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Active Wear +. Kreislauffähige Mode

Eine Kooperation zwischen Manufactum und der Esmod Berlin. Der Kreis schließt sich.

Die Modebranche ist einer der schnelllebigsten Wirtschaftszweige unserer Zeit, meist liegen nur noch wenige Wochen zwischen Entwurf und fertigem Produkt. Beständig wird Neues produziert, beständig wird Neues nachgefragt. Gleichzeitig wird Kleidung zur Wegwerfware, wird nur noch wenige Male getragen, bevor sie im Mülleimer oder Altkleidercontainer landet. Das Ergebnis sind Rohstoffknappheit, sich immer weiter anhäufende Müllberge und soziale Missstände – eine Situation, die den Vorstellungen von Manufactum diametral entgegensteht und ein wesentlicher Grund für uns ist, die Entwicklung zukunftsweisender Ideen in diesem Bereich zu fördern.

Eine runde Sache. Die Idee der Kooperation.

Gemeinsam mit Esmod, der Internationalen Kunsthochschule in Berlin, und zwölf Studierenden des Masterstudiengangs „Sustainability in Fashion“ hat Manufactum daher im Sommersemester 2016 ein umfangreiches Projekt umgesetzt: Aufgabe war es, ganzheitliche Konzepte im Bereich der Active Wear zu entwickeln – Mode, die beruflichen oder privaten Ansprüchen aktiver Menschen genügt und die zugleich im Sinne der Kreislauffähigkeit den weitreichenden Anforderungen an nachhaltige Mode gerecht wird. Anforderungen, die von der Fähigkeit verlustfreien Recycelns oder der Kompostierbarkeit der Materialien, über Gestaltungsaspekte wie Modularität – und damit steigende Wandelbarkeit, Funktionalität und Attraktivität der Kleidungsstücke –, bis hin zu Textilrücknahme und Anforderungen an Zulieferer reichen. Darüber hinaus sollte eine Kommunikationsstrategie entwickelt werden, die den Kunden die Gedanken und Vorteile des „Cradle to Cradle®“-Prinzips, das heißt der Vision eines zyklischen Stoffkreislaufs, nahebringt.

Die guten Dinge von morgen. Erfolg in der Umsetzung.

Von der anfänglichen Vorbereitungsphase über die konzeptionelle Arbeit bis hin zur Umsetzung eines Prototypen wurden die Studierenden intensiv begleitet, einerseits von Manufactum und den verantwortlichen Betreuern unter der Leitung von Prof. Friederike von Wedel-Parlow, andererseits von externen Experten wie Johan Arnø Kryger vom Danish Fashion Institute. Und die Erwartungen wurden übertroffen, denn die visionären Ideen der Studierenden, die am 2. August 2016 präsentiert wurden, gehen über die reine Vision deutlich hinaus – sie reichen bis in den Bereich von konkret umsetzbaren Produktideen, die vielleicht in Zukunft in den Regalen der Manufactum Warenhäuser zu finden sein werden.

Nachhaltigkeit zum Anfassen. Eine Wanderausstellung der besten Entwürfe.

Zunächst jedoch werden sieben der vielversprechendsten Entwürfe inklusive des dazugehörigen Konzepts und von Materialien, die den Gestaltungsprozess illustrieren, auf einer Tournee durch Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt. Darunter modulare Workwear aus recycelten Rohstoffen, die sich den Jahreszeiten anpasst, eine Outdoorjacke, die sowohl funktionalen als auch modischen Ansprüchen gerecht wird und deren Material Nährstoffe für die Erde enthält, in die sie am Ende ihres Daseins wieder überführt werden kann, oder ein variantenreicher Hybrid aus Jacke und Rucksack, rein aus Wolle gefertigt – das Spektrum ist beeindruckend und absolut sehenswert.

Von 26. bis 30. September im Warenhaus Köln.

Am 26. September startet die Roadshow im Warenhaus Köln und zeigt bis zum 30. September vier ausgewählte Exponate, vom 3. bis 6. Oktober macht sie in vollständiger Besetzung Station auf der Textile Exchange Sustainability Conference in Hamburg, einen Monat später, vom 3. bis 5. November, werden wiederum vier der Stücke Teil der „MODEMACHT – what's fair Fashion?“-Ausstellung im Museum for Applied Art in Frankfurt sein, und im Januar 2017 beschließt eine Präsentation aller ausgewählten Arbeiten im Greenshowroom Berlin die Reise.

Esmod Berlin
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Alternativen zu Plastik. Im Kleinen anfangen. Groß rauskommen

Plastik umgibt uns in allen Lebensbereichen. Verpackungen, Spielzeug, Zahnbürsten – viele der Dinge, die wir jeden Tag nutzen, werden daraus gemacht. Die Zahlen sind alarmierend: Weltweit werden jährlich mehr als 300 Mio. Tonnen Kunststoff produziert, rund 8 Mio. Tonnen gelangen in die Ozeane – wo ganze Teppiche entstehen. Bis zu 450 Jahre kann es dauern, bis Plastik abgebaut ist. Zudem enthält Kunststoff häufig das umstrittene Bisphenol A (BPA), einen hormonwirksamen Grundstoff, der schädlich sein soll. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, das Material von Anfang an zu vermeiden – in Küche, Bad oder Kinderzimmer. Alternativen zu Plastik

Grüner Pionier aus Dänemark. Knowledge Cotton Apparel

Die Eule im Logo des dänischen Labels Knowledge Cotton Apparel steht für Weisheit und Wissen. Zwei Bausteine, die sich auf die Unternehmensgeschichte und die Philosophie der Marke übertragen lassen. Bereits 1969 gründete Jørgen Mørup zusammen mit seinem Vater ein kleines, auf Nachhaltigkeit fokussiertes Textilunternehmen im dänischen Herning, das Ende der 1980er Jahre begann Kleidung aus ökologisch produzierter Baumwolle herzustellen. 2008 folgte als logische Konsequenz und wieder im Team, diesmal mit Sohn Mads, die Gründung des Labels Knowledge Cotton Apparel, eine Firma, die für lässige, sportliche Herrenmode steht – Mode, die natürlich nachhaltig produziert ist. Knowledge Cotton Apparel

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