Alkoholgehalt 6,5 Vol.-%.
0,75-l-Flasche.
Grundpreis: bei 1 Stück:
7,33 Euro / 1 l
Grundpreis: bei 3 Stück
6,67 Euro / 1 l
Cider ist bekömmlich, erfrischend und nur leicht alkoholisch – mithin ein ideales Sommergetränk. In Großbritannien ist das bäuerliche Traditionsgetränk seit langem so populär, daß es mit Fug und Recht als Kulturgut angesehen werden kann – in vielen Pubs gehört der Zapfhahn für den Cider zur selbstverständlichen Einrichtung.
Eine Cider-Hochburg ist
die Grafschaft
Somerset.
Dort gibt es
nicht nur zahlreiche
Apfelplantagen und Obstwiesen,
sondern auch viele landwirtschaftliche
Betriebe, von denen einige wenige den
Cider noch auf althergebrachte, handwerkliche
Weise herstellen. Von einem solchen kommt dieser
Cider in der Variante
„Medium“. Er
ist ein Blend aus
mindestens zehn
Apfelsorten der
Region
– darunter
Dabinett, Kingston
Black, Somerset Red Streak und Morgan
Sweet.
Der Hersteller – er wirtschaftet nach organischen
Grundsätzen und macht sich
beispielsweise die (un-)freiwillige Mithilfe
der artenreichen lokalen Insekten- und
Vogelfauna bei der Schädlingsbekämpfung
zunutze – verwendet kein
Lagerobst, sondern ausschließlich frische,
vollreife Früchte von den eigenen
Obstwiesen. Bevor er den Cider auf
Flaschen zieht, läßt er ihn sechs Monate
lang reifen. Durch die leichte Restsüße
schmeckt der leicht moussierende
Apfelwein zwar herb, aber dennoch
fruchtig, besitzt ein ausgewogenes
Süße-Säure-Verhältnis und ist angenehm
sanft.
Die Engländer haben sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft viele Meriten erworben. Ihre Kochkunst wird jedoch gemeinhin nicht dazugerechnet, sondern vielmehr als derb und wenig kulinarisch geschmäht. Gänzlich zu Unrecht: Dank der Möglichkeiten, die die vielen, oft exotischen Zutaten aus dem weltumspannenden Empire boten, zählten die englischen Köche jahrhundertelang zu den besten ihrer Zunft – bis ins 19. Jahrhundert waren sie es, die verächtlich auf ihre kontinentalen Kollegen herabsahen. Ihrem Einfallsreichtum waren fast keine Grenzen gesetzt: Sie verfeinerten traditionelle Gerichte mit würzenden Zutaten, brachten Rezepte aus den Kolonien auf den heimischen Speiseplan und leisteten kulinarische Transfers, indem sie – wie beim Chutney – fremde Gerichte auf heimische Zutaten ummünzten. Dabei konnten sie auf eine umfangreiche Palette an Erzeugnissen der florierenden heimischen Landwirtschaft zurückgreifen. Und obwohl dieser Erwerbszweig auch auf den britischen Inseln durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert viel von seiner ursprünglichen Vielfalt einbüßte, haben sich vergleichsweise viele regionale Spezialitäten bis heute gehalten – wenn sie auch teils nur noch von wenigen engagierten Betrieben angebaut und zubereitet werden. Wir bieten einige davon an.
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Klassische Warenkunde von 1920