Die „richtige“ Größe einer Armbanduhr läßt sich nicht, wie etwa bei Schuhen, zwingend aus den körperlichen Proportionen (hier: des Handgelenks) ableiten. Zu sehr ist eine Uhr eben auch Schmuck und als solcher
dem jeweiligen kulturellen Hintergrund und der Mode unterworfen. Zwar haben sich naturentsprechende Größenverhältnisse erfahrungsgemäß immer als sehr beständig und dauerhaft angenehm erwiesen, trotzdem ist das jeweilige Schönheitsempfinden einer Epoche kein Naturgesetz. Solange man die Zeit gut ablesen kann, bleibt die Größe einer Uhr Geschmackssache.
Der Geschmack allerdings ist von sehr flüchtiger Natur, und was heute angesagt ist, wird schon bald von gestern sein. Der oft künstlich herbeigerufene Trend diktiert dies oder jenes, und bald schlägt das Pendel ins andere Extrem aus. Moden oszillieren um unsichtbare Mitten, und wer eine solche Mitte trifft, der steht außerhalb des saisonalen Getues, ohne je wirklich unmodisch zu sein. Es ist also auf lange Sicht eine kluge Entscheidung, sich nicht am modischen Extrem zu orientieren, sondern am Ruhepunkt des Pendels. Bezogen auf Uhren an einer nicht extremen, sondern einer selbstverständlichen Größe.
Mit der kleineren Tangente 33 schloß man so eine Lücke im Sortiment – und schuf eine gute Damen-Armbanduhr, die die erprobten Proportionen der Tangente wahrt und gleichzeitig klar und schlicht bleibt. Wie das Herrenmodell kommt sie mit einem galvanisierten, weiß versilberten Zifferblatt und temperaturgebläuten Zeigern. Das wasserabweisende Armband ist aus Veloursleder gefertigt, das von Kälbern aus den deutschen Alpen stammt. Handaufzugwerk Nomos "a" (ohne Datumsanzeige), 17 Steine, 43 Stunden Gangreserve. Zifferblatt galvanisiert, weiß versilbert, Zeiger temperaturgebläuter Stahl. Saphirglasabdeckung und Stahlboden. Gehäuse Edelstahl poliert. Gehäusehöhe 6,8 mm, Ø 33 mm. Druckfest bis 3 bar. Graues Kalbvelours-Lederarmband, Breite 17 mm. Gewicht mit Armband 32 g.
Nomos Tangente 33 Stahlboden Damenuhr 1.180,00 Euro
Die Tangente ist ein Nomos-Entwurf, der bereits unmittelbar nach dem Erscheinen der Armbanduhr zu Beginn der 1990er Jahre als gestalterisch großer Wurf Furore machte. Das flache Gehäuse und das Zifferblatt gehen auf Glashütter Entwürfe aus den 1920er Jahren zurück und zeigen eindrucksvoll, wessen ein unangestrengt-pragmatischer Minimalismus früher einmal fähig war. Vor Jahren, als wir die Armbanduhr zum ersten Mal anboten, mochten wir uns nicht dazu hinreißen lassen, die seinerzeit noch relativ neue Tangente als Klassiker zu bezeichnen – eingedenk des geflügelten Wortes von Sloterdijk, daß Klassiker nur solche Hervorbringungen menschlichen Geistes sind, die „ihre Kritiker überleben“.
So weit ist es auch heute noch nicht, aber die Vielzahl nachempfundener Armbanduhren deutet an, daß sie auf dem besten Weg ist, ein Klassiker zu werden. Wir bringen die Tangente ohne Datumsanzeige und mit Stahlboden. In jedes Uhrwerk ist eine fortlaufende Seriennummer sowie die griechische Kaliberbezeichnung („a“ für das Handaufzugswerk ohne Datum) eingraviert.
Handaufzugwerk Nomos a (ohne Datumsanzeige), 17 Steine, 43 Stunden Gangreserve. Zifferblatt galvanisiert, weiß versilbert, Ziffern arabisch, Zeiger temperaturgebläuter Stahl. Saphirglasabdeckung und Stahlboden. Gehäuse Edelstahl poliert; Höhe 6,2 mm, 35 mm Ø. Schwarzes Cordovan-Lederarmband, Breite 18 mm. Gewicht mit Armband 38 g.
Nomos Tangente Stahlboden Herrenuhr 1.280,00 Euro
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