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Banyuls Essig


Bestellnummer:  83676

Preis:  11,50 €

Grundpreis: 23,00 €/1l

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Verfügbarkeit
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Produktinformation

6% Säure. Alkoholgehalt 2,6 Vol.-%. 500-ml-Flasche

Allgemeine Informationen

Vom Fuß der Pyrenäen. Sonnengereifter Essig aus Banyuls-Wein.

Das älteste Verfahren zur Essigbereitung macht sich Nathalie Herre zunutze: Sie nimmt einen weißen Süßwein – nicht irgendeinen, sondern den Banyuls, einen der besten Süßweine Frankreichs – von einem befreundeten Winzer, füllt ihn in Eichenholzfässer und setzt diese über vier Monate der südfranzösischen Sonne aus, bevor der Essig weitere zwei Monate in Glasballons ruht. Dabei entstehen im Faß unweigerlich leichtflüchtige, acetonartige Nebenaromen, die jedoch beim Abfüllen auf die Flaschen weitgehend verschwinden. Sollten sie beim Öffnen der Flasche noch präsent sein, verfliegen sie durch Lüften der Flasche oder Dekantieren des Essigs. Spätestens dann bleibt nur das leicht alkoholische, fruchtbetonte Aroma des milden Essigs übrig. Die oxidative Herstellung sorgt für lange Haltbarkeit auch bei geöffneter Flasche. Weder der Basiswein noch der Essig ist geschwefelt, was äußerst ungewöhnlich ist.

Viel mehr als nur sauer. Essig.

Jahrhundertelang waren die Winzer auf Essig nicht gut zu sprechen. Kam es doch immer wieder vor, daß sich der mühevoll erzeugte Wein plötzlich als „Säuerling“ entpuppte – ein niederschmetterndes Resultat. Schon im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung riet der römische Schriftsteller Columella in seinem Ratgeber über die Landwirtschaft, solchen Wein zu Essig zu verarbeiten, wodurch Essig erstmals als eigenständiges Produkt wahrgenommen wurde. Im Mittelalter avancierte Essig dann zum universell eingesetzten Würzmittel, da die Geschmacksnote „sauer“ für die Kulinarik dieser Zeit von elementarer Bedeutung war. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in Orleans ein eigener Berufszweig, die Vinaigriers. Sie kauften den Winzern den sauren Wein ab und verfeinerten ihn zu schmackhaften Essigen, die bald nicht nur von den französischen Köchen ob ihrer feinen Würze hochgeschätzt wurden.
Der heutige Markt wird von industriell gefertigtem Essig beherrscht, der zwar kein Zufallsprodukt mehr, jedoch meilenweit von den wenigen handwerklichen Qualitätsprodukten entfernt ist, deren Erzeugung sich eine Handvoll engagierter Winzer, Obstbauern und Essigbrauer mit Enthusiasmus und Hingabe widmen – so wie dieser, in tapferer Verkostung ausgewählte.

Zutaten und Hinweise:

Rotweinessig.
Zutaten:
Rotweinessig.
Enthält 6% Säure.

Ursprung / Herkunft:
Frankreich

Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer:
La Guinelle Vinaigerie Artisanale
Cosprons
66660
Port-Vendres
Frankreich

Die Bewertung unserer Kunden – (2)

  • MMMMM 15.05.2011 anonym

    14 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Genußerlebnis

    Ich war mit meiner Familie in den letzten Ferien in Südfrankreich bei den Erzeugern mitten im Nirgendwo zu Besuch. Nach einer Irrfahrt durch wirklich abgelegenes Gebiet kamen wir zu diesem kleinen phantastischen Essigut. Wir bekamen da eine Führung über die Herstellung der verschiedenen Essigsorten und durften auch verkosten. Es war phantastisch, noch nie habe ich Essig direkt von einem Löffel so köstlich empfunden. Wer in die Gegend von Banjul kommt, sollte sich dieses Erlebnis unbedingt gönnen. Leider gehen unsere mitgebrachten Vorräte nun zu Ende und wir sind froh, hier wieder eine Bezugsquelle zu finden. Direkt ab Gut bekommt man übrigens noch einiges an Sorten angeboten, die alle eine Sinneserfahrung wert sind.

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  • MMMMM 20.08.2008 anonym

    28 von 43 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Essig als Getränk

    Ich benutze den Banyuls-Essig, um ein nach meiner Kenntnis ziemlich in Vergessenheit geratenes, erfrischendes Getränk herzustellen: Posca. Im Internet findet sich unter diesem Begriff folgende Erläuterung: Posca Das bekannteste nichtalkoholische Getränk der römischen Bürger und vor allem auch der Legionäre war die posca, eigentlich nichts anderes als Essigwasser. Der säuerliche Geschmack erfrischt ungemein. Notfalls überdeckte der Essig auch eine schlechtere Qualität des verwendeten Wassers. Durch ihre leichte Zubereitung (man brauchte nur den Weinessig zufügen) wurde posca zum Massengetränk. Bekannt bis in die heutige Zeit ist posca - wenn auch nicht namentlich erwähnt - durch die Bibel. Als Jesus am Kreuz hing und die Soldaten sein Leiden lindern wollten, griffen sie zu dem, was sie selbst gerade in der Feldflasche bei sich führten: posca. Mit einem Schwamm, gespießt an einen Stock, reichten sie das Getränk zum Gekreuzigten hinauf. Diese Tat war somit keine Boshaftigheit, wie in der Kirchengeschichte zumeist vermutet, sondern der Versuch, den Leidenden zu erfrischen Ein exemplarisches Beispiel römischer Propaganda, durch die sich ein Kaiser u. a. mit Hilfe der Posca dem „einfachen Mann" bzw. Soldaten annähert, beschreibt die Historia Augusta, eine spätantike Sammlung von Kaiserbiographien. Nachdem der Kaiser im Feldlager persönlich mit einer Handmühle vor den Augen der Legionäre Korn gemahlen und ein einfaches Soldatenvollkornbrot (panis militaris) im Feuer gebacken hat, lässt er sich zum Herunterspülen der trockenen Kost nicht etwa den teueren Wein reichen, sondern den einfachen Trunk der Legionäre, die Posca. Mit dem sauren Getränk prostet er den Männern zu und gewinnt damit ihr Herz. Die Legionäre sollen denken: „Dieser Kaiser ist einer von uns, er isst und trinkt das gleiche wie wir!" Für Kaiser Trajan oder auch Hadrian und andere ist solch ein Auftritt belegt.

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