Kartonbausatz mit Beugungsgitter, Linse
(f = +120 mm) und Film mit Nanometerskala
(400–700 nm) und Lichtspalt
(0,25 mm).
L 14,5 x B 2 x H 11 cm.
Zur Feststellung verbotener Glühbirnen. Und als Argument dafür.
Mag sein, daß EU-beauftragte
Leuchtmittelfahnder
demnächst mit
diesem praktischen Spektroskop ausgerüstet
werden, das ihnen die Ausforschung
hochkrimineller Glühlampen ermöglicht.
Doch auch dem mündigen
Bürger leistet es trefflichen Dienst: Es
ist in wenigen Minuten zusammengebaut
und erlaubt eine erstaunlich genaue
Darstellung des Lichtspektrums
aller möglichen Lichtquellen. Sie können
damit unter anderem die Sperrfilter
Ihrer Kameraausrüstung, den UV-Schutz
Ihrer Sonnenbrille und die spektralen
Lücken der Energiesparlampen
untersuchen. Außerdem gibt das Spektroskop
Aufschluß darüber, welche Art
von Leuchtmittel in der Straßenbeleuchtung,
hinter dem Wirtshausschild
oder im örtlichen Polizeipräsidium eingesetzt
wird.
Preis und Gestalt des handlichen Geräts
täuschen leicht über seine komplexe
Funktionsweise hinweg: In seinem
Innern werden die Spektralfarben von
einem hochpräzisen Durchlicht-Beugungsgitter
mit 1.000 Linien pro mm
regelrecht
ausgesiebt. Dadurch wird
der individuelle „Fingerabdruck“ jeder
Lichtquelle sichtbar und so die Unterscheidung
verschiedener Lichtarten
möglich gemacht, vom kontinuierlichen
Spektrum glühender Körper wie der
Sonne oder einer Glühbirne bis hin zu
den Linienspektren von Quecksilberdampflampen,
Auerschen Glühstrümpfen
und anderem. Die jeweilige Wellenlänge
läßt sich von einer Skala auf ca.
5 nm genau ablesen. Die Helligkeit ist
regulierbar. Die Meßabweichung dieses
Geräts gegenüber professionellen
Spektrometern liegt unter drei Prozent.