Reichtragende, süßschmeckende Sorte aus der Pfalz, wegen ihrer Robustheit bestens für den Hausgarten geeignet.
Frucht: Rotblaue Schale und rotes,
süßes Fruchtfleisch. Trägt an günstigen
Standorten sicher jedes Jahr. Diese
Sorte ist zweimaltragend: Ende Juni
reifen die im Vorjahr gebildeten Früchte;
die diesjährigen Früchte reifen Ende
September. Das volle Aroma haben gut
ausgereifte, weiche Früchte.
Baum: Strauchartiger Wuchs bis etwa
4 m Höhe, große, glänzende, handförmig
gefächerte Blätter. Selbstfruchtbar.
Ansprüche an Standort und Klima:
Bevorzugt windgeschützte, sonnige und
warme Lagen; kann am geschützten
Standort auch in Norddeutschland angebaut
werden. Hinsichtlich Winterfrösten
ist die Feige nicht sehr
empfindlich, vorübergehende
Temperaturen bis -15 °C verträgt
sie durchaus. Feigen sind
sehr gut als Kübelpflanze geeignet.
Besondere Hinweise: Krankheiten und
Schädlinge treten bei Feigen kaum auf.
Bemerkenswert ist die Fruchtbildung:
Während der Vegetationszeit werden
gleichzeitig laufend neue Blüten und
Früchte angelegt. Mit ihrem schönen
Laub ist die Feige zudem eine ausgesprochen
dekorative Pflanze. Kräftige, zweijährige Pflanze, mit
Wurzelballen. Höhe bei Lieferung 20–40 cm.
Der Feigenbaum gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt; er ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, inzwischen aber auch in Deutschland und Südengland verbreitet.
Jede Regel hat ihre Ausnahme, so auch die, daß die beste Pflanzzeit für Obstgehölze der Herbst ist. Bei einigen Obstarten ist die Pflanzung im Frühjahr empfehlenswerter, da sie im Jungpflanzenstadium frostgefährdet sind. Daß sich diese Pflanzen generell nur für Weinbauklimagebiete eignen, ist dennoch ein Trugschluß: robuste Sorten erlauben den erfolgreichen Anbau dieser Obstarten in ganz Deutschland. Die erste Ernte ist etwa im zweiten Jahr nach der Pflanzung zu erwarten.
Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten. Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.
Alle Kultursorten von Obstbäumen
entstehen durch das Aufpfropfen einer
Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte
Unterlage. Dieses Verfahren
(die Veredelung) ist unumgänglich, da
nur durch diese vegetative Vermehrung
ein sortenechter Nachkomme
gezogen werden kann.
Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler,
neben der Sorte durch die
Wahl der Unterlage auch die Wuchsform
des Baumes festzulegen. Die
Stammhöhe (also die Höhe zwischen
dem Boden und dem untersten
Kronenast) verändert sich zeitlebens
nicht mehr, der Baum wächst nur noch
an den Endknospen weiter.
Hochstamm.
Die ursprüngliche Wuchsform der
meisten alten Kultursorten auf den
Streuobstwiesen; aufgrund einer
Stammhöhe von ca. 160–180 cm
erlaubt sie eine zusätzliche Grünlandnutzung
auf derselben Fläche (oder im Garten auch das Aufhängen
einer Hängematte). Hochstämme sind
ihrer majestätischen Größe wegen als
Lebensraum von besonderem ökologischem
Wert und in der Lage, Schatten
zu spenden. Sie sind aber auch
schwieriger zu pflegen und zu beernten
als kleinere Baumformen und benötigen
eine Fläche von 70–80 qm.
Halbstamm.
Der Halbstamm steht in Kronenbreite
und Wuchs dem Hochstamm in nichts
nach, jedoch ist sein Stamm nur
100–120 cm hoch, wodurch die Krone
leichter zu erreichen ist. Durch Abschneiden
der unteren Kronenäste kann
ein Halbstamm über mehrere Jahre zu
einem Hochstamm erzogen werden.
Die Hoch- und Halbstämme liefern wir
als kräftige, vier- bis fünfjährige Pflanzen.
Die erste Ernte können Sie – richtige
Pflege vorausgesetzt – etwa 5 Jahre
nach der Pflanzung erwarten. Dies kann
natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die
erste Ernte kann, durch Sortenwahl
oder Umwelteinflüsse bedingt, Jahre
früher oder später eintreten.
Buschbaum.
Der Buschbaum bietet sich dann an,
wenn der Platz im Garten knapp ist.
Hier ist die Sorte auf eine schwachwachsende
Unterlage veredelt, die
Bäume mit einer Stammhöhe von ca. 50-70 cm werden nur etwa 3 m hoch und
haben einen Platzbedarf von 12–16 qm.
Zudem tragen sie schon nach wenigen
Jahren; sie sind (mit einer Lebenserwartung
von 15–20 Jahren) allerdings
nicht so langlebig wie Hochstämme, die
bei guter Pflege bis 50 (Äpfel und Quitten)
oder 100 (Birnen) Jahre alt werden
können.
Pflanzabstand Halb- und Hochstämme
(Buschbäume).
Äpfel 6–8 m (3–4 m), Birnen 5–7 m,
Süßkirschen 6–9 m, Pflaumen 4–6 m,
Quitten 4–5 m (2–3 m).
Befruchtungsverhältnisse.
Einige der wichtigsten Obstarten (Äpfel,
Birnen, Süßkirschen und andere) befruchten
sich nicht selbst, d.h., sie benötigen
zur Fruchtbildung einen guten
Pollenspender in der Nachbarschaft
(max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer
einschätzbar sind, kann es vorkommen,
daß ein Obstbaum trotz Blüte
keine Früchte trägt.
Anmerkung zur Standortwahl.
Viele Böden in Deutschland sind
ohne bodenverbessernde Maßnahmen
(Kalkung) zu sauer für anspruchsvolle
Obstgehölze. Bitte erkundigen Sie
sich im Zweifelsfall bei den örtlichen
Gartenbauvereinen.
Die Gehölze werden ohne
Erde (Containerpflanzen mit Erde) in
Kartons verpackt und die Wurzeln mit
feuchtem Stroh vor dem Austrocknen
geschützt. Die Bäume können nach
der Lieferung bei kühlem Wetter noch
einige Tage in der geöffneten Verpackung
bleiben; besser ist es, sie in Erde
einzuschlagen. Bitte beachten Sie, daß
das empfindliche Feinwurzelwerk auf
keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme
kommen in einer Umverpackung
aus Pappe und Folie; die Wurzeln
sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt
eine ausführliche Pflanzanleitung
bei. Falls die Mengen, die wir von
unserer Baumschule erhalten, nicht
ausreichen, werden wir Sie über den
zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.
17.08.2008 von Manfred Schütt
106 von 108 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Die Feige trägt bereits im ersten Jahr, seitdem jedes Jahr ca. 60 Früchte. Zuckersüss :-) Absolut winterhart, Standort Nähe HH an der Elbe. Kaufen !
Kommentare zu dieser Bewertung lesen (1)
21.03.2010 von Gertraud Mocharitsch-Meister
Da ich leider keine Klimatologin bin, kann ich die Klimazone von HH an der Elbe nicht eruieren! "Winterhart" heißt in jeder Region etwas anderes. Ich befinde mich in Klimazone 6b (Graz) - Ihre Ortsangabe könnte nach meiner Einschätzung irgenwo zwischen den Zonen 7a und 8b liegen. Ich würde mich generell bei der Bezeichnung "winterhart" über den Zusatz "bis Klimazone xy" freuen. (Bin auch erst durch Schaden "klug" geworden) mfg G.Mm
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Klassische Warenkunde von 1920