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Brillen-Stecketui Rindleder


Bestellnummer:  54913

Preis:  42,00 €

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Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation

Zweiteilig, aus vegetabil gegerbtem Rindleder (Lederstärke 2,5 mm). Das verstärkende Mittelstück ist zur Schonung der Brillengläser mit weichem Ziegenleder ausgeschlagen. Innenlänge je 14,5 cm. Gewicht ca. 110 g.
Schmal (Innenmaß: Breite 4,2 cm, Höhe 2,2 cm)
Breit (Innenmaß: Breite 5,5 cm, Höhe 2,5 cm).

Allgemeine Informationen

Brillenetuis aus Sattelleder.

Brillenetuis aus Leder verdanken ihre, die Brille schützende Stabilität zum einen der Stärke des ausgewählten Leders (hier 2,5 mm) und zum anderen der Tatsache, daß ein nasses Lederstück, das auf einem heißen Metalldorn geformt wurde, aushärtet und dann die einmal angenommene Form beibehält. Sie sind Etuis aus härteren Werkstoffen oft sogar überlegen, da das Leder bis zu einem gewissen Grad dabei seine Biegsamkeit nicht verliert und nicht brechen kann.

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Die Bewertung unserer Kunden – (2)

  • MMMMM 29.10.2010 anonym

    17 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Unbedingt empfehlenswert

    Ich habe das Etui schon einige Jahre und trage es ständig in meiner Aktentasche mit mir herum. Es sah beim Kauf so aus wie auf der Abbildung, und jetzt (von einem ganz leichten Nachdunkeln abgesehen) immer noch. Das Etui ist sehr schön, hervorragend verarbeitet und absolut stabil. Ein Schmuckstück - und ein perfekter Schutz für die Brille.

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  • MMMM 15.08.2010 anonym

    13 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    wertig

    Zwar war mein Etiu eher braun als rötlich, wie auf dem Foto dargestellt; auch war die Maserung nicht so deutlich erkennbar, aber trotzdem ist es immer wieder ein haptisches Vergnügen, meine Brille einem so hochwertigen Behältnis anzuvertraue. Vor allem, wenn ich sehe, daß nach dem Zusammenschieben der beiden Teile, beide Hälften, sauber voreinanderstossen.

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