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Brillen-Klappetui Rindleder


Bestellnummer:  54914

Preis:  42,00 €

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Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 2-3 Tagen

Produktinformation

Das Klappetui wird aus nur einem Lederstück geformt und vernäht. Seitenverstärkung durch die umgeklappten und vernieteten Seitenstücke. Rindleder, vegetabil gegerbt (Lederstärke 3,4 mm). Zur Schonung der Brille ist der Boden des Etuis mit einer gefütterten Einlage aus Ziegenleder versehen.
In zwei Größen:
Klein (Länge 15,5 cm, Breite 6 cm, Höhe 3 cm, Gewicht 70 g)
Groß (Länge 17 cm, Breite 8 cm, Höhe 3,5 cm, Gewicht 100 g).

Allgemeine Informationen

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Die Bewertung unserer Kunden – (1)

  • M 27.09.2010 anonym

    14 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    schönes Etui, jedoch Brillengefährlich!

    Ich habe dieses schöne Etui für den Schutz meiner Brille benutzt, bis die rel. harte Innenseite mir die Beschichtung der Gläser ruiniert hat! Durch den Gebrauch (Herumtragen, Bewegen) des Etuies entsteht scheinbar Reibung, die ausreicht, die Beschichtung der Gläser zu beschädigen. Ich habe mir dann - zu spät - ein textiles Brillenputztuch eingeklebt. Daher leider nur "Nachgebessert" zu gebrauchen - Schade!

    War diese Bewertung für Sie hilfreich?

    Kommentare zu dieser Bewertung lesen (3)

    • 06.10.2010 von Manufactum

      Befinden sich im Etui oder auf der Brille Schmutzpartikel, können diese durch Reibung Kratzer auf dem Brillenglas verursachen.

    • 17.11.2010 von Markus Johannes Titze

      Einfach wunderbar !!!!

      Das Etui ist einfach wunderbar. Hab es schon zweimal verschenkt, weil es anderen so gut gefallen hat und ich dann einfach nicht anders konnte. Insgesamt eine sehr ordentliche Sache. Einzelheiten sind in der Produktbeschreibung zu lesen. Also, macht euch selbst und euren Lieben ein Geschenk !!!!

    • 02.03.2011 von anonym

      Unglaublich schön mit einem (kleinen) Fehler

      Ein unglaublich schönes Brillenetui, auf das viele Leute immerwieder neidvoll schielen. Es fiel mir allerdings einmal aus der Hand, wobei der Druckknopf zersprang. Den habe ich dann bei einem Schuster für 3 EUR durch einen neuen, messingfarbenen, vor allem aber größeren und stärkeren Druckknopf ersetzen lassen. Jetzt sieht es sogar noch besser aus. Der Schuster meinte, dass der Originalknopf zu schwach sei für das dicke Leder. Diesen Eindruck habe ich übrigens auch von den beiden seitlichen Nieten. Also, liebe Manufactum-Leute: wenn Sie das noch verbessern, ist es das tollste Brillenetui der Welt. Dass die Brille zerkratzt wird, kann ich bei der kleinen Ausführung, die ich hier habe, nicht bestätigen.

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