Blatt und Zwinge Edelstahl, Stiel Pappelholz. Blattlänge 9 cm, Gesamtlänge 40 cm. Gewicht 150 g.
In Japan, wo selbst das Teekochen unweigerlich zur Meisterschaft entwickelt wurde, blicken auch so unterschiedliche Dinge wie die Gartenkunst und das Schmieden außerordentlicher Blankwaffen auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Ein Abglanz davon ist bei diesem Fugenkratzer unübersehbar: Die leicht gewölbte Klinge läßt sich perfekt durch die zu reinigende Fuge bewegen und ist aus einem so materialstarken Edelstahl, daß man sie sogar im Beet wie eine Schiebehacke verwenden kann. Die schräge Seite ist gezahnt und durchtrennt selbst widerspenstigste, verholzte Pflanzen. Die Stirnseite hingegen hat eine glatte, sehr scharfe Schneide, die schiebend auf größeren Flächen eingesetzt werden kann. Der 33,5 cm lange Stiel verlängert die Reichweite.
Bei der Reinigung von unerwünscht mit „Unkraut“ bewachsenen Fugen herrscht in manchen Gärten ein regelrechter Kriegszustand, und das Arsenal der Waffen, auf das dabei zurückgegriffen wird, ist erschreckend. Da werden ganze Landstriche mit Salz- und Essigessenzen oder gar mit Herbiziden überzogen, auf daß sich kein Blatt, kein Stengel mehr rege. Die Kollateralschäden sind beträchtlich: Die Substanzen dringen ins Grundwasser ein, schaden auch dem Nutzpflanzenbewuchs in der Nähe, und nicht selten kommt es darüber hinaus auf den so gereinigten Belägen zu unschönen Verfärbungen. Wir empfehlen daher für diese Arbeit die Rückkehr zur konventionellen Bewaffnung und bieten mechanische Handjäter bzw. Fugenkratzer, in deren Gestalt und Funktion das Wissen etlicher Generationen von Gartenarbeitern eingeflossen ist. Und soll es unbedingt eine Waffe mit „Fernwirkung“ sein, empfehlen wir ein Gerät, das seine Arbeit ausschließlich über Hitze (und ohne offene Flamme) verrichtet.
05.07.2010 anonym
8 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Der japanische Fugenkratzer versieht seinen Dienst aufs Trefflichste. Punktabzug jedoch gibt es für einen großen Aufkleber auf dem Stiel des Geräts, dessen Entfernung sich äußerst schwierig gestaltet und zu einem echten Ärgernis werden kann (die hartnäckigen Klebereste ließen sich erst durch mehrfachen Einsatz von Verdünnung entfernen wobei leider auch die schwarze Farbe angelöst wurde).
Kommentare zu dieser Bewertung lesen (1)
12.07.2010 von Jochen Elbs-Glatz
Der schlichte Fön und/ oder Benzin lösen Kleber bessser als Verdünner und lassen Lacke und Farben wie sie sind.
enthält kein Produkt.
Klassische Warenkunde von 1920