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Notebooktasche Hirschleder klein altsämischgegerbt


Produkt noch nicht bewertet

Für Notebooks mit 13,3''-Monitor und Abmessungen bis B 34 x H 26 x T 4 cm. Lieferung ohne Notebook.

Menge

Bestellnummer:86992

Preis:198,00 Euro

Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 3-4 Tagen

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Altsämischgegerbt. Notebooktaschen aus Hirschleder.

„Wer seinen mobilen Rechner sicher und ästhetisch zumutbar verpackt haben will, landet irgendwann bei der Ansicht, es sei wohl am besten, ihn in logofreies, haltbares und authentisches Material zu hüllen (was man mit viel weniger empfindlichen und alltäglicheren Dingen wie Akten, Stiften, Taschenrechnern, Büchern ja auch macht).“ Das haben wir schon einmal geschrieben und wiederholen es aus Überzeugung. Und wir setzen noch eins drauf: Diese Notebooktasche ist aus altsämischgegerbtem Hirschleder gearbeitet. Das Herstellen von altsämischgegerbten Leder ist langwierig und zieht sich über Monate hin. Hier sei noch einmal auf einige Eigenschaften hingewiesen: unempfindlich und nahezu unverwüstlich, dabei weich und fast veloursartig, dadurch angenehm und einzigartig im Griff. Daß Leder Patina ansetzt, wird als Zeichen natürlicher Alterung geschätzt; bei altsämischgegerbtem Leder zeigt sich diese im Lauf der Zeit in einer Schönheit wie bei kaum einem anderen Material. Die graugrünen Taschen sind mit einem 3 mm starken Filz abgefüttert; das Notebook liegt gut gepolstert in seiner altsämischgegerbten Haut. Gefertigt werden die Taschen von Ackermann in Lüneburg.

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Hinweis:

Die angebotenen Größen sind abgestimmt auf die gängigsten Notebookmaße, für Notebooks mit anderen Abmessungen – wie z.B. MacBooks – können über unsere Sonderbestellabteilung maßgeschneiderte Taschen bestellt werden.

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