Nach wie vor unreformiert und undeformiert präsentiert „der Mackensen“ 300.000 Stichwörter und Redewendungen, Worterklärungen und Handreichungen zum Stil. Er war schon immer eines der besten Wörterbücher; heute ist es sozusagen das einzige.
XLIV, 1219 Seiten, 16 x 23,5 cm,
gebunden mit Schutzumschlag
Mit Energie und einigem Durchhaltevermögen
betreibt der Staat heute
merkwürdigerweise Reformen immer
dann, wenn es darum geht, die letzten
leidlich und von selbst funktionierenden Teilsysteme aus dem Tritt zu bringen
und zu chaotisieren. Die jüngsten Opfer
waren das Privatrecht und die Rechtschreibung.
Von letzterer gibt es derzeit
etwa sechs verschiedene und demzufolge
keine mehr. Wenn Sie einen
Anker suchen: Hier kommt eines der
großen Deutschen Wörterbücher der
letzten Jahrzehnte in alter Schreibung:
unrefomiert-undeformiert. Außer der bewährten
Orthographie hat der „Mackensen“
noch andere Tugenden: 300.000
Stichwörter und Redewendungen,
Worterklärungen, stilistische Handreichungen.
Er war schon immer eines der
besten deutschen Wörterbücher. Heute
ist er sozusagen das einzige.
Ein Wörterbuch, das nicht veralten wird. Der Mackensen.
Früher kaufte
man sich einmal
im Leben einen
Duden – heute
müßte man das
jedes Jahr tun,
um mit der entfesselten vielköpfigen
Hydra der Rechtschreibreform
Schritt halten zu können, deren
Beliebigkeitsregeln als reine
Kopfgeburten von einer marktwirtschaftlich
dominierten Regulatorenclique
ersonnen und dann durch
graue Ministerialräte in die Schulen
gepreßt werden, wo das Chaos
schon jetzt nicht mehr zu steigern
ist. Von Einheitlichkeit kann
in der deutschen Rechtschreibung
längst nicht mehr die Rede sein –
nicht einmal innerhalb der „neuen
Rechtschreibung“ mit ihren
inzwischen vier Versionen und
zahllosen Auslegungen.
Mit der Neuausgabe des Deutschen
Wörterbuchs von Lutz Mackensen
(nach der 12. Auflage von 1986) wird
dem Chaos der Reformwörterbücher
etwas entgegengesetzt, was die
Bedürfnisse des weit überwiegenden
Teils der Schreibgemeinschaft
befriedigt. Denn der Mackensen zeigt
die Rechtschreibung der deutschen
Sprache so, wie sie in 95 Prozent
der in den vergangenen 105 Jahren
gedruckten Bücher und Zeitschriften
geschrieben steht und auch künftig
von Millionen Menschen verwendet
werden wird. Über den Duden oder
ähnliche Rechtschreibwörterbücher
geht der Mackensen allerdings weit
hinaus, denn er macht einige
Spezialwörterbücher entbehrlich:
Es ist ein über Jahrzehnte gereiftes
und erprobtes Wörterbuch, das
mit rund 300.000 Stichwörtern und
Redewendungen kompakt, präzise
und praktikabel Auskunft zu allen
Fragen gibt – von der Schreibweise
bis zur Bedeutung, von der Stilebene
bis zur Aussprache. Damit ist der
Umfang im Vergleich zum Duden
weit mehr als doppelt so hoch, ohne
daß der Bestand künstlich aufgebläht
werden müßte. Das Werk enthält
außerdem einen Abriß der deutschen
Grammatik, Übersichten über
den Gebrauch der Satzzeichen und
der Korrekturvorschriften sowie eine
kurzgefaßte Geschichte des deutschen
Wortschatzes. Zum gesamten deutschen
Standardwortschatz und einer
Menge spezieller Wörter erhält der
Benutzer komprimierte und wirklich
erschöpfende, vor allem aber fehlerfreie
Informationen. Damit kann dieses
Wörterbuch als das universellste
unter den deutschen Wörterbüchern
und als das üppigste unter den
Handwörterbüchern angesehen werden.
Die übersichtliche Gestaltung
– vor allem die Verwendung einer
Reihe sinnfälliger Abkürzungen
und Symbole – erhöht den ohnehin
enormen Gebrauchswert noch.
Leuchtturm im Rechtschreibchaos: Der "Mackensen".
Ein beliebiger Blick auf Druckerzeugnisse
jeder Art zeigt uns das
tägliche Grauen einer zerstörten,
einst einheitlichen Schriftsprache:
Willkür, Chaos und Beliebigkeit
allenthalben. Wir haben uns der
Zumutung, eine der am besten
funktionierenden Orthographien der
europäischen Sprachen zu zerstören,
von Anfang an verweigert und sehen
uns zunehmend (und kräftig) darin
bestätigt. Und für uns besonders
interessant und erfreulich: Je länger
das Elend währt, desto größer wird
die Nachfrage nach dem einzigen
verfügbaren großen Wörterbuch in
der bewährten Orthographie, dem
„Mackensen“, der über das rein
Orthographische hinaus noch eine
Menge Zusatznutzen bietet: eine
kompakte Grammatik, Worterklärungen
und Hinweise zu Stilistik
und Aussprache etwa.