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Der Bremer Grundofen: leistungsstark und transportabel

Bremer Grundofen

Ein Grundofen sammelt die dem Holz entnommene Heizenergie in inneren und äußeren Steinspeichern und strahlt sie als sonnengleiche Wärme langsam und gleichmäßig wieder ab.

Diesem Prinzip steht der Kaminofen gegenüber, der einen möglichst freien Blick auf das brennende Holz gewährt. Der Bremer Ofenbauer Holger Ludwig, ein gelernter Keramikmeister, der über die Baukeramik und raumgestaltende Keramik zum Kachelofenbau gekommen ist, hat die Vorzüge beider Techniken in einem von ihm entwickelten Kamin-Speicherofen zusammengeführt, der noch dazu nicht – wie der klassische Grundofen – für alle Zeiten an Ort und Stelle aufgemauert werden muß, sondern bei einem Umzug einfach mitgenommen werden kann. Die kompakten Maße erleichtern den Transport und erlauben eine Installation ohne allzu großen Platzbedarf.


Das Material.
Der aus drei gegossenen Ringen bestehende Brennraum wird ebenso wie der Mantel aus Keumalit gefertigt, einem ofenkeramischen Material, dessen Vorbild dem Hochofenbau entstammt. Es besitzt zwei wesentliche Vorzüge: Zum einen ist es enorm hitzebeständig, da es nur eine äußerst geringe Wärmeausdehnung besitzt, wodurch Materialspannungen praktisch nicht auftreten.

Zum anderen weist das Gefüge kein sogenanntes Festigkeitsloch auf, das andere Materialien bei bestimmten Temperaturen brüchig macht. In der Summe wird daraus ein Ofen mit einer außer-

ordentlich langen Lebensdauer. Darüber hinaus ist die Oberfläche des Materials gut glasierbar.

 

Die Glasur.
Glasierte Oberflächen haben sich im Kachelofenbau seit Jahrhunderten bewährt. Sie erlauben eine farbliche Gestaltung, geben dem Ofen eine wohnliche Anmutung und sind pflegeleicht. Dank des beim Bremer Grundofen verwendeten Keumalit kann die Glasur großflächig auf die Keramikmasse gebrannt werden.

 
Die Glasur des Bremer Grundofens
 

Die zweischichtige Glasur besteht aus einer Pigmentschicht mit Einschlußfarbkörpern, die sich anders als Oxidfarben beim Brennen kaum verändern und daher fast keine Farbabweichungen aufweisen, sowie einer darüberliegenden transparenten Deckglasur. Die Risse in der Glasur sind ein spezifisches Erscheinungsbild der glasierten Keumalit-Masse. Sie lassen sich einfärben und sind dann deutlich sichtbar. Nicht eingefärbt sieht man sie nur bei bestimmten Lichtverhältnissen. Die Glasur kann mit handelsüblichem Neutralreiniger gepflegt werden.

Von den abgebildeten Farben können Sie sich auf Anfrage leihweise Musterkacheln zusenden lassen – gegen eine Schutzgebühr, die wir Ihnen bei Rückgabe vergüten. Als Sonderwunsch können Sie – gegen einen Aufpreis, der sich nach dem Aufwand richtet – auch eine Ihrem individuellen Farbwunsch entsprechende Glasur bekommen. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an unsere » Sonderbestellabteilung.

 
Bremer Grundofen

Heizen mit Speicherwärme.
Der Bremer Grundofen heizt mit Speicherwärme, nachdem das Holz – etwa 5 kg – während der etwa eineinhalbstündigen Feuerungsphase in der Brennkammer abgebrannt ist. Als vergleichsweise kleiner Grundofen kommt er nicht ganz an die Wirkungsgrade größerer Öfen heran, seine Kapazität reicht jedoch in Räumen mit einer Grundfläche von 25 bis 35 qm – abhängig von der Isolierung der Wände – als Vollheizung für 8 bis 10 Stunden aus.

Ein unmittelbar an die erste Feuerung anschließender erneuter Abbrand ist zwar wärmetechnisch nicht erforderlich, aber oft aus optischen Gründen erwünscht. Dank des überaus belastbaren Materials nimmt der Ofen dabei – im Gegensatz zu Grundöfen aus herkömmlich gefestigten Ofenbaumaterialien, bei denen Dehnungsrisse die Keramik auseinandertreiben würden – keinen Schaden.

 
Bremer Grundofen

Auch für Passivhäuser geeignet.
Die Belüftung des Brennraums erfolgt von vorne und unten – über mittels eines Schiebers gesteuerte Schlitze. Auf Wunsch kann der Bremer Grundofen auch – gegen Aufpreis – an eine externe, raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr angeschlossen werden. Das Kaminfenster ist mit einer Doppelscheibe aus Robax® – einer transparenten Glaskeramik mit extrem niedriger Wärme-
ausdehnung – ausgeführt, die gewährleistet, daß weder Rauchgase in den Raum austreten noch Rußablagerungen auf dem Türfenster entstehen und beim Nachlegen von Holz nur wenig kalte Luft in den Brennraum gelangt.

 

Jeder der Öfen ist ein in Handarbeit hergestelltes Unikat. » zum Produkt...     5.200,00 Euro 

 

Technische Daten.
95% aus Keumalit – der Wärmespeichermasse – und zu 5% aus Stahl (Ofentür, Bodenblech mit Belüftung und Abgasrohr).

 

  Konstruktion: Bremer Grundofen®  
  Grundform: Zylinder  
  Farbe: 5 Varianten/Sonderwünsche möglich  
  Oberfläche: ca. 2 m²  
  Höhe: 1,25 m  
  Durchmesser: 52 cm  
  Gewicht: ca. 400 kg  
  Nennwärmeleistung: ca. 1,8–2,5 kW  
  Heizdauer: 8–10 Stunden  
  Brennstoff: trockenes Scheitholz  
  Notw. Förderdruck: 12 Pa  
  Abgasmassenstrom: 12,8 g/s  
  Rauchgasrohranschluß am Ofen: Ø 120 mm  

 

 

» Weitere Informationen zur Funktionsweise des Bremer Grundofens sowie Hinweise zu den Standortbedingungen finden Sie im folgenden » PDF-Dokument.

Holger Ludwif. Von der Gbrauchskeramik zum Ofenbau

Holger Ludwig. Von der Gebrauchskeramik zum Ofenbau.

Der 1960 geborene, heute in Bremen ansässige Ofenbauer Holger Ludwig hat von 1979 bis 1982 – seinerzeit noch in der DDR – den Beruf des Keramikers erlernt, in dem er auch den Meistertitel erwarb. Nachdem er 1988 in die Bundesrepublik ausgewandert war, beschäftigte er sich zunächst mit Gebrauchskeramik. Auf seinen Reisen über die Töpfermärkte der Bundesrepublik lernte er in Bayern den Kachelofenbau kennen und entdeckte seine Faszination für dieses Thema. Bei den dortigen Ofenbauern erwarb er die einschlägigen Fachkenntnisse, und seit Mitte der 1990er Jahre ist er selbst im Ofenbau tätig.

 

 

Sein Ziel war ein Ofen, der die optischen Vorzüge eines Kamins mit den wärmetechnischen eines Speicherofens kombiniert – das ganze noch dazu auf kleinem Raum und so aufgebaut, daß der Ofen nicht wie ein klassischer Grundofen für alle Zeiten an Ort und Stelle aufgemauert werden muß, sondern bei einem Umzug mitgenommen werden kann. Um all diese Anforderungen zu erfüllen, mußte er zunächst ein Material entwickeln, das sich zum einen in kompakten Formen gießen läßt und zum anderen durch Erwärmung kaum ausdehnt. Zudem sollte es kein Festigkeitsloch aufweisen, das andere Materialien bei bestimmten Temperaturen brüchig macht, damit der Ofen wie ein offener Kamin auch im Dauerbetrieb laufen kann.

Und nicht zuletzt sollte es zugunsten einer wohnlichen Optik direkt glasierbar sein. Das Resultat seiner Anstrengungen ist das von ihm 2005 zur Marktreife gebrachte Keumalit. (von lat. cheuma = Guß und griech. lithos = Stein), eine Keramikmasse, in deren Entwicklung Ludwig Erkenntnisse aus dem Hochofenbau einfließen ließ.

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