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Die Bibliothek des Eremiten

Eremiten mögen in uns das Bild des weltfremden und -flüchtigen Sonderlings wachrufen, der scheu und unwissend hinter dem Mond lebt. Das liegt dann aber eher an den typischen Klischees als an der Realität. Zum einen gibt es tatsächlich Eremiten, auch in unserer Gegend, zum anderen ist der Typus des Eremiten bei näherem Hinsehen einer der großen Sehnsuchtstypen der Menschheit, als Archetyp dem Künstler eng verwandt. Die Gegenwart polarisiert zwischen Massenkultur und Vereinzelung, zwischen medialer Überinterpretation und sprachloser Belanglosigkeit.

Aber nicht nur. Singles können in der Entschiedenheit und Freiheit des Eremiten durchaus Anregungen für eine geglückte ­Lebensform finden. Allzu sehr Beanspruchte können die Kraft der Verinnerlichung und Bedürfnislosigkeit am Beispiel des Eremiten einüben. Signifikant ist, daß in der letzten Zeit eine ganze Reihe an Büchern zu diesem Thema erschienen ist. Bücher von, über und für Eremiten und für diejenigen Leser, die in dem reduzierten und zugleich bewußt geformten Leben des Eremiten Elemente für den eigenen Alltag suchen, ohne sich dem Eremitentum verschreiben zu wollen. Daraus ist unsere Bibliothek des Eremiten entstanden, eine Fundgrube entschiedener Lebensentwürfe. Bei Bedarf werden wir die Bibliothek jeweils erweitern.