
Buchstäblich liegt dem Gärtner die Welt zu Füßen. Er muß ein Liebesverhältnis zur Erde entwickeln, muß sich die Geheimnisse und Gesetze der organischen Unterwelt aneignen, ein Bewußtsein für das ent- wickeln, worauf man mit Füßen tritt. Hauchdünn nur ist der belebte Teil der Erdkruste, die kostbare Krume, die der Mensch in der wohl wichtigsten Revolution, der neolithischen, zu bestellen begann – zur Nahrung wie zur Muße. » zum Thema...

Seine Zeit war revolutionär, seine Erfindung war es nicht minder: Vor mehr als 200 Jahren, inmitten der Nachwehen der Französischen Revolution, stellte Joseph Marie Jacquard seinen Webstuhlaufsatz zur Mustersteuerung vor, der zu den großen technologischen Entwicklungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts zählt und als einer der Auslöser der Industriellen Revolution gilt. Mehr als das: Die lochkarten- bzw. lochstreifengesteuerte „Jacquard-Maschine“ steht am Beginn einer Entwicklung, die auf lange Sicht ins Informationszeitalter führte.
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Einst gab es Königreiche, in denen der König „Meister“ oder „Mastro“ genannt wurde; Meister des Hammers, der Feile, des Schustermessers, der Nadel, der Drehbank und so fort. „Eine Kultur lebt vor allem in der Mannigfaltigkeit ihrer Berufe,“ sagt Gesualdo Bufalino. Zusammen mit Ihnen tun wir mit Manufactum das unsere für deren Erhalt. Wir verstehen es als Kaufmanns- wie Kulturaufgabe, Dinge in der Welt zu halten oder ihr zurückzugeben, auf die wir nicht verzichten möchten. » zum Thema...

Der Jakobsweg führt mitten durch den Weinberg der „Tauberhasen“, die frühere Premiumlage der Chorherren von Ansbach und Herrieden hoch über dem Taubertal. „Wenn man hier oben steht, die Silhouette Rothenburgs zwölf Kilometer entfernt, keine Straße und kein Strommast in Sicht, fühlt man sich wie in einem Stich von Merian,“ freut sich Jürgen Roth. Der Sternekoch vom Laurentius in Weikersheim produziert mit seinen Freunden Lars Zwick und Christian Mittermeier nicht nur einen ehrlichen Frankenwein, sondern auch einen Saft, der lange Jahre in Vergessenheit geraten war und erst seit wenigen Jahren eine Renaissance erfährt: Verjus (sprich: werr-schüh) heißt der mild-saure, grüne Geiztraubensaft („jus vert“). » zum Thema...

„Oper“, sagt der Filmregisseur Alexander Kluge, „hat etwas ganz Einfaches, das ihr zugrunde liegt: Wovon man nicht sprechen kann, davon muß man singen.“ Das „Kraftwerk der Gefühle“, wie er sie als einer ihrer kundigsten Liebhaber nennt, sieht er als einen Ort expressiver Schmerzartikulation, als bürgerlichen Freiheitsraum, der einen Ausbruch aus der Enge und dem Wahnsinn gesellschaftlicher Zwänge erlaubt – etwa in den Fieberkurven der Koloraturen, in den sogenannten „Wahnsinnsarien“. Deren, man darf es so nennen, wohl wahnwitzig schönste ist die fast zwölfminütige „Il dolce suono“ der Titelheldin in Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“, eine Paradepartie nicht nur für die Callas, sondern für alle großen Sopranistinnen. » zum Thema...

Lange Jahre schon sind wir der Slow-Food-Bewegung freundlich zugetan. Bei den Lebensmitteln in unseren brot&butter-Läden können Sie das selbst erspüren und erschmecken. Seit dem Frühjahr 2010 hat der Verein Slow Food Deutschland einen neuen Vorstand und mit Dr. Andreas Eichler einen Vorsitzenden, der bereits auf einigen politischen Feldern wirkte, etwa bei der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Politischer will Slow Food in Deutschland werden, die Bundesgeschäftsstelle ist deswegen auch nach Berlin-Mitte umgezogen. » zum Thema...

In unseren letzten Hausnachrichten haben wir unter dem Titel „Chron(olog)ischer Mangel“ kundige Uhrmacher gesucht, an die sich unsere Kunden mit der Wartung und Reparatur ihrer mechanischen Stand-, Wand-, Tisch-, Taschen- und Armbanduhren wenden können, damit diese dann eigenverantwortlich und selbständig all jene Probleme lösen, die neben den Garantieleistungen unserer Hersteller auftreten. Die Resonanz aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und selbst aus Luxemburg war stärker, als wir gedacht hatten. Was uns sehr freut, denn offenbar gibt es – wenn auch oft versteckt – landauf, landab noch immer etliche Uhrmacher,... » zum Thema...

Allmählich können wir unsere Herbsttage auf der Zeche Waltrop als „nun schon traditionelle Veranstaltung“ ankündigen. Wenn Sie dabei bereits zu Gast waren, wissen Sie um die Vielfalt unserer Aussteller, um deren Kenntnisreichtum und ihre Bereitschaft, auch probieren zu lassen, so es sich um Lebensmittel handelt. Sie können unter anderem zahlreiche Apfelsorten kennenlernen (und die aus dem eigenen Garten bestimmen lassen) sowie seltene Kartoffelsorten erwerben. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden Sie ab Anfang Oktober unter www.manufactum.de/herbsttage.
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Die Hausnachrichten Herbst 2010 als
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