227-g-Glas.
Grundpreis: 2,51 Euro / 100 g
Black Butter ist mitnichten ein Streichfett,
sondern ein fruchtig-würziger
Brotaufstrich aus Äpfeln, Cider und
Gewürzen,
dessen Ursprünge ins
18. Jahrhundert zurückreichen. Zu ihrer
Herstellung werden geschälte und
entkernte Äpfel mit Cider, braunem
Zucker, Melasse, Lakritz, Zimt und
anderen Gewürzen
über offener
Gasflamme fünf Stunden lang eingekocht.
Die Masse wird dabei regelmäßig
mit einem hölzernen
Paddel
(dem Rabot) umgerührt, bis
sie eine geschmeidige Konsistenz
hat. Der würzige, ungemein aromatische
Aufstrich wird auf Toast und
frisch gebackenem Brot gegessen;
daneben
würzt er Soßen, Bratenaufschnitt,
Wild und Wildgeflügel,
und er wird wie ein Chutney zu
Käse
genossen.
Die Heimat der Black Butter ist die
britische Kanalinsel Jersey, auf der
die Zutaten für die Black Butter im
sonnenreichen, vom Golfstrom
beeinflußten
milden Klima optimal
gedeihen. Wir beziehen sie vom
einzigen Hersteller, dem La Mare
Wine Estate, der sich neben seinem
Hauptgeschäft den Inselspezialitäten
verschrieben hat – mit Erfolg, wie zahlreiche Prämierungen belegen.
Die Jersey Black Butter bekommen Sie
nur bei uns.
Die Engländer haben sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft viele Meriten erworben. Ihre Kochkunst wird jedoch gemeinhin nicht dazugerechnet, sondern vielmehr als derb und wenig kulinarisch geschmäht. Gänzlich zu Unrecht: Dank der Möglichkeiten, die die vielen, oft exotischen Zutaten aus dem weltumspannenden Empire boten, zählten die englischen Köche jahrhundertelang zu den besten ihrer Zunft – bis ins 19. Jahrhundert waren sie es, die verächtlich auf ihre kontinentalen Kollegen herabsahen. Ihrem Einfallsreichtum waren fast keine Grenzen gesetzt: Sie verfeinerten traditionelle Gerichte mit würzenden Zutaten, brachten Rezepte aus den Kolonien auf den heimischen Speiseplan und leisteten kulinarische Transfers, indem sie – wie beim Chutney – fremde Gerichte auf heimische Zutaten ummünzten. Dabei konnten sie auf eine umfangreiche Palette an Erzeugnissen der florierenden heimischen Landwirtschaft zurückgreifen. Und obwohl dieser Erwerbszweig auch auf den britischen Inseln durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert viel von seiner ursprünglichen Vielfalt einbüßte, haben sich vergleichsweise viele regionale Spezialitäten bis heute gehalten – wenn sie auch teils nur noch von wenigen engagierten Betrieben angebaut und zubereitet werden. Wir bieten einige davon an.
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Klassische Warenkunde von 1920