
Natürlicher Glanz. Herrenjacket Kidmohair
Das von uns verwendete Kammgarngewebe ist selten wegen des hohen Mohairanteils, aber auch wegen einer speziellen Köperbindung, der Barathea-
bindung, die fast nur für festliche Gesellschafts-
bekleidung wie den Smoking verwendet wird.
Die glänzenden, sehr feinen Mohairfasern werden mit Schurwolle gemischt und nur als Schußgarn verwendet. Durch die unterschiedliche Dicke der Woll- und Mohairfasern kommt es zu einer leicht unregelmäßigen Struktur, die den natürlichen Glanz des Mohairs auf ein dezentes Maß abtönt. Die Gewebeoberfläche erscheint wie bei Stoffen der 1920er und 1930er Jahre leicht matt und körnig. Gewebt wird dieser rare Stoff von William Halstead Fabrics im englischen Bradford, wo seit der Gründung im Jahr 1875 Mohair verarbeitet wird: Mehr Erfahrung im Umgang mit der Faser wird man schwerlich finden.
Einen langen Arbeitstag mit Dauerbelastung auf Büro- und anderen Stühlen und dem Wechsel aus klimatisierten Büros in feuchtwarme Außenluft übersteht ein Anzug mit Mohairanteil ausgezeichnet.
Auf 3 Knöpfe zu schließen, Zwei Seitenschlitze. Vordere Kante, Pattentaschen und Brustleistentasche mit schneiderartigem Zierstepp. 20% Kidmohair, 80% Schurwolle. Größen 46–54, 98–106; 56–60, 110, 114.
» zum Produkt... ab 398,00 Euro
Hose Kidmohair
Gerade geschnittene Hose mit Bundfalte und 4 cm breitem Aufschlag. Zwei französische Taschen und zwei knöpfbare Gesäßpaspeltaschen. 20% Kidmohair, 80% Schurwolle.
Größen 46–54, 98–106; 56–60, 110, 114.
» zum Produkt... ab 198,00 Euro
Kid Mohair.
Ursprünglich stammen Mohair-Gewebe aus Südafrika. Mitte des 19. Jahrhunderts waren sie das bevorzugte Material für die Bekleidung der englischen Kolonialverwaltungsangestellten, einerseits wegen der günstigen, klimatisierenden Trageeigenschaften in wärmeren und feuchten Zonen, andererseits aber auch wegen der Nähe zur Faser: Viele Siedler züchteten Mohairziegen. In der europäischen Bekleidungswelt haben Mohairgewebe heute noch einen fast exotischen Status, in Japan und im Süden der USA sind sie dagegen seit langem etabliert, da man die Langlebigkeit und den perfekten Sitz sehr zu schätzen weiß.
Klimatisierend.
Fragt man Weber, Schneider und Konfektionäre nach Mohair, fallen die Antworten eindeutig aus. Eine überragende Qualität, allerdings mit Tücken in der Verarbeitung. Das Haar der Angora-Ziege ist außergewöhnlich lang und leicht gelockt, elastisch, seidig glänzend, strapazierbar und langlebig. Es wirkt klimatisierend, wärmend bei Kälte und kühlend bei höheren Temperaturen, und es neigt aufgrund seiner Faserstruktur nicht zum Verfilzen. Vor allem ist es die spezifisch leichteste aller Fasern.
Aber: Rein und naturbebelassen läßt es sich nur schwer verarbeiten, und als hochgedrehtes Garn fällt es brettig und spröde aus. Deshalb wählt man häufig die Kombination mit Schurwolle: dann entstehen Tuche, die in ihren Trageigenschaften schwer zu übertreffen sind.
So wie hier: 20% Kidmohair aus der ersten und zweiten Schur von Jungtieren, also die feinste Qualität, und 80% Schurwolle ergeben einen Stoff von hoher Luftdurchlässigkeit und geringer Knitterneigung. Konfektioniert wird der Anzug bei Kastell in der Nähe von Aschaffenburg.
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