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Gepflegt abhängen – das kleine Einmaleins der Balkonkästen

Der Balkongärtner hat es schwer. Kann der Nachbar im Erdgeschoß mit Zugang zum Garten in Sachen Bepflanzung aus dem Vollen schöpfen, muss der Etagenbewohner sich in Beschränkung üben und seine Kulturen auf Balkonkästen und Kübel verteilen. Kultiviert ist etwas anderes – oder etwa nicht? Doch wehe dem, der dem Kleinstgärtner unrecht tut. Auf engstem Raum ein adäquates Habitat für Pflanzen und Blumen zu schaffen, ist vielleicht anspruchsvoller, als die gleiche Leistung auf ausgedehnten Liegenschaften zu erbringen. Die Wahl der Pflanzbehältnisse mag dabei auf den ersten Blick zweitrangig oder als hauptsächlich modische Fragestellung erscheinen, aber bei genauerem Hinsehen entpuppt sich der geeignete Balkonkasten als das A und O erfolgreicher Bewirtschaftung.

 

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Alles andere als substanzlos. Die Frage nach dem Material.

Machen wir uns nichts vor: Der Klassiker unter den Blumenkästen besticht (oder auch nicht) durch seine einfache Plastikanmutung. Ein solch schlichtes Exemplar mag unter rein praktischen Gesichtspunkten seine Daseinsberechtigung haben – immerhin ist Plastik die leichteste Alternative und zudem recht günstig in der Anschaffung –, unter ästhetischen Aspekten jedoch sind alle Konkurrenten unbestritten überlegen.

Ein naturnah angelegter Balkon mit rustikaler Note gewinnt durch den Einsatz von Holz. Unser Balkonkasten aus Robinienholz ist zum Zwecke längerer Haltbarkeit innen ausgefeuert, sollte aber nichtsdestotrotz durch ein passendes Innengefäß oder einen Folieneinsatz vor Fäulnis und Verformung des Holzes geschützt werden. Wir empfehlen außerdem, die Folie mit kleinen Löchern zu versehen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Sollten Sie bereits im Besitz von Plastik-Blumenkästen sein, können Sie der Optik mithilfe unserer Holzverkleidung aus Tannenholz nachhelfen. Beide Produkte sind unbehandelt belassen und werden langfristig Spuren der Zeit aufweisen, denn wir betrachten natürliche Patina als Gestaltungselement, nicht als Makel.

Wer Beständigkeit bei der Balkongestaltung schätzt, greift zu verzinkten Pflanzgefäßen, die sich einerseits durch ihre Haltbarkeit und Resistenz gegen Witterungseinflüsse auszeichnen und andererseits durch ihr zeitloses Erscheinungsbild zu beeindrucken wissen. In der Interaktion mit den Pflanzen selbst kann Zink sowohl zum Vorteil gereichen als auch zu viel des Guten sein. Als Nährstoff ist das Spurenelement zwar für alle Lebewesen elementar und damit auch unentbehrlich für ihr heimisches Biotop, für einige Pflanzen kann ein Überangebot, wie die Balkonkästen es bereitstellen, aber auch schädlich sein. Im Zweifel dient ein Kunststoffeinsatz als schützende Brücke.

Trotz seiner schlichten Schönheit nur selten anzutreffen ist der Blumenkasten aus Eternit – ein echtes Schwergewicht unter den Pflanzgefäßen. Früher als Asbestschleuder verschrien, ist Faserzement mittlerweile frei von Schadstoffen und für Mensch und Pflanze völlig unbedenklich. Tatsächlich bietet das Material durch seine Beschaffenheit sogar enorme Vorteile und sollte bei einer Neuanschaffung als Option berücksichtigt werden. Eternit-Balkonkästen sind atmungsaktiv, können überschüssige Feuchtigkeit nach außen ableiten und dadurch Staunässe verhindern. Überdies werden die Pflanzenwurzeln durch die Verdunstungskälte vor etwaiger Überhitzung geschützt, was besonders auf Südbalkonen relevant ist, aber auch an anderen Standorten empfindlichen Gewächsen zugutekommt. Ob mit Wasserspeicher, für all jene, die ihre Pflanzung nicht ständig im Blick behalten können, oder auch in der Basisvariante – Eternit-Balkonkästen machen ihrem Namen alle Ehre und sind eine Anschaffung für die Ewigkeit.

Balkonkästen bei der Stange halten.

Erfolgt die Wahl der Blumenkästen noch vorrangig nach ästhetischen Gesichtspunkten, sollte sie für die Halterungen rein praktisch orientiert sein, denn sie müssen einiges aushalten. Wenn sich die Gewichte von Balkonkasten und nasser Erde addieren, kommen je nach Größe viele Kilogramm zusammen und weder Befestigung noch Geländer verfügen über unbegrenzte Tragkraft. Neben dem maximalen Belastungsgewicht sollte Ihr Augenmerk außerdem darauf liegen, dass die Halterungen in der Breite verstellbar sind und sich individuell an die Dimensionen Ihres Balkons anpassen lassen. Dass ein Rundgeländer dabei anderen Regeln folgt als ein eckiges, versteht sich von selbst. Im Manufactum Sortiment bieten wir Lösungen für beide Geländerarten – stahlhart und kräftig zupackend sind sie allesamt.

Für Individualisten hat MAGAZIN darüber hinaus Tragegurte im Programm, mit denen sich Weinkisten oder andere zweckentfremdete Behälter im Handumdrehen in Blumenkästen verwandeln lassen. Egal welche Variante Sie wählen: Während es dem Balkonkasten relativ egal ist, ob er sich in der Waage befindet oder nicht, kann eine schiefe Anbringung beim anschließenden Gießen durchaus beschwerliche Konsequenzen haben. Ist das Gefälle zu groß, kann Substrat ausgespült werden oder – im Falle einer verhärteten Erdoberfläche – Wasser abfließen, ohne einzudringen. Fünfe gerade sein lassen können Sie an anderer Stelle, hier ist Maßarbeit gefragt.

Tipps für die richtige Bepflanzung Ihrer Balkonkästen – egal ob im Frühling, Sommer oder Herbst – haben wir übrigens in unserem Manufactum Gartenjahr für Sie zusammengestellt. Hängen lassen sollen sich schließlich nur die Kästen, nicht die Pflanzen.