Zwiegenäht. Oberleder Kalbleder, chromgegerbt und anilingefärbt (Lederstärke 1,2 bis 1,4 mm). Futterleder chromgegerbtes Kalbleder (Lederstärke 0,7–0,9 mm). Brandsohle und Zwischensohle aus grubengegerbtem Leder (Lederstärke je 4–5 mm), Laufsohle aus Vibram®-Gummi. Ausballung Kork, Gelenkstütze Metall. Mit zwei Schnürhakenpaaren. Weiche Polsterung am Schaft.
Achtung! Englische Größenangaben. Nähere Informationen finden Sie unter: „Maßtabellen“.
Schnürschuh nach Art eines Norwegers.
Der hohe Schnürschuh von Dinkelacker ist mit seiner abriebfesten Gummisohle durchaus matschwettertauglich. Wenn Sie auf die übrigen Verarbeitungsmerkmale dieses Schuhs achten, werden Sie mit uns einer Meinung sein, daß sich ein lohnenderes Objekt für eine Investition in herbstliches Schuhwerk nicht finden läßt.
Halbhoch. Hochsolide.
Ein typischer Norweger, erkennbar an der markanten Naht auf dem Deckblatt und an der Spitze des Schuhs: Ursprünglich ein Arbeitsschuh norwegischer Fischer, entwickelte sich diese derbere Variante des Derby zum Straßen-, Freizeit- (und Anzug)schuh. Dinkelacker bietet ihn in einer sehr robusten Version als halbhohen Schuh an, durch seine abriebfeste, wasserdichte Vibram®-Gummisohle ist er für Wald und Asphalt geeignet. Eine Besonderheit ist die Doppelsohle mit Zopfrahmen: Der Schuh ist handeingestochen und handgedoppelt, zwischen der Doppel- und der Einstechnaht werden beim Nähen jeweils zwei Lederbänder mit eingeflochten. Bei dieser speziellen zwiegenähten Art der Verarbeitung läuft im Gegensatz zum üblichen Verfahren (von Absatz zu Absatz) die Naht ringsum. Das natürliche Kalbleder, ein Rauhleder, das nur durch Bürstvorgänge und Wachs geglättet (nubukiert) wurde, entwickelt keine Patina, sondern eine Struktur, die sich durch Bürsten wieder entfernen läßt. Mit dunkelbrauner, nur leicht deckender Schuhcreme läßt sich das Leder polieren.
Handarbeit aus Budapest. Rahmengenähte Schuhe von Dinkelacker.
Die Schuhe aus der Werkstatt von Heinrich Dinkelacker zeichnen sich durch zweierlei Dinge aus: durch ihre Paßform und die überragende Verarbeitung in Handarbeit. Mehrere hundert Arbeitsgänge pro Schuh sind dafür nötig; ein Schuhmacher bei Dinkelacker kann überhaupt nur ein Paar Schuhe am Tag fertigstellen. Zunächst werden nach sorgfältiger Auswahl und Prüfung des Oberleders die Schaftteile ausgeschnitten. Nach dem Dämpfen wird dann der Schaft stramm über den Holzleisten – einen Budapester Leisten mit hoher, nach oben geneigter Spitze – genagelt und am nächsten Tag nachgezwickt. Erst nach einer Woche kommen die Schuhe vom Leisten (ein maschinell gefertigter Schuh bleibt dort nur rund 30 Minuten) – das garantiert Formtreue und beste Paßform über lange Zeit. Anschließend werden Oberleder, Futterleder und Rahmen mit der flexiblen Brandsohle vernäht – eine bessere Verbindung gibt es nicht. Für den weichen Tritt sorgt eine Korkausballung. Bei diesem Modell ist die Laufsohle aus Gummi und sehr strapazierbar; die Absätze werden in mehreren Schichten aus Leder aufgebaut; eine letzte Schicht, wiederum aus abriebfestem Gummi, vervollständigt sie.
Ein Hinweis für Ihre Bestellung:
Bestellen Sie bitte mit den jeweils angegebenen (deutschen, englischen oder amerikanischen) Größen. Alle Schuhe sind auf dem jeweils „üblichsten“ Leisten gearbeitet; sie werden also passen, wenn Sie auch beim Kauf im Laden selten Paßformprobleme haben.
Sollten Ihre Schuhe trotz sachgemäßer Pflege einmal reparaturbedürftig sein, kümmert sich der Manufactum-Schuster gern darum. Bitte wenden Sie sich telefonisch an unser Kundenzentrum oder an jedes unserer Warenhäuser.