Oberleder vollnarbiges Kalbleder (Lederstärke 1,2–1,4 mm), gemischt gegerbt (chromvor- und vegetabil nachgegerbt). Futterleder ungefärbtes Rindleder, vegetabil gegerbt. Laufsohle aus altgrubengegerbtem Rindleder von Rendenbach, Brandsohle Rindleder, vegetabil gegerbt. Ausballung aus Kork, Gelenkfeder aus Ahornholz. Farbe Dunkelbraun.
Die äußere Form des Penny-Loafers ist seit seiner Einführung in den 1930er Jahren nahezu unverändert geblieben. Die Vorteile des rahmengenähten Modells von Ludwig Reiter bemerken Sie beim Tragen am Laufkomfort und an der Langlebigkeit. Das Oberleder, ein gemischt gegerbtes Kalbleder, ist besonders weich und geschmeidig. Das Futterleder und die Brandsohle sind rein vegetabil gegerbt, was eine gute Atmungsaktivität und ein optimales Klima im Schuh gewährleistet; das mit einer doppelten Einfassung gearbeitete Fersenleder gibt sicheren Halt. Der Lederschichtabsatz ist mit Stahlstiften genagelt und mit einer Laufecke aus rutschfestem Gummi versehen.
Die Wiener Schuhmanufaktur Ludwig Reiter gehört zusammen mit einigen wenigen englischen und ungarischen Herstellern zur Crème de la Crème der Schuhmacher. Die Damenschuhe von Reiter werden nach den Standards handwerklicher Schuhherstellung rahmengenäht und „richtig“ aufgebaut. Schon aus konstruktiven Gründen wirken sie daher etwas strenger. Dieser Penny-Loafer ist nach dem Goodyear- Verfahren genäht, das den komplizierten und langwierigen Vorgang des Rahmennähens maschinell nachbildet und besonders in den angelsächsischen Ländern verbreitet ist.
Die Brandsohle.
Für die wichtige, im Wortsinn „fundamentale“
und von den Schustern
als „Seele des Schuhs“ bezeichnete
Brandsohle im Innern des Schuhs –
heute nicht selten entweder gar nicht
vorhanden oder aus Pappe – ist Leder
unübertroffen. Im Regelfall lassen wir
Rindleder verarbeiten, es wird gerade
von Füßen, die zum Schwitzen neigen,
gut vertragen. Trotz seiner Vorzüge
wird es wegen seines höheren Preises von vielen Herstellern heute nicht mehr
verwendet.
Die Laufsohle.
Das Leder für den Bodenbau von
hochwertigen Schuhen, die lange
halten sollen, muß dick, relativ hart,
fest, aber auch biegsam sein. Es muß
wasserabweisend und mit einem sehr
geringen Saugvermögen ausgestattet
sein. Eine vegetabile Gerbung macht
das Lederfasergefüge abriebfester
und haltbarer. Das beste Material für
die Sohlenherstellung ist altgrubengegerbtes Leder, wie Sie es beim Penny-
Loafer von Ludwig Reiter finden.
Das Futterleder.
Dem Futterleder kommt eine besondere
Bedeutung zu, da es die Hauptmenge
der Fußfeuchtigkeit aufnehmen
muß. Es ist in der Regel ein chromoder
gemischt gegerbtes Rind- oder
Kalbleder; vegetabil gegerbte Leder
als Futterleder zu verarbeiten ist heute
nur noch die Ausnahme – bei uns aber
eher die Regel.
Alle Schuhe sind auf dem jeweils „üblichsten“ Leisten gearbeitet.
Bei guter Pflege halten unsere Schuhe viele Jahre. Sollte irgendwann einmal eine Reparatur oder Neubesohlung notwendig werden, übernimmt dies gerne unser Schuster. Wenden Sie sich telefonisch an unser Kundenzentrum oder an jedes unserer Warenhäuser.
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Klassische Warenkunde von 1920