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Christbaumschmuck

Schmucktraditionen.

Es gibt zwei ernstzunehmende Baumschmucktraditionen. Die erste stammt aus dem Biedermeier, der letzten geschmackssicheren Epoche der vergangenen 200 Jahre. Der biedermeierliche Baumschmuck bestand immer nur aus wenigen Stücken: Äpfel, vergoldete Nüsse, Messing und bemalte Zinnfiguren, erzgebirgische Spielzeugminiaturen aus Holz und Gebäck. 

Der Kritik an der gründerzeitlichen Üppigkeit, die den Tannenbaum unter einer Unmenge von Kitsch fast verschwinden ließ, entsprang die zweite Tradition. Sie führte zum „weißen Baum“, der mit einer Stimmung von „Eis und Schnee und Feuer“ der Symbolik des „Lichtfestes im Winter“ gerecht zu werden versuchte.

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Christbaumschmuck aus Baden-Württemberg. Der weiße Baum.

In der Nähe der Käthchenstadt Heilbronn wird dieser Weihnachtsschmuck gefertigt, der sich an historischen Vorbildern des Biedermeiers orientiert. Ein Glasapparatebläsermeister stellt den Baumschmuck in erster Linie her, um den Bezug zum traditionellen Handwerk des Glasbläsers nicht zu verlieren. Sein Tagesgeschäft be-
steht in der Produktion optischer Teile für die Medizintechnik, die ein Höchstmaß an Präzision erfordern und kaum Toleranzen erlauben.

Wellenglas Christbaumschmuck

Wellenglas Christbaumschmuck. Präzision am Baum.

Daß sich diese Akkuratesse im Baumschmuck wiederfindet, wundert deswegen kaum, denn bei dessen Fertigung folgt Kurt Schlitt denselben strengen Kriterien, wie sie in der Medizinbranche im Hinblick auf Qualität und Material gelten. Dies zeigt sich in der absolut ebenmäßigen, runden Form der Kugeln, in dem geraden Verlauf der Wellen und ihren regelrechten Abständen zueinander.

Fällt Licht auf die Kugeln, streuen sie dieses gleichmäßig als klares Muster in die Umgebung. Der Schmuck wird vor der offenen Flamme frei geformt und mundgeblasen – nicht aus gewöhnlichem Glas, sondern aus Borosilikatglas, das auch thermischen Belastungen standhält und ebenfalls in der Medizintechnik (aber auch für Kannen) Anwendung findet. Die Aufhängeöse ist wie bei den Lauschaer Kugeln nach einer Idee von Wilhelm Wagenfeld aus dem Glas herausgezogen und macht eine separate Aufhängevorrichtung überflüssig.
Den Wellenglasschmuck erhalten Sie ausschließlich bei uns.

Borosilikatglas mundgeblasen. Mit einem Bändchen zum Aufhängen.
Länge 15 cm, Ø 3,5 cm. Gewicht 10 g.

9,80 

Wellenglaskugel


Wellenglaskugel. Mundgeblasen.

Die Kugeln, streut bei einfallendem Licht ein gleichmäßiges und klares Muster in die Umgebung.

Die Aufhängeöse ist wie bei den Lauschaer Kugeln aus dem Glas herausgezogen und macht eine separate Aufhängevorrichtung überflüssig.

Den Wellenglasschmuck erhalten Sie ausschließlich bei uns. Borosilikatglas mundgeblasen. Mit einem Bändchen zum Aufhängen.

In 2 Größen lieferbar: Ø 6 cm und Ø 8 cm.

ab 8,80 

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Christbaumschmuck aus Lauscha.

Seit 400 Jahren begleitet der Werkstoff Glas das Dorf Lauscha im Thüringer Wald. 1597 hatten dort der Schwabe Hans Greiner und der aus Böhmen stammende Christoph Müller die erste Glashütte Thüringens errichtet und damit den Grundstein für die nachher weltberühmte thüringische Glasindustrie gelegt. Sie werden „vor der Lampe“ mundgeblasen und haben, statt einer eingelassenen blechernen, eine aus dem Glas herausgeblasene Aufhängeöse – ein Detail, das übrigens einer Idee Wilhelm Wagenfelds entspringt.

Lauschaer Eisglaskugeln

Lauschaer Eisglaskugeln.


Mit komplexen Lichreflektion.

Die Ausspülung der Glaskugeln mit Naßsilber schaffte eine Verspiegelung der gesamten Ober-
fläche, feingesponnene Glasseide und zerstoßene Glassplitter wiederum erzeugten als Zierelemente mattere und changierende Glanzeffekte.

Die Technik des „Einstechens“, bei der mit Hilfe hölzerner Stempel die Oberfläche der Glaskugel nach innen eingedrückt und mit einem Muster versehen wurde, bewirkte auf den unterschiedlichen so ent-
standenen Grenzflächen komplexe Lichtreflexionen, die in alle Richtungen zurückgeworfen wurden.

In 2 Größen lieferbar: 6 cm Ø und 8 cm Ø.

ab 1,80 

Lauschaer Kristallkugeln



Lauschaer Kristallkugeln.

Die Baumkugeln werden "vor der Lampe" mund-
geblasen und haben statt der eingelassenen Blechkapselöse eine aus dem Glas heraus-
geblasene Aufhängeöse.

Reine, durchsichtige Glaskugeln.

In 2 Größen lieferbar: 6 cm Ø und 8 cm Ø.

ab 1,40 

Lauschaer Christbaumkugeln Rot

Lauschaer Baumkugeln. Rot.

Die Weihnachtskugeln werden „vor der Lampe“ mundgeblasen. Ihren Glanz erhalten die roten Kugeln durch das Liebigsche Versilberverfahren, das man in Lauscha seit 1867 verwendet. Dabei wird Silbernitrat, das in einer wäßrigen Lösung aufgelöst ist, in die Kugel gefüllt. Durch Wärmeeinwirkung schlägt es sich dann an der Innenwand der Kugel nieder. Für das schöne, kräftige Rot wird außen zusätzlich in Nitrolack aufgelöste Anilinfarbe aufgetragen, sie enthält weder Cadmium noch andere Schwermetalle.

Mundgeblasene Baumkugel, mit einer Aufhängeöse aus Metall.
Ø 6 cm. Gewicht ca. 8 g.

Ø 8 cm. Gewicht ca. 12 g.

ab 3,40 

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Der wunderbare weiße Hirsch. Freigeformt.

Elemente der Jagd mit erotischer Symbolik aufzuladen ist in der älteren Literatur ein Kunstgriff, um über tabuisierte Lebensbereiche schreiben zu können. So wußte der mittelalterliche Rezipient des „Tristan“, daß es gleichzeitig um Liebesangelegenheiten ging, wenn Gottfried von Straßburg die außerordentlichen Fähigkeiten des Protagonisten bei der Jagd beschrieb. Im Epos erscheint in diesem Zusammenhang ein wunderbarer weißer Hirsch, durch den später der Rückzugsort der Liebenden entdeckt wird, weswegen manche den weißen Hirschen – als Verkörperung des Guten generell – auch hier als Sinnbild für die Liebe Tristans und Isoldes sehen. Als solches paßt dieser mundgeblasene Hirsch aus Lauscha zum Fest der Liebe – und an den Baum.

Am Rücken der Glasfigur hat der Glasbläser eine Öse herausgezogen, die der Aufhängung dient. Fertigungsbedingt verdeckt eine Metallöse am Hinterteil des Tieres die Öffnung, durch die wie beim Herstellen der weißen Baumkugeln eine Silbernitratlösung eingebracht wird, um es von innen zu verspiegeln. Die Herstellung solcher Tiere gilt unter Glasbläsern als Königsdisziplin, die heute nur noch wenige beherrschen, und dies erst nach jahrelanger Ausübung ihres Handwerks.

Mundgeblasener Baumschmuck. Die Glasfigur wird in einer Pappschachtel geliefert, die gleichzeitig der sicheren Aufbewahrung dient. Länge 13 cm, Breite 4 cm, Höhe 6,5 cm. Gewicht 14 g.

43,00 

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Lauschaer Eisglasamsel

Die Eisamsel aus Lauscha.

Der figürliche Glasbaumschmuck aus Lauscha wird in eine zweiteilige Negativform aus Porzellan geblasen. Die Vögel werden in Eislack getaucht, und beim Abkühlen bilden sich dann Kristalle aus – bei jedem Exemplar in einem etwas anderen Muster. Danach wird Glimmer aufgetragen und die Eisamsel mit einer Hühnerfeder verziert.

Der Vogel steht und „wippt“ auf zwei beweglichen Metallfedern. In Formen geblasen. Kristallisierter Eislack, Glimmer, Hühnerfeder, zwei Metallfedern mit Klemme.

3,80 


Lauschaer Miniaturformen Antik

Lauschaer Miniaturformen.

Diese an traditionellen Christbaumschmuckformen orientierten Lauschaer Miniaturen sind formgeblasen, anschließend in Handarbeit von innen mit einer hauchdünnen Schicht reinen Silbers versehen, lackiert und mit feinem Glitter bestreut.

5 Anhänger. Verschiedene Ornamente, Eiskristall- und Blumenmuster. Die Formen stammen allesamt aus den 1920er Jahren. Ca. 5 cm Ø. Gewicht 10 g.

11,50 

Lauschaer Christbaumschmuck Jugendstil


Lauschaer Miniaturformen Jugendstil.

Die Vorlagen für die Formblüten – es handelt sich um vier Rosen – aus Lauscha stammen aus der Zeit um 1900. Wie damals wird das erhitzte Glas mit dem Mund in die gußeiserne Form geblasen, der dünnwandige Glaskörper dann in reiner Handarbeit auf der Innenseite mit einem hauchdünnen Film aus reinem Silber überzogen.

4 Formblüten, je mit Klemme. Höhe ca. 9,5 cm, Ø ca. 5,5 cm. Gewicht ca. 25 g.

17,50 

Lauschaer Miniaturformen Tradition

Lauschaer Miniaturformen Tradition.

4 Anhänger. Je 1 Zapfen, Nuß, Eichel und Pilz. Die Formen, in denen diese Miniaturen entstehen, stammen aus der Zeit um 1850. Ca. 3,5 cm Ø. Gewicht 10 g.

8,50 

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Christbaumschmuck aus Zinn. Vom Ammersee.

In Diessen, am bayerischen Ammersee gelegen, befindet sich die älteste Kleinzinngießerei, zu deren langjährigen Kunden übrigens auch der Vatikan zählt. Das verwundert nicht, denn Adam Schweizer, der die Gießerei im Jahre 1796 gründete, war ursprünglich Kreuzl- und Bettermacher, was früher den Beruf des Rosenkranzmachers bezeichnete. Schweizer konnte dabei nicht nur auf den umfassenden Formenbestand seines Onkels zurückgreifen, sondern auch auf dessen Erfahrung, da dieser gleichzeitig sein Lehrherr war. Der bis heute familiengeführte Betrieb stellte bald in großer Menge Devotionalien in Form von Medaillen für verschiedene Wallfahrtsorte in Süddeutschland und Österreich her.

Den ersten Christbaumschmuck fertigte die Zinngießerei gut 50 Jahre später, im Jahr 1850 – als Geschenk für das Bayerische Königshaus. Die Kugel wird noch in einem Modell gegossen, das etwa aus dieser Zeit stammt. Die Teile werden wie damals aufwendig zusammengelötet und – das ist einzigartig bei Schweizer – gleichfalls mit gegossenen Reflektoren versehen, die bewirken, daß das Licht der brennenden Kerzen vielfach über den ganzen Baum gebrochen wird.

ab 9,50 

Kugel.
Ø 6,5 cm. Gewicht 55 g.

Tropfen.
Länge ca. 6 cm, Ø 4,5 cm. Gewicht ca. 20 g.

Nuß.
Länge ca. 3,5 cm, Ø 4 cm. Gewicht ca. 10 g.

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Glaseiszapfen


Eiszapfen aus massivem Glas.

Nicht geblasen, sondern auf 1.300 °C erhitzt und durch Drehen und Stauchen in Form gebracht wird dieser Christbaumschmuck aus massivem Glas.

Im Gegensatz zu den marktüblichen hohlen und verzierten Zapfen kommen die in Handarbeit gefertigten, partiell eingetrübten Vollglas-Eiszapfen aus dem Glasatelier Herzog in Kreuzwertheim ihrem natürlichen Vorbild sehr nahe.
In zwei Ausführungen.

Länge ca. 15 cm. Gewicht 10 g.
Länge ca. 22 cm. Gewicht 20 g.

ab 19,50 

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Sterne aus Fichtenholzspänen.

Die ersten Sterne dieser Art entstanden, als Baumschmuck wie kostbare Nüsse oder Äpfel nicht für jedermann erschwinglich war. So machte man aus der Not eine Tugend und fertigte Schmuck aus den Materialien, die vorhanden waren und kaum etwas kosteten.

Wie die Glasbläser feine Kugeln aus dem Glas bliesen, mit dem sie täglich zu tun hatten, verwendeten Schreiner frisch gehobelte Späne, die als Abfallprodukt reichlich in der Werkstatt fielen, und legten sie über die Tannenzweige.

Später formten sie aus den Spänen kunstvolle Sterne. Heute läßt der in Fürth ansässige Hersteller der Sterne eigens feine Späne nach seinen Vorgaben hobeln, das Holz dafür bezieht er aus dem Bayerischen Wald. In Streifen geschnitten, werden die Späne in Handarbeit zu tütchenartigen Gebilden geformt und zu einem Stern zusammengeklebt.

ab 3,80 

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Christbaumspitzen

 

 

 

Alte Legende. Neuer Reflex.

Lange bevor Lametta, ­Kugeln aller Art oder gar Wattebäusche den Weihnachtsbaum schmückten, war es Brauch, den Baum mit Naschwerk wie Äpfeln und Nüssen zu behängen. Am Heiligen Abend durfte der Baum geplündert werden. Nun begab es sich aber zu der Zeit, so erzählt die Legende, daß die Lauschaer Glasbläser solch kostspielige Leckereien nicht aufzubringen vermochten.

Um ihren Familien dennoch eine Freude machen zu können, formten sie Äpfel und Nüsse aus Glas – und brachten so die gläsernen Christbaumkugeln in die Welt. Der Wahrheitsgehalt dieser Legende ist umstritten, sicher ist aber, daß heute eine gläserne Christbaumspitze zur Dekoration gehört.

Vor der Flamme mundgeblasen und anschließend in eine Silberlösung getaucht, um sie von innen zu verspiegeln, reflektiert ihre Oberfläche den Lichterglanz. Aus Thüringen.

(Abb. li.) Dieser Spitze wird zusätzlich ein Reflex eingezogen oder eingestochen, der den glänzenden ­Effekt verstärkt. Silberfarben. Höhe 28,5 cm, Ø 7 cm. ­Gewicht 15 g.

ab 13,50 

(Abb. re.) Silberfarben. Höhe 28 cm, Ø 6 cm. ­Gewicht 20 g.