Ofen Keumalit, Tür Stahl, mit Ofenlack lackiert. Scheibe Robax®. Nennwärmeleistung 1,8–2,5 kW. Oberfläche 2 qm. Höhe 125 cm, 52 cm Ø. Gewicht 400 kg.
Der Grundofen ist in folgenden Farben erhältlich: Weiß, hellem Grau, Herbstlaub, Weinrot oder in dunklem Grau.
Ein Grundofen sammelt die dem Holz
entnommene Heizenergie in inneren
und äußeren Steinspeichern und strahlt
sie als sonnengleiche Wärme langsam
und gleichmäßig wieder ab. Diesem
Prinzip steht der Kaminofen gegenüber,
der einen möglichst freien Blick auf das
brennende Holz gewährt.
Der Bremer Ofenbauer Holger Ludwig,
ein gelernter Keramikmeister, der über
die Baukeramik und raumgestaltende
Keramik zum Kachelofenbau gekommen
ist, hat die Vorzüge beider Techniken
in einem von ihm entwickelten
Kamin-Speicherofen zusammengeführt,
der noch dazu nicht – wie der klassische
Grundofen – für alle Zeiten an Ort
und Stelle aufgemauert werden muß,
sondern bei einem Umzug einfach mitgenommen
werden kann. Die kompakten
Maße erleichtern den Transport und
erlauben eine Installation ohne allzu
großen Platzbedarf.
Der aus drei gegossenen Ringen bestehende Brennraum wird ebenso wie der Mantel aus Keumalit gefertigt, einem ofenkeramischen Material, dessen Vorbild dem Hochofenbau entstammt. Es besitzt zwei wesentliche Vorzüge: Zum einen ist es enorm hitzebeständig, da es nur eine äußerst geringe Wärmeausdehnung besitzt, wodurch Materialspannungen praktisch nicht auftreten. Zum anderen weist das Gefüge kein sogenanntes Festigkeitsloch auf, das andere Materialien bei bestimmten Temperaturen brüchig macht. In der Summe wird daraus ein Ofen mit einer außerordentlich langen Lebensdauer. Darüber hinaus ist die Oberfläche des Materials gut glasierbar.
Glasierte Oberflächen haben sich im
Kachelofenbau seit Jahrhunderten bewährt.
Sie erlauben eine farbliche Gestaltung,
geben dem Ofen eine wohnliche
Anmutung und sind pflegeleicht.
Dank des beim Bremer Grundofen
verwendeten Keumalit kann die Glasur
großflächig auf die Keramikmasse
gebrannt werden.
Die zweischichtige Glasur besteht aus
einer Pigmentschicht mit Einschlußfarbkörpern,
die sich anders als Oxidfarben
beim Brennen kaum verändern und
daher fast keine Farbabweichungen
aufweisen, sowie einer darüberliegenden
transparenten Deckglasur. Die Risse
in der Glasur sind ein spezifisches
Erscheinungsbild der glasierten Keumalit-Masse. Sie lassen sich einfärben
und sind dann deutlich sichtbar. Nicht
eingefärbt sieht man sie nur bei bestimmten
Lichtverhältnissen. Die Glasur
kann mit handelsüblichem Neutralreiniger
gepflegt werden.
Von den abgebildeten Farben
können Sie sich auf Anfrage leihweise
Musterkacheln zusenden lassen – gegen
eine Schutzgebühr, die wir Ihnen
bei Rückgabe vergüten.
Als Sonderwunsch können Sie – gegen
einen Aufpreis, der sich nach dem
Aufwand richtet – auch eine Ihrem individuellen
Farbwunsch entsprechende
Glasur bekommen. Wenden Sie sich in
diesem Fall bitte an unsere Sonderbestellabteilung.
Der Bremer Grundofen heizt mit Speicherwärme, nachdem das Holz – etwa 5 kg – während der etwa eineinhalbstündigen Feuerungsphase in der Brennkammer abgebrannt ist. Als vergleichsweise kleiner Grundofen kommt er nicht ganz an die Wirkungsgrade größerer Öfen heran, seine Kapazität reicht jedoch in Räumen mit einer Grundfläche von 25 bis 35 m² – abhängig von der Isolierung der Wände – als Vollheizung für 8 bis 10 Stunden aus. Ein unmittelbar an die erste Feuerung anschließender erneuter Abbrand ist zwar wärmetechnisch nicht erforderlich, aber oft aus optischen Gründen erwünscht. Dank des überaus belastbaren Materials nimmt der Ofen dabei – im Gegensatz zu Grundöfen aus herkömmlich gefestigten Ofenbaumaterialien, bei denen Dehnungsrisse die Keramik auseinandertreiben würden – keinen Schaden.
Die Belüftung des Brennraums erfolgt von vorne und unten – über mittels eines Schiebers gesteuerte Schlitze. Auf Wunsch kann der Bremer Grundofen auch – gegen Aufpreis – an eine externe, raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr angeschlossen werden. Das Kaminfenster ist mit einer Doppelscheibe aus Robax® – einer transparenten Glaskeramik mit extrem niedriger Wärmeausdehnung – ausgeführt, die gewährleistet, daß weder Rauchgase in den Raum austreten noch Rußablagerungen auf dem Türfenster entstehen und beim Nachlegen von Holz nur wenig kalte Luft in den Brennraum gelangt. Jeder der Öfen ist ein in Handarbeit hergestelltes Unikat.
Mit Öfen ist es wie mit Winterreifen: Der richtige Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen, ist nicht dann, wenn der erste Schnee fällt, sondern dann, wenn noch genug Zeit bleibt, die mit Bedacht getroffene Wahl in die Tat umzusetzen. Deshalb stellen wir Ihnen hier in zusammengefaßter Form die Ofenbauer vor, mit denen wir zusammenarbeiten und zeigen ihnen einen Ausschnitt aus unserem Ofensortiment, darunter neue Modelle, bewährte Öfen und Ofendetails Unsere Ofenbauer sehen sich übrigens weniger als Konkurrenten, sondern achten sich als spezialisierte Fachleute. Man merkt es daran, daß sie sich gegenseitig beraten und einander bereitwillig Fachwissen, neugewonnene Erkenntnisse sowie technische Einrichtungen zur Verfügung stellen.
Der 1960 geborene, heute in Bremen ansässige Ofenbauer Holger Ludwig hat von 1979 bis 1982 – seinerzeit noch in der DDR – den Beruf des Keramikers erlernt, in dem er auch den Meistertitel erwarb. Nachdem er 1988 in die Bundesrepublik ausgewandert war, beschäftigte er sich zunächst mit Gebrauchskeramik. Auf seinen Reisen über die Töpfermärkte der Bundesrepublik lernte er in Bayern den Kachelofenbau kennen und entdeckte seine Faszination für dieses Thema. Bei den dortigen Ofenbauern erwarb er die einschlägigen Fachkenntnisse, und seit Mitte der 1990er Jahre ist er selbst im Ofenbau tätig. Sein Ziel war ein Ofen, der die optischen Vorzüge eines Kamins mit den wärmetechnischen eines Speicherofens kombiniert – das ganze noch dazu auf kleinem Raum und so aufgebaut, kondaß der Ofen nicht wie ein klassischer Grundofen für alle Zeiten an Ort und Stelle aufgemauert werden muß, sondern bei einem Umzug mitgenommen werden kann. Um all diese Anforderungen zu erfüllen, mußte er zunächst ein Material entwickeln, das sich zum einen in kompakten Formen gießen läßt und zum anderen durch Erwärmung kaum ausdehnt. Zudem sollte es kein Festigkeitsloch aufweisen, das andere Materialien bei bestimmten Temperaturen brüchig macht, damit der Ofen wie ein offener Kamin auch im Dauerbetrieb laufen kann. Und nicht zuletzt sollte es zugunsten einer wohnlichen Optik direkt glasierbar sein. Das Resultat seiner Anstrengungen ist das von ihm 2005 zur Marktreife gebrachte Keumalit (von lat. cheuma = Guß und griech. lithos = Stein), eine Keramikmasse, in deren Entwicklung Ludwig Erkenntnisse aus dem Hochofenbau einfließen ließ.
Lieferzeit mindestens 8 Wochen. Preis inkl. ebenerdiger Lieferung (bis zu drei Stufen Höhenunterschied) frei Verwendungsstelle. Für weitere Leistungen erstellt Ihnen unsere Sonderbestellabteilung, die Sie unter (0 23 09) 93 90 50 erreichen, einen Kostenvoranschlag.
enthält kein Produkt.
Den Manufactum Ofenladen können Sie hier als
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Klassische Warenkunde von 1920