Halbleinen (60 % Baumwolle, 40 % Leinen, Gewebegewicht 300 g/qm). Mit schmalem Saum und unterschiedlich breiten roten bzw. weißen Längsstreifen. Die Tischdecken sind nicht vorgewaschen, der Einsprung beträgt ca. 8%. Damit er möglichst gering ausfällt, empfehlen wir, die Decken zunächst einmal kalt zu waschen. Anschließend sind sie bei 60 °C waschbar, jedoch nicht für den Trockner geeignet.
Die Streifenmuster dieser Tischwäsche waren einst Kennzeichen der Zugehörigkeit zu einer Familie. Dabei gab die Breite der sieben, für die baskischen Provinzen in Spanien und Frankreich stehenden Streifen über den Reichtum und die soziale Stellung des Besitzers Auskunft. Ursprünglich fanden sie sich auf den „mantes à boeuf“ – den Decken, die die Ochsen während der Arbeit auf den Feldern vor Sonne und Insekten schützten. Aus den robusten Stoffen wurden später auch Tischdecken und Küchentücher gefertigt, und bis heute finden sich die Muster in der Tischwäsche der Region. Allein im Archiv unseres Herstellers werden mehrere hundert Variationen der traditionellen Streifenzeichnung aufbewahrt. Diese griffige, strapazierbare Tischwäsche stammt aus der 1910 im Béarn gegründeten und noch heute dort ansässigen Weberei Tissage Moutet. (Viele traditionelle Webereien des benachbarten Baskenlandes waren dorthin abgewandert, um die hydraulische Energie der aus den Pyrenäen kommenden Flüsse zum Weben zu nutzen.) Ihre Tischwäsche ist fast ausschließlich im regionalen Handel zu finden. Der leicht zu pflegende Stoff ist aus naturfarbenem Leinengarn (im Schuß, Nm 12) und einem Baumwollzwirn (in der Kette, Nm 50/2) in fester Köperbindung gewebt, die farbigen Streifen sind aus feinerem Baumwollgarn in Satinbindung ausgeführt. Die größte Tischdecke mißt in der Länge ganze 3,50 m, wodurch sie sich besonders für die lange, sommerliche Gartentafel eignet. Die schmale Tischdecke (120 x 250 cm) ist in Länge und Breite genau auf unseren Biergartentisch Robinienholz zugeschnitten.
Wir haben hier ein kleines Sortiment Tischwäsche zusammengestellt aus Tischdecken verschiedener Musterung und Herkunft, teilweise mit den passenden Servietten, die allesamt für den Außeneinsatz geeignet und dementsprechend unempfindlich und pflegeleicht sind. Besonderes Augenmerk liegt auf der Tischdecke „Harro“, die eigens für uns wieder aufgelegt wurde und die in der Werkstatt von Henni Jaensch-Zeymer in Geltow entstanden ist. Wie die baskische Tischwäsche auch besteht sie aus einem festen Halbleinengewebe. Die italienische Tischwäsche aus dem Offizierskasino ist aus strapazierbarer Baumwolle gewebt.
enthält kein Produkt.
Klassische Warenkunde von 1920