Lockern, graben, lüften. Erste Schritte.
Drei Schritte führen zu einem guten Boden – einem, der so strukturiert ist, daß er Saatgut und Wurzeln gut Halt gibt und trotzdem für Wasser und Nährstoffe durchlässig bleibt. Bei der Neuanlage eines Beetes gilt es zunächst einmal, die vorgesehene Fläche von Pflanzenresten und Unkraut zu befreien.
Größeren Steinen und hartnäckigem Wurzelwerk rückt man dabei am besten mit der Spitzhacke zu Leibe – das scharf geschliffene Blatt teilt beides.
Anschließend wird der Boden mit Kultivator, Sauzahn oder Handegge durchgezogen und gelockert. Zur weiteren Bodenaufbereitung gehört es, mit der Schaufel Kompost auszubringen. Er verbessert die Bodenstruktur und regt das Bodenleben an. Leichte, sandige Böden werden mit Gesteinsmehl verbessert.
An der Oberfläche bleiben.
Weiter arbeitet man dann mit der Grabegabel, mit Sauzahn oder Kultivator – um schonend eine gründliche Durchlüftung zu erreichen, um die Erde zu zerkleinern und den Kompost unterzuheben; möglichst ohne die Bodenschichten zu mischen. Ein Umgraben mit dem Spaten ist im Hausgarten in den seltensten Fällen wirklich nötig, es sei denn, man hat es mit schweren, steinigen Böden zu tun oder plant, eine Fläche neu urbar zu machen. Dann lohnt es sich, bevor man die Saat ausbringt oder Pflanzen setzt, noch einige Zeit der Ruhe einzuplanen – damit das Bodenleben sich nach dem Umgraben wieder „zurechtrücken“ kann.
Das Ziel: eine stabile Krümelstruktur.
Ist alle Arbeit getan, ist der Boden für die Aussaat (oder die neue Bepflanzung) bereitet – von krümeliger Struktur, können Regen und Gießwasser keine Pfützen bilden, das ansteigende Grundwasser verdunstet nur langsam. In einem solcherart vorbereiteten, gut durchlüfteten Nährboden kann sich eine rege biologische Aktivität entfalten – Regenwürmer und andere Organismen finden ein weites Tätigkeitsfeld in den vielen kleinen Hohlräumen.
Östlich von Moskau, in der Stadt Sudoga, liegt die Heimat dieses Gartenwerkzeugs. Auf den Datschen der russischen Kleingärtner ist der „Flachschneider“ allgegenwärtig, der in Gemüsebeeten und Blumenrabatten erstaunlich vielseitig einsetzbar ist.
Die Form seiner Klinge gestattet eine sehr schonende Art der Bodenbearbeitung ohne Beeinträchtigung des Bodenlebens, ähnlich wie wir es hier nur vom „Sauzahn“ kennen. Eine Bearbeitungstiefe von 15 cm wird mit dem Flachschneider keinesfalls überschritten, so bleibt die Bodenstruktur erhalten, und Bodenschichten werden nicht vermischt oder vertauscht. Der Luft- und Wasserhaushalt im Boden bleibt intakt, Boden-
organismen finden weiterhin optimale Bedingungen vor – was gleichermaßen die Wachstums- und Entwicklungsbedingungen der Pflanzen fördert.
Jäten, Hacken, Häufeln. Einige Anwendungsbeispiele.
Die ungewöhnlich geformte Klinge ist es, die den vielseitigen Einsatz des Flachschneiders möglich macht. Hält man sie mit der Spitze zum Boden, kann dieser gründlich gelockert und gehackt werden; im Frühjahr vor der Aussaat oder im Herbst zur Vorbereitung auf die neue Gartensaison, wenn Mist oder Kalk auszubringen ist. In dieser Position lassen sich auch größer gewachsene Unkräuter leicht heraushacken.
Um 180° gedreht, kann das Gerät als sogenannte Schuffel dienen, als Stoß- oder Schiebehacke, die vom Körper weg über den Boden geschoben wird und mit der man auf besonders kraftvolle Art und Weise flachwurzelndem Unkraut zu Leibe rücken kann.
Die Klinge unterschneidet dabei die Wurzeln der Unkrautpflanzen; ganz hervorragend gelingt das z.B. auf Gehwegen. In der seitlichen Position – der Werkzeugkopf ist um 90° gedreht und die lange Schnittfläche der Klinge liegt auf dem Boden auf – kann das Gerät zum Anhäufeln von Gemüsepflanzen benutzt werden. Wildwuchs oder größere Unkrautstauden lassen sich „sensen“, und weniger hartnäckiges Unkraut kann in seitlichen Bewegungen ohne viel Aufwand unterschnitten werden; da man die Wurzeln durchtrennt, können die oberirdischen Pflanzenteile als organischer Dünger einfach liegenbleiben.
Ergonomisches Arbeiten.
Den Flachschneider bieten wir in zwei Ausführungen an. In der breiten Variante ist die Klinge dreifach in der Neigung verstellbar, ihre Position läßt sich so auch der Körpergröße des Gärtners anpassen. Zur Entlastung trägt ebenfalls die Form des Birkenholzstiels bei, dieser ist rechteckig, nicht rund, und läßt sich gut greifen.
Flachschneider Edelstahl in zwei Ausführungen
Klinge und Schrauben Edelstahl. Stiel Birkenholz russischer Herkunft.
Die Blätter dieser Hacken sind aus hochgehärtetem Kohlenstoffstahl geschmiedet und so geformt, daß sie an ihrem unteren Ende gleichermaßen dünn wie scharf, trotzdem aber sehr zäh und haltbar sind. Die Stiele sind aus dem Holz der Scheinkastanie gefertigt, die ein besonders biegsames und zugleich leichtes Holz liefert: weder besteht also Bruchgefahr, noch fallen die Stiele merklich ins Gewicht. Das ermöglicht ein kräftesparendes Arbeiten auch über längere Zeit – und größere Reichweiten.
Japanische Breitblatthacke lang
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Japanische Spitzblatthacke lang
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