Ein Gärtner aus der Gegend um Lyon fand sie 1897 als Sport der ’Eugène Fürst‘ – seitdem wird diese exzellente Rose für jede gute Sammlung empfohlen. Die großen, schalenförmigen Blüten sind von einem leuchtenden Karminrot, dicht gefüllt mit gewellten Blütenblättern, die von einem schmalen weißen Rand gesäumt sind. Sie verströmen einen starken Duft und sind sehr haltbar. Die Rose blüht mit kleinen Unterbrechungen von Juni bis zum Frost; sie ist
unkompliziert, robust und gut winterhart. Der wenig bestachelte Strauch wächst kompakt und dicht und wird etwa 1,2 m hoch und breit.
Verwendung: Sehr gut für die Kübelbepflanzung geeignet, dann kann der Duft in Sitzplatznähe genossen werden.
Schnitt: Rückschnitt nach der Blüte, eventuell im Frühjahr ein Formschnitt.
Lieferung: Wir versenden die Rosen als wurzelnackte Sträucher, verpackt in feuchter Holzwolle. Sollten Sie die Rosen nicht gleich pflanzen, können Sie
sie (in geöffneter Verpackung und kühler, frostfreier Umgebung) etwa 2 Wochen lagern; das empfindliche Feinwurzelwerk darf dabei auf keinen Fall trocken werden. Besser ist es, die Rosen bis zur Pflanzung an einer schattigen Stelle im Garten einzuschlagen.
Jedem Paket liegt eine ausführliche Pflanz- und Pflegeanleitung bei. Falls die Mengen unserer Rosenschule nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.
Die Klasse der Remontantrosen (Rosa remontant).
Durch die Einkreuzung der Teerosen
aus dem fernen Orient entstanden in
Europa weitere Rosenklassen, u.a. die
Remontantrosen (auch centifolienartige
Parkrosen genannt), die bis auf wenige
Ausnahmen öfter blühen. Diese remontierenden
Rosen sind das Bindeglied
zwischen den alten und den modernen
Rosen.
Alte Rosensorten.
Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde, und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als „Alte Rosen“ gelten solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Jahr der Entstehung von ’La France‘, der ersten Teehybride. Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, denn mit dem Ziel, immer neue, moderne Rosen zu züchten, die immer dauerhafter und leuchtender blühen sollten, wurden viele dieser Sorten „zu Tode gekreuzt“. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewußte Gärtner ihrer wieder an. Sie suchten und fanden vergessene und fast ausgestorbene Alte Rosen in Hecken, Mauerfundamenten oder Bauerngärten. Als echte Rosenliebhaber erkannten sie die wahren Qualitäten dieser Sorten. Denn die historischen Rosen sind meist widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne, sie haben in der Regel einen wesentlich intensiveren Duft und ein großes Spektrum an Blütenfarben und -formen. Viele alte Sorten blühen zwar nur einige Wochen im Sommer, dafür aber um so verschwenderischer. Allerdings: Nicht immer blühen diese Rosen bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung.