige kulturelle Einrichtung zu fördern. Frater Gregor hat dieses Zentrum für den abendländischen sakralen Gesang vor sieben Jahren mitten in München gegründet, wo er als Benediktinermönch der Abtei Niederaltaich viele Jahre eine Dozentur für Gregorianik an der Hochschule für Theater und Musik innehatte. 

So entstand unsere Idee, eine ganz neuartige Reihe von Tonträgern mit diesen uralten Gesängen ins Leben zu rufen, mit dieser Musik, die so unmittelbar das menschliche Gemüt zu berühren imstande ist, daß man sich fragt, warum der Gregorianische Choral nicht schon längst in der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit steht. Zum Glück lebt der Choral ja, ist nicht nur museales Relikt, sondern wird in Klöstern und zunehmend von Chören und Sängergruppen praktiziert. Selbst die Popmusik hat sich seiner bedient. Das war nicht immer so. Lange Zeit war er fast verschüttet, und erst seit dem neunzehnten Jahrhundert begann man, die innere Kraft dieser über 1.200 Jahre alten Gesänge wissenschaftlich und künstlerisch neu zu verstehen. Man mußte neu lesen lernen, eben die geheimnisvollen, als Neumen bezeichneten, schnörkelhaften „Noten“ der Karolingerzeit, um wieder neu zum Kern vorzustoßen.

Klangschritte

Im Haus für Gregorianik kann man diese Kunst lernen. Aufnahmen mit Gregorianischem Choral gibt es reichlich, was könnte man da also noch Neues hinzufügen? Unvermittelt legte sich uns der Gedanke nahe, daß es die Dramaturgie sein könnte, die uns neue Wege zu eröffnen vermag, den Choral in einem Gestus künstlerischer Offenheit bei gleichzeitiger Wahrung seiner Authentizität zu gestalten.

Rasch fanden wir nun einen Zugang, einen existenziellen Ansatz dieser Dramaturgie, die es erlaubt, laubt, vom reinen Hören (faktisch oder ästhetisch) über die mentale oder psychologische Beteiligung (Emotionen, Entspannung, Energien), über die semantische Reflexion (Text, Musik) bis hin zur Meditation und Kontemplation zu gelangen.

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Edition Klangschritte I.

Aus den ersten Gedanken ist innerhalb von Jahresfrist die erste CD entstanden: „Edition Klangschritte vol. I: Begleitet unterwegs“. Die fünfzehn Stationen für Gregorianischen Choral sind den Psalmen entnommen und zeichnen eine innere Pilgerreise nach. Die einzelnen Choralstücke treten aus ihrem liturgischen Zusammenhang heraus und in einen neuen Dialog miteinander. Die Münchner Scholaren (drei Sängerinnen und fünf Sänger, die sich in München auch in Gottesdienste einbringen) unter ihrem Leiter Frater Gregor lassen mit ihrem a-capella- Gesang einen transparenten, von konzentrierter, meditativer Stille getragenen Klang entstehen. Die innere Beteiligung dessen, der da pilgert und reist, aber auch die Harfe König Davids, des „Dichters“ der Psalmen, hallt wider in kurzen Nachklängen für Bratsche, die der Münchner Komponist Bernd Redmann als Auftragswerk eigens für diese Aufnahme geschaffen hat.

Der erst 26jährige Georg Roters hat sie auf seinem wunderbaren Instrument eingespielt. Texte und Übersetzungen, kurze Kommentare als Interpretationshilfen und eine Kurzgeschichte enthält das Begleitbüchlein. Nun freuen wir uns, das erste Werk voller Spannung dem geneigten Publikum anvertrauen zu dürfen! Wer den Gregorianischen Choral nicht nur hören, sondern erlernen möchte, findet ein differenziertes Kursangebot unter www.gregorianik.org

 

CD Begleitet unterwegs

CD Begleitet unterwegs.

Fünfzehn Stationen für Gregorianischen Choral und neun Nachklänge für Bratsche von Bernd Redmann. Es singen die Münchner Scholaren.

Solist an der Bratsche ist Georg Roters. Die musikalische Leitung hat Gregor Baumhof OSB.

Aufgenommen im Februar 2013 in der Kapelle der Armen Schulschwestern in München. Gesamtlaufzeit 66 Minuten, 36seitiges Text- und Begleitheft.

14,50 

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Edition Klangschritte II. CD Stimmen des Staunens.

Staunen ist nicht nur eine urmenschliche Fähigkeit, sondern auch eine der Triebfedern von Kunst und eine Quelle der Lebensfreude, die es sich zu erhalten gilt. In der Gregorianik finden sich dazu manche Stücke, die das Staunen anhand von Szenen aus den Psalmen, aber auch aus dem Neuen Testament darstellen.



Für diese Aufnahme konnten gleich drei Künstler zur Mitarbeit gewonnen werden: der Dichter Christian Lehnert, der Sprecher Christian Schuler und der Filmmusikkomponist Xander Zimmermann.

So entstanden drei „Interventionen“, die mit den Worten des Dichters und Klängen unserer Zeit – Klavier und elektronisches Ensemble – einen künstlerischen Dialog über zwei Jahrtausende führen. Es spielt der Komponist selbst.

Aufgenommen im März 2014 in München. 28seitiges Text- und Begleitheft; Spieldauer ca. 63 Minuten.


14,50 

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Die Erfahrung Hiobs. CD Mit Hiob um Sinn ringen.

Das Buch Hiob hat zweifellos von allen Büchern der Bibel, die wiederum in ihrer Gesamtheit zu den Fundamenten der Weltliteratur gehört, den reichsten literarischen Widerhall gefunden. Über das gesamte Mittelalter hinweg war das Bild Hiobs auf das des frommen Dulders festgelegt. Zudem zeigt die sprichwörtliche Prägung der Hiobsbotschaft, daß der von Hiob ausgetragene Konflikt um die Rechtfertigung der göttlichen Allmacht angesichts seines moralisch nicht zu erklärenden Leidens in den Hintergrund gerückt war. Doch liegt die existentielle Sprengkraft gerade im Ringen zwischen Gott und Satan und des zwischen die Fronten geratenden Menschen.

CD Mit Hiob um Sinn ringen.

Im Gregorianischen Choral gibt es eine Reihe von Hiob-Stücken, welche die Münchner Scholaren auf dieser Aufnahme, der dritten der Edition Klangschritte, singen. Verbunden werden die Gesänge durch erzählerische Meditationen, gesprochen von Birgitta Assheuer und durch sechs Orgelimprovisationen, die der junge Organist Umberto Kostanic auf der Kuhn-Orgel der Münchner Musikhochschule eingespielt hat. So hoffen wir, mit dieser CD einen kleinen Mosaikstein in das schillernde Bild "Hiob" einzufügen.

Edition Klangschritte III. Aufgenommen im Juli 2015 in Adlersberg und Bad Vilbel. 28seitiges Text- und Begleitheft; Spieldauer ca. 68 Minuten.

14,50 


Edition Klangschritte I + II + III.

Drei CDs im Set zum Sonderpreis.

37,50