230-g-Glas.
Grundpreis: 2,70 Euro / 100 g
Von der in der Grafschaft Staffordshire gelegenen Farm der Familie Froggatt, einem in vierter Generation geführten Familienbetrieb, kommt diese aromatische Mayonnaise. Aus Dottern frischer Eier von freilaufenden Hühnern, sorgsam gefiltertem, kaltgepreßtem Öl von Raps aus eigenem Anbau und Weißweinessig angerührt, verfeinert mit Dijon-Senf und abgeschmeckt mit Zucker und Salz, zeichnet sie sich durch einen mild-würzigen, dezent nussigen Geschmack aus.
Die Engländer haben sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft viele Meriten erworben. Ihre Kochkunst wird jedoch gemeinhin nicht dazugerechnet, sondern vielmehr als derb und wenig kulinarisch geschmäht. Gänzlich zu Unrecht: Dank der Möglichkeiten, die die vielen, oft exotischen Zutaten aus dem weltumspannenden Empire boten, zählten die englischen Köche jahrhundertelang zu den besten ihrer Zunft – bis ins 19. Jahrhundert waren sie es, die verächtlich auf ihre kontinentalen Kollegen herabsahen. Ihrem Einfallsreichtum waren fast keine Grenzen gesetzt: Sie verfeinerten traditionelle Gerichte mit würzenden Zutaten, brachten Rezepte aus den Kolonien auf den heimischen Speiseplan und leisteten kulinarische Transfers, indem sie – wie beim Chutney – fremde Gerichte auf heimische Zutaten ummünzten. Dabei konnten sie auf eine umfangreiche Palette an Erzeugnissen der florierenden heimischen Landwirtschaft zurückgreifen. Und obwohl dieser Erwerbszweig auch auf den britischen Inseln durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert viel von seiner ursprünglichen Vielfalt einbüßte, haben sich vergleichsweise viele regionale Spezialitäten bis heute gehalten – wenn sie auch teils nur noch von wenigen engagierten Betrieben angebaut und zubereitet werden. Wir bieten einige davon an.
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Klassische Warenkunde von 1920